„WIR ÜBERHOLEN UNS STÄNDIG SELBST“

Das Logistikunternehmen JUMA ist in nur drei Jahren zu einem weltweit tätigen Unternehmen herangewachsen

Marcel Malik, der das junge Unternehmen gemeinsam mit Julian Flashar leitet. Foto: Jürgen Eckert
Marcel Malik, der das junge Unternehmen gemeinsam mit Julian Flashar leitet. Foto: Jürgen Eckert

Das Logistikunternehmen JUMA ist in nur drei Jahren zu einem weltweit tätigen Unternehmen herangewachsen

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Es gibt sie, diese Unternehmen, bei denen man erst auf den zweiten Blick versteht, was sie eigentlich machen. „Bei uns rufen immer wieder Leute an, die einen LKW oder sowas brauchen. Aber wir sind keine Spedition! Wir sind ein Logistikunternehmen, das Transport- und Lagersysteme entwickelt – das ist etwas völlig anderes“, stellt Julian Flashar, einer der beiden Geschäftsführer der JUMA GmbH, klar.

WAS MACHT JUMA EIGENTLICH?

Ein Sauerländer weiß, dass sich eine Bierflasche am besten in einer Bierkiste transportieren lässt und zu Hause idealer Weise im Kühlschrank gelagert wird. Die Flasche hat sowohl beim Transport als auch im ‚Lager‘ einen festen Platz, um heile und sicher von A nach B zu kommen und um möglichst optimal gelagert zu werden. JUMA befasst sich seit 2016 im Grunde genau mit solchen Transport- und Lagersystemen, nur dass diese im Fall des Logistikunternehmens deutlich spezieller und meist größer sind als eine handelsübliche Bierkiste. „Unsere Kunden kommen in der Regel mit einem Produkt zu uns, für dessen Transport oder Lagerung ein besonderes System benötigt wird. Ein System, dass es in einem Katalog so nicht gibt. Wir verstehen uns grundsätzlich als Problemlöser und entwickeln Spezialsysteme, die einen beschädigungsfreien Transport beziehungsweise eine Lagerung mit optimaler Auslastung ermöglichen“, erklärt Marcel Malik, der das junge Unternehmen gemeinsam mit Julian Flashar leitet. „Bis ein Etikett beispielsweise auf einer Bierflasche klebt, hat es schon mindestens zwei Transportwege und eine kleine Typveränderung hinter sich. In Form einer sehr großen Papierrolle geht es zunächst zum Bedrucken und dann in die entsprechende Brauerei, in der es zurechtgeschnitten und an der jeweiligen Flasche angebracht wird. Damit die großen Papierrollen transportiert und gelagert werden können, sind besondere Systeme notwendig, die wir entwickeln und fertigen. Solche Papierrollen haben schnell einen Durchmesser von einem Meter und wiegen bei einer Breite von zwei Metern gerne mal zwei Tonnen. Je nach Produkt ist das natürlich sehr unterschiedlich“, ergänzt Julian Flashar aus Meschede.

PARTNER AUS ALLER WELT

„Wir bedienen die komplette Industrie und arbeiten mit Partnern aus der ganzen Welt zusammen. Wir haben mit der Bau-, Textil- und Automobilbranche, aber auch mit der Luft- und Raumfahrt zu tun. Das ist sehr abwechslungsreich und immer wieder spannend“, erklärt Marcel Malik. Die vielen unterschiedlichen Partner und Produkte bringen häufig neue Anforderungen mit sich, weshalb das Unternehmen Logistik immer wieder neu verstehen will und muss: „Die Reifen von Flugzeugen zum Beispiel müssen nach drei bis vier Starts und Landungen demontiert, kontrolliert und gegebenenfalls repariert werden. Dazu müssen sie transportiert und auch gelagert werden. Diese Rädergestelle kommen beispielsweise von uns“, erklären die JUMA-Geschäftsführer, die die Transportsysteme für die deutsche Airline in ihrem Betrieb selbst fertigen und in die ganze Welt ausliefern.

OUTSOURCING ALS GROßE CHANCE

Der Kundenstamm des Logistikunternehmens ist schnell sehr groß geworden, was auch an der Arbeitsweise anderer Unternehmen liegt: „Viele Firmen setzen auf Outsourcing. Früher wurde zum Beispiel ein Auto in einem einzigen Werk gebaut. Heute werden die Türen, die Motoren und viele Kleinteile in verschiedenen Subunternehmen hergestellt und im Hauptwerk nur noch zusammengesetzt“, erklärt Marcel Malik. „Trotzdem sollen die Teile möglichst nicht lange gelagert werden, sondern nach Bestellung binnen weniger Stunden zur Verfügung stehen. Diese Arbeitsweise fordert viele Ladungsträger“, weiß der 40-Jährige Betriebswirt, dem der direkte Kontakt zu seinen Kunden wichtig ist.

DER GLANZ DER INNOVATIONEN

„Wir wollen durch Innovationen glänzen“, sagt Julian Flashar als er von dem Erfolgsrezept seines Unternehmens spricht. „Wir verstehen uns nicht als Zulieferer, sondern als Partner und arbeiten entsprechend eng mit unseren Kunden zusammen. Die eigene Fertigung haben wir gebaut, um so flexibel wie möglich sein zu können. Wenn Du Deinem Kunden gut und schnell helfen möchtest, dann musst Du unabhängig sein“, führt der Industriekaufmann fort. Auch wenn Stahl der Hauptwerkstoff des Betriebes ist, wissen Julian Flashar und Marcel Malik, dass ihre Mitarbeiter ihr größtes Kapital sind. „Wir haben ganz flache Hierarchien. Jeder kann kommen und sich einbringen. Nur ein Mitarbeiter, der gerne ins Büro fährt, bringt uns weiter. Alleine geht’s nicht, das ist uns völlig klar“, erklären die Unternehmensgründer, die auf Nachhaltigkeit setzen und dafür auf ihre private finanzielle Maxime verzichten. „Wir sind eindeutig auf Wachstum ausgerichtet und investitionsfreudig. Wir wollen etwas für die Zukunft aufbauen und nachhaltig denken: Auch wenn wir noch ein sehr junges Unternehmen sind, bringen wir Dank sorgfältig ausgewählter Mitarbeiter viel Erfahrung und Know-how mit“, erklärt Marcel Malik, der gemeinsam mit Julian Flashar ausschließlich Mitarbeiter aus der Branche eingestellt hat und sich auf das, was in der Zukunft kommt, freut.

DER SPRUNG INS KALTE WASSER

An die Anfänge des Unternehmens erinnern sich die beiden Sauerländer gerne, auch wenn der Weg zunächst steinig war. „Wenn Du den Berg einer Unternehmensgründung hinaufgestiegen bist, fällt Dir oben auf, dass der Sprung hinunter ins kalte Wasser viel schwieriger ist als der Aufstieg selbst“, erzählt Marcel Malik. Der Geschäftsführer des Logistikunternehmens spricht von dem Moment, in dem er gemeinsam mit Julian Flashar kurz vor der Gründung des eigenen Unternehmens stand und die Kündigung für seinen alten Arbeitgeber in den Händen hielt. „Mein damaliger Job war in Stein gemeißelt. Ich habe 18 Jahre lang für meinen vorherigen und bis dahin einzigen Arbeitgeber gearbeitet. Der Schritt ist Julian und mir zu dem Zeitpunkt nicht leicht gefallen. Im Nachhinein haben wir aber definitiv alles richtig gemacht“, sagt Marcel Malik, der schon seit 15 Jahren mit Julian Flashar zusammenarbeitet.

DER SCHNELLE ERFOLG SORGTE MEHRFACH FÜR PLATZMANGEL

Der Erfolg von JUMA gibt den Unternehmern Recht und hat sich viel schneller als erwartet eingestellt. „Laut Businessplan wollten wir nach zwei Jahren einen weiteren Mitarbeiter einstellen und eine eigene Fertigung aufbauen. Geschafft hatten wir das bereits nach zwei Monaten – unsere eigene Fertigung stand und der erste Mitarbeiter war eingestellt. Das ging alles wahnsinnig schnell“, erinnert sich Marcel Malik. „Wir überholen uns bis heute ständig selbst“, ergänzt Julian Flashar. Die angemieteten Fertigungshallen von zunächst 200 und dann von 400 Quadratmetern waren genau wie das Büro schnell zu klein. „Im privaten Anbau saßen wir bis vor ein paar Wochen mit fünf Mitarbeitern zusammen in einem Büro von 30 Quadratmetern und kamen uns dabei oft wie Hühner in Legebatterien vor. Wenn einer krank war, war zwei Wochen später das ganze Büro krank“, erzählt der 34-Jährige weiter.

DER TRAUM VON DEN EIGENEN VIER WÄNDEN

Die rasante Entwicklung von JUMA und die damit verbundenen Umzüge innerhalb kürzester Zeit ließen die jungen Unternehmer von den eigenen vier Wänden träumen. „Eigentlich war das nur ein Scherzgedanke. Wir hätten nie gedacht, dass wir unsere eigene Fertigungshalle inklusive Büro nach so kurzer Zeit bauen könnten. Beim Stammtisch habe ich einem Kollegen, der bei der Bank arbeitet, relativ spontan gesagt, dass Julian und ich eine eigene Halle bauen wollen und wir mal sprechen müssten. Dieser Freund hat uns direkt seine Hilfe und Unterstützung zugesichert, womit der Samen des JUMA-Baus gesät war“, erzählt Marcel Malik, der dafür bis heute genau wie Julian Flashar sehr dankbar ist. Mit einem akribisch ausgearbeitetem Businessplan und etwas Mut in der Tasche hat’s dann funktioniert: „Wir haben seit Juni 2019 unsere eigene Fertigungshalle von 1200 Quadratmeter, ein 400 Quadratmeter-Büro und können die Halle noch einmal um weitere 1000 Quadratmeter erweitern“, erklärt Julian Flashar, der die Umzugsreihe von JUMA damit beenden möchte und sich gemeinsam mit seinem Partner Marcel Malik mittlerweile an das Tempo auf der Überholspur gewöhnt hat.

Juma
Auf dem Bruch 7
59872 Meschede
Tel.: 0291 130791-0
info@juma-logistik.de
www.juma-logistik.de

TEXT: Inga Bremenkamp, FOTOS: Jürgen Eckert

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Das Logistikunternehmen JUMA ist in nur drei Jahren zu einem weltweit tätigen Unternehmen herangewachsen
Marcel Malik, der das junge Unternehmen gemeinsam mit Julian Flashar leitet