„DAS MÜSSEN WIR HINBEKOMMEN!“

„DAS MÜSSEN WIR HINBEKOMMEN!“ Die Ruhrtal Transportbeton GmbH & Co. KG verleiht dem Sauerland einen neuen Kick – in purpurrot

„DAS MÜSSEN WIR HINBEKOMMEN!“ Die Ruhrtal Transportbeton GmbH & Co. KG verleiht dem Sauerland einen neuen Kick – in purpurrot

Die Ruhrtal Transportbeton GmbH & Co. KG verleiht dem Sauerland einen neuen Kick – in purpurrot

Text: Inga Bremenkamp
Fotos: S. Droste & Ruhrtal Transportbeton GmbH & Co. KG

„Im allerersten Moment habe ich gar nicht verstanden, was die Architektin da genau plant. Da habe ich mich schon kurz gefragt, was möchte Sie jetzt genau. Aber am Ende sind die rotgefärbten Brückenachsen Dank ihrer Farbe in der Höhe eigentlich gar kein Bauwerk mehr, sondern ein richtiges Kunstwerk. Das sieht schon Klasse aus“, berichtet Frank Althaus von dem Augenblick, in dem er zum allerersten Mal von dem besonderen Farbkonzept der Bermecke Brücke bei Nuttlar gehört hatte.

DIE HERAUSFORDERUNG

Beton ist grau. Eigentlich. Im Fall der Bermecke Brücke sollten mit Blick auf den Kunstcharakter zwei der neun Achsen rot und der komplette Stahltrog der Trasse grün gestrichen werden. Überlegt hat sich das die zuständige Architektin, die durch die Farbgebung der einzelnen Bauwerke den umliegenden Wald des Sauerlands wiederspiegeln wollte und rein zufällig genau die Farben der Firma Ruhrtal Transportbetongesellschaft mbH & Co. KG aus Ostwig getroffen hatte. „Über diesen Zufall haben wir uns natürlich gefreut“, schmunzelt Frank Althaus, der Geschäftsführer des Betonmischbetriebs. „Wir werden tatsächlich oft gefragt, warum die Brückenelemente eigentlich rot sind“, erklärt er. „Im weitesten Sinne sind die Pfeiler der Bermecke Brücke so etwas wie Kunst – sie sollen die hier heimischen Fichtenstämme symbolisieren. Statik ist nicht alles und so darf die Ästhetik in einer gut durchdachten Konstruktion auf keinen Fall fehlen“, führt Frank Althaus fort.

DIE EINFÄRBUNG DES PURPURROTEN BETONS

Damit die Brückenpfeiler das Zeug für ein richtiges Kunstwerk erhalten, mussten sie purpurrot gefärbt werden – eine Besonderheit, die einem Betonmischunternehmen nicht Tag für Tag über den Weg läuft und Herausforderungen mit sich bringt. Weil Beton ein Naturprodukt ist und im Wesentlichen aus Gesteinskörnungen, Zement und Wasser besteht, sieht bei identischer Farbmischung nicht jeder Zentimeter gleich aus. Um dies allen Beteiligten und Verantwortlichen zu verdeutlichen, hat die Ruhrtal Transportbetongesellschaft mbH & Co. KG Farbproben angefertigt, die begutachtet und abgenommen werden mussten, bevor die Produktion starten konnte.

Als die Ampel für die Produktion des purpurroten Betons dann auf grün stand, war klar, dass der Ostwiger Betrieb für 14 Tage mehr oder weniger komplett in einen purpurroten Farbeimer fallen wird. „Wenn man roten Beton mischt, mischt man nur roten Beton. In dem Moment ist quasi alles rot. Das Mischen von grauem Beton war vor einer aufwendigen Reinigung unserer Anlage gar nicht möglich. In dieser Zeit mussten wir einen Spagat schaffen – zwischen unseren Stammkunden, die wir nicht vernachlässigen wollten, und diesem besonderen Auftrag, der für uns Dank unmittelbarer Baustellennähe natürlich ein Glücksfall war“, weiß Frank Althaus, der betont, dass das Produzieren des purpurroten Betons für die Brückenachsen in 70 Metern Höhe eine einmalige Geschichte war.

BETONARBEITEN IN UNGEWOHNTER HÖHE

Neben der Einfärbung des Betons an der Bermecke Brücke war natürlich auch die Höhe der Talbrücke Nuttlar besonders und herausfordernd.  „Ich weiß noch genau, wie wir damals mit zwei Kaufleuten von uns im Verkaufsgespräch saßen und dann die alles entscheidende Frage kam: ‘Können Sie den Beton auch 100 Meter hochpumpen“, erinnert sich Frank Althaus. Ein natürlich sehr entscheidendes Kriterium, wenn man bedenkt, dass die Nuttlarer Brücke 115 Meter hoch und 626 Meter lang ist. Aus dem Bauch heraus, hat Frank Althaus den Verantwortlichen versprochen, dass die Ruhrtal Transportbetongesellschaft aus Ostwig das hinbekommen wird, womit klar war: „Wir müssen das hinbekommen – ohne in dem Moment genau zu wissen wie“, erinnert sich der gelernte Betriebswirt, der mit seiner Firma insgesamt an dem Bau von 13 Brücken beteiligt war und dabei ca. 55.000 Kubikmeter Beton verbaut hat. Zur Verstärkung kam die Firma A. Pich aus Balve mit ins Beton-Boot, welche den Beton dann in die Höhe gebracht hat mit ihren Pumpen.

DAS UNSCHLAGBARE TEAM

Eine solch besondere und herausfordernde Arbeit klappt nur, wenn das Team dahinter mehr als nur funktioniert. „Wir haben eine richtig gute Truppe hier. Die Arbeit muss jedem einzelnen Spaß machen, sonst funktioniert das alles nicht. Wir haben Mitarbeiter und Poliere der Bauunternehmen, die sich noch heute treffen, weil sie sich irgendwann einmal gut auf einer Baustelle verstanden haben“, berichtet Frank Althaus, dessen Betrieb sehr familiär aufgestellt ist. „Um die Fundamente für die Achsen so hinzubekommen, wie sie heute aussehen, mussten wir teilweise 40 Stunden am Stück betonieren. Dazu braucht man tolles Personal – auch in der Nacht“, weiß der 50-Jährige aus Ostwig und führt fort: „Mein gesamtes Team in Ostwig, Rösenbeck und Hildfeld passt einfach von vorne bis hinten.“

DAS ALLTAGSGESCHÄFT

Nach der Fertigstellung der A46 findet sich die Mannschaft der Ruhrtal Transportbeton GmbH & Co. KG im Alltagsgeschäft wieder. In der Regel arbeitet der Betonmischbetrieb, der 1964 gegründet wurde, mit Hoch- und Tiefbauunternehmen sowie Garten- und Landschaftsbauern zusammen. „Darüber hinaus aber auch Projekte von Privatleuten um. Wir helfen immer gerne – das ist unser Motto hier“, sagt Frank Althaus, dessen Team seit zwei Jahren über eine eigene Betonrecyclinganlage verfügt.

„Durch das Altbetonrecycling erhalten wir eine effiziente Zurückgewinnung einzelner Gesteinskörnungen, die der Produktionskette wieder hinzugefügt werden können, ohne dabei an Qualität zu verlieren. Gleichzeitig haben wir so auch ein Auge auf unsere Welt, die wir gerne so mitgestalten wollen, das auch unsere zukünftige Generation in ihr leben kann“, erklärt der Geschäftsführer.

„Am Ende sind die rotgefärbten Brückenachsen Dank ihrer Farbe in der Höhe eigentlich gar kein Bauwerk mehr, sondern ein richtiges Kunstwerk.“ Frank Althaus

„Um die Fundamente für die Achsen so hinzubekommen, wie sie heute aussehen, mussten wir teilweise 40 Stunden am Stück betonieren.“ Frank Althaus

Ruhrtal-Transportbeton GmbH & Co. KG
Auf der Alfert 8-10
59909 Bestwig-Ostwig
Tel: 02904/9720-0
Fax: 02904/9720-20
ruhrtal-tb@t-online.de
www.ruhrtal-tb.de

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