Gewerbegebiet Enste setzt wichtige Impulse für wirtschaftliche Entwicklung Ein begehrtes und grünes „Filetstück“

Gewerbegebiet Enste setzt wichtige Impulse für wirtschaftliche Entwicklung Ein begehrtes und grünes „Filetstück“

Gewerbegebiet Enste, Meschede, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, Europa

Ein begehrtes und grünes „Filetstück“

Text: Paul Senske

Fotos: Stadtmarketing Meschede

Mitten im Hochsauerlandkreis: Meschede ist nicht nur die Kreis- und Hochschulstadt, sondern hat sich auch zu einem prosperierenden Wirtschaftsstandort entwickelt. Das Gewerbe- und Industriegebiet Enste nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Es gilt auch kreisweit als besonderes Filetstück. „Enste ist ein attraktiver, agiler und begehrter Standort mit enormer Bautätigkeit“, sagt Christina Wolff vom Stadtmarketing und zuständig für die Wirtschaftsförderung der Kommune. „Es ist zudem ein grünes Gewerbegebiet.“

Die Nachfrage nach Gewerbeflächen ist groß. „Wir führen jede Woche ein bis zwei entsprechende Gespräche“, berichtet Wolff. „Anfragen kommen verstärkt aus den Zulieferbetrieben der Schlüsselbranchen wie Automotive, Maschinenbau, Fördertechnik oder Holzbearbeitung. Bei den Anfragen geht es um Flächen zwischen 5.000 und 10.000 Quadratmetern.“

Standortvorteil durch A 46 und B 55

Thema Nummer eins für die Betriebe, so Wolff, ist dabei die Verkehrslage. Da kann Enste entscheidend punkten. Die hervorragende Anbindung in alle Richtungen durch die Autobahn A 46 mit der (eigenen) Anschlussstelle Enste und durch die B 55 ist ein entscheidender Standortvorteil – für Unternehmer und Mitarbeiter. „Meschede ist eine klassische Pendlerstadt, viele fahren zur Arbeit nach Meschede.“ Insgesamt sind in Enste zwischen 1.800 und 1.900 Personen beschäftigt. Die Anzahl der Unternehmen beträgt derzeit 114, pendelt aber. „Enste ist ein agiler Standort“, so Wolff. Die Palette reicht von Kleinst- bis zu Großbetrieben. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl liegt zwischen 30 und 50. Der Branchenmix umfasst das produzierende Gewerbe, klassische Handwerksbetriebe, Dienstleister, Logistik und High-Tech bis zum Groß- und Fachhandel. In Enste werden damit wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und Region gesetzt. Große Bedeutung für die Unternehmen und damit den Standort hat auch die Fachhochschule Südwestfalen mit ihrem großen Potenzial an gut ausgebildeten jungen Menschen, dem „Knowhow“ und gemeinsamen Projekten mit den Betrieben. Im gewerblich-technischen Bereich und Handwerk ist aber auch in Enste der Facharbeitermangel spürbar. „Um gegenzusteuern gehen die Unternehmen neue Wege bei der Suche nach Auszubildenden, beispielsweise über die sozialen Medien.“

Klimaschutz spielt wichtige Rolle

Das Gewerbegebiet Enste nimmt nicht nur in der wirtschaftlichen Entwicklung eine entscheidende Rolle ein. Auch beim Klimaschutz wurden wichtige Weichen gestellt. 2014 wurde das Klimaschutz-Teilkonzept mit 26 Maßnahmen entwickelt. Dabei geht es u. a. um die Reduzierung der CO2-Emissionen um 40 Prozent in den nächsten zehn bis 15 Jahren, um die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und um die Nachhaltigkeit des Standortes. „Enste ist ein grünes Gewerbegebiet“, betont Wolff. Sie ist besonders von der Enster Straße mit dem „Allee-Charakter“ angetan: „Es ist ein sehr repräsentativer Eingang. Zudem trägt der neue Kreisverkehr entscheidend zur Verflüssigung und Entlastung des Verkehrs bei.“ Rücksicht haben die Planer auch auf die Einwohner von Enste genommen. „Sie haben natürlich das Gewerbegebiet vor Augen. Aber wo es geht, wurden in der unmittelbaren Nähe des Dorfes nur kleine Unternehmen und Dienstleister angesiedelt, um Beeinträchtigungen für den Ort, wenn irgend möglich, zu vermeiden. Nachtarbeit ist verboten.“

80 Prozent der noch freien Flächen sind reserviert

Der Blick in die Zukunft des Gewerbegebiets, das im Gegensatz zu anderen Standorten im HSK noch sogenannte GI- also Industrieflächen zur Verfügung hat: Die Nachfrage ist und bleibt groß. 80 Prozent der noch freien Flächen sind bereits reserviert. Frei verfügbar sind nur noch 22.000 Quadratmeter. Daher richtet sich der Blick der Stadtplaner und Wirtschaftsförderer ins Gewerbegebiet Brumlingsen an der Stadtgrenze zu Arnsberg und den Bereich Bahnhofstraße Freienohl in Richtung Bockum, wo ein Gewerbegebiet mittelfristig erschlossen werden soll.

„Unser Bestreben ist es, den Unternehmen die Möglichkeit zu geben, sich weiterzuentwickeln“, erklärt Wolff. „Wir sind in ständigem Kontakt mit den Betrieben, die Bestandspflege ist ein wichtiges Kriterium.“ Ausdrücklich lobt Wolff die Kooperation zwischen Stadt, Wirtschaftsförderung und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Hochsauerlandkreises (WFG-HSK), die im Auftrag der Stadt die Gewerbeflächen vermarktet. „Die Zusammenarbeit ist eine Erfolgsgeschichte – hier profitieren Unternehmen, Region und die Menschen, die hier leben und arbeiten.“

Engagierte und zielführende Wirtschaftsförderung: Christina Wolff.
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