Bitcoin, Ripple und Co

Vor- und Nachteile von Kryptowährungen

Kryptowährungen sind in aller Munde. Allerspätestens seitdem bekannt wurde, dass ein 20-jähriger Schüler aus dem Sauerland Hardware zum Bitcoin-Schürfen im hohen fünfstelligen Bereich erwarb und damit auf die Nase fiel, gilt dies auch für unsere schöne Region im Osten Nordrhein-Westfalens. Preisen die einen das digitale Geld fast schon euphorisch als Währung der Zukunft, blicken die anderen eher kritisch auf die Entwicklung. Doch wo liegt die Wahrheit? Bitcoin, Ripple und Co. – hier kommen die wichtigsten Vor- und Nachteile von Kryptowährungen.

In Kryptowährungen steckt das Potenzial hoher Gewinne

Kryptowährungen haben mit schwankenden Preisen zu kämpfen, doch genau darin liegt eine Chance. Spekulanten hoffen auf positive Entwicklungen und enorme Wertsteigerungen, die vor allem beim Bitcoin – der Kryptowährung schlechthin bis jetzt – zu beobachten waren: Wer Anfang Juli 2013 lediglich 1000 Euro in Bitcoin investiert und 6 Jahre später wieder verkauft hätte, der wäre um knapp 200.000 Euro reicher gewesen. Es gibt viele weitere digitale Währungen wie XRP von Ripple, IOTA, Ether oder Litecoin, deren Marktkapitalisierung allerdings deutlich geringer ausfällt als die aktuell knapp 132 Mrd. Euro beim Bitcoin.

Die Anwendungsbereiche von Kryptowährungen weiten sich aus

Da von Verbraucherseite aus an Alternativen zum Sparbuch schon lange Interesse besteht, haben Spekulanten und Freunde attraktiver Geldanlagen auch heute noch Freude an digitalen Währungen. In der Anfangszeit um 2009 herum lag darin gar der eigentliche Wert von Kryptogeld. Mittlerweile bahnen sich Bitcoin und Co. ihren Weg als Zahlungsmittel im Internet, wo immer mehr Onlinecasinos und Shops auch Sauerländern ihr Go zum Bezahlen mit digitalen Währungen geben. Dabei handelt es sich noch um eher kleinere Anbieter, die größeren Unternehmen jedoch zeigen: Schaut her, es funktioniert.

Die Blockchain-Technologie als wichtiges Element der Dezentralisierung

Ob Volksbank Bigge-Lenne oder Sparkasse Hochsauerland: Mit Blick auf unser klassisches Geld fällt auf, dass Banken als zentrale Instanz fungieren. Im Grunde sind nur sie es, die den Geldfluss bestätigen können. Bei Kryptowährungen und der oftmals dahinterstehenden Blockchain-Technologie verhält es sich anders. Diese dezentral angelegte Datenbank gewährt zahlreichen Usern Einblick in sämtliche Transaktionen, die rund um die digitale Währung stattfinden. Manipulieren ist dadurch deutlich schwieriger als bei der klassischen Bank als einziger Instanz. Mehr über die Blockchain-Technologie sowie rund um das Thema Kryptogeld liefert die Wissensplattform Bitwiki.

Hochvolatil und (noch) alltagsuntauglich: Kryptowährungen haben auch Nachteile

Mit Kryptowährungen sind einige Nachteile verbunden. Da es sich um digitale Währungen handelt, sind jene stets vor Hackerattacken zu schützen. Zudem sind Kryptowährungen hochvolatil, was der Zusammenhang zwischen Google-Suchanfragen und dem Bitcoin-Preis beweist. Insbesondere Bitcoin flächendeckend zum Bezahlen zu nutzen, ist daher schwierig. Weiterhin müssen sich Kryptogeld-Besitzer um die Aufbewahrung Gedanken machen. Zugangsschlüssel und Wallets wie die Hardware Ledger Nano S haben sich dahingehend bewährt. Außerdem schwingt die Gefahr einer Spekulationsblase mit und auch die fehlende Absicherung gegen Verluste ist nicht zu vernachlässigen.

Fazit

Kryptowährungen galten lange als reines Spekulationsobjekt. Die Anwendungsbereiche für Bitcoin, IOTA und Co. nehmen jedoch zu, was insbesondere für Befürworter des digitalen Geldes ein deutliches Zeichen für dessen Zukunftsfähigkeit ist. Dennoch stehen Vorteilen wie dem hohen Gewinnpotenzial oder der Dezentralisierung Nachteile gegenüber – beispielsweise die hohe Volatilität und mögliche Angriffe durch Hacker.

Bild von annca auf Pixabay