Rock gegen Depression im Habbels

Wolfgang Unthan (A45), Dr. Friedhelm Schmitten (Praxis Ramsbeck), Rainer Schäfer (Johannesbad Fachklinik Hochsauerland), Matthias Eckhardt (A45) , Priv.-Doz. Dr. Stefan Bender (LWL-Kliniken Marsberg), Heinz-Willi Lahme (A45), Tim Folcz (LWL-Kliniken Marsberg), Christian Rademacher (Gesundheitsamt HSK), Anno Mertens (A45), Hannes Mertens (A45)

Besucher „rocken“ für die gute Sache

Das Bündnis gegen Depression im Hochsauerlandkreis veranstaltete kürzlich unter dem Motto „Rock gegen Depression“ ein Konzert im Habbels in Schmallenberg mit der Band A45.


Christian Rademacher, Geschäftsstellenleiter des Bündnisses gegen Depression und Psychiatriekoordinator des Gesundheitsamtes im Hochsauerlandkreis, konnte im gut besuchten Habbels die zahlreichen Besucher begrüßen. Priv.-Doz. Dr. Stefan Bender, Ärztlicher Direktor der LWL-Kliniken Marsberg, informierte das Publikum zu Beginn in einem kurzweiligen Vortrag über die Arbeit des Bündnisses und das Krankheitsbild der Depression.


Die Rockband A45 sorgte für eine gute Stimmung. „Ein Antidepressivum ohne Nebenwirkungen“, so Heinz-Willi Lahme, Sänger der Band A45. Mit einer großen musikalischen Bandbreite von Pink Floyd über Joe Cocker bis hin zu beeindruckender Trommelinszenierung war für jeden etwas dabei. Neben dem, dass die Band die knapp 150 Besucher mit rockigem Sound verwöhnte, stellte sie sich auch im Dienste der guten Sache und verzichtete auf ihre Gage.


„Dem Bündnis ist es ein großes Anliegen, auf das Thema Depression aufmerksam zu machen und zu informieren“, so Christian Rademacher, „und wir freuen uns daher umso mehr, dass dieses Konzert ein solcher Erfolg geworden ist.“

Das Bündnis gegen Depression im Hochsauerlandkreis ist ein lokales Netzwerk aus vielen Akteuren im Gesundheitswesen. Neben der Enttabuisierung der Krankheit und einer Verbesserung der Versorgungs- und Lebenssituation depressiv erkrankter Menschen in der Region zielt es wesentlich darauf ab, über das Krankheitsbild der Depression zu informieren. Allein in Deutschland leiden rund vier Millionen Menschen an einer Depression. Dies hat für die Betroffenen, Angehörigen und auch für die Gesellschaft schwerwiegende Folgen. Nicht selten kommt es zu Suizidversuchen und Suiziden. Dabei kann die Krankheit jeden treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Beruf und Lebenssituation. Oft bricht sie überraschend in einen bis dahin gut funktionierenden Alltag ein. Die Ursachen sind vielfältig. Obwohl die Depression eine sehr häufige Krankheit ist, bleibt sie oft unerkannt und unbehandelt. Dies ist besonders tragisch, da die Erkrankung heilbar ist. Natürlich kann jeder Betroffene, Angehörige oder Interessierte direkt Kontakt mit dem Bündnis aufnehmen oder sich auf der Homepage www.depression-hsk.de informieren.