5 Fragen auf der WOLL-Bank – Ramona Plett

Von Kerstin Thielemeier

Ramona Plett ist eine Powerfrau, wie sie im Buche steht. Mit uns spricht sie über ihr leidenschaftliches Hobby, den Radsport. Dabei ist sie aber nicht nur alleine unterwegs: Mit zwei Mannschaften „erfährt“ sie Spitzen-Team-Leistungen. Wie sie den Leistungssport und ihren Full-Time-Job in Schmallenberg unter einen Hut bekommt, verrät sie uns in ihren Antworten auf fünf Fragen auf der WOLL Bank.

WOLL: Du wirkst sehr zart. Aber wer dich kennt, weiß, dass du eine echte Rakete bist. Entwickelt man als begeisterte Mountainbike- und Rennradfahrerin automatisch Ehrgeiz, Ausdauer und Leidenschaft für diese Sache? Und dein Mountainbike und deine beiden Rennräder sind zusammen etwa 11.000 Euro wert. Ein Auto wäre wesentlich günstiger.
Ramona: Das Wort Leidenschaft verbinde ich definitiv mit dem Radfahren. Wenn ich auf einem meiner Räder sitze, bin ich glücklich. Ehrgeiz und Ausdauer sind über die vielen Jahre gewachsen. Schon im Studium habe ich gemerkt, wie schnell ich den Kopf frei bekomme, wenn ich in der Natur unterwegs bin. Volle Konzentration und los geht´s. Das ist eigentlich bis heute geblieben. Ja, mein Hobby ist nicht ganz billig, aber ich fahre viel lieber Fahrrad als Auto.

WOLL: Du hast deinen Master in Sporttourismus und Erholungsmanagement an der Sporthochschule in Köln abgeschlossen. Hast du mal in Erwägung gezogen, Radsportprofi zu werden?
Ramona: Ja und nein. Ich bin 29 Jahre alt und damit eigentlich schon zu alt für eine Profikarriere. Vor sieben Jahren bin ich mein erstes Mountainbike(MTB)-Rennen gefahren und seit 2014 habe ich zusätzlich das Rennradfahren entdeckt. Für meine Verhältnisse bin ich ein kleiner Profi, denn ich fahre für das „Schmallenberger Sauerland“, diese Gruppe habe ich ins Leben gerufen, und im Team „Sauerland Jedermann“. Aber hauptberuflich? Nein. Obwohl ich jede freie Minute nutze, um meine sportliche Leistung auf dem Rad zu verbessern. Ob am Wochenende oder im Urlaub – ohne meine Räder geht nichts. Dazu muss ich sagen, dass meine Eltern echt starke Partner sind. Sie unterstützen mich, wo sie nur können. Auch sie lieben mein Hobby.

WOLL: Schaut man sich die Liste deiner gewonnenen Rennen an, ob allein oder im Team, dann stellt man fest, dass du schon sehr beachtliche Plätze belegt hast: MTBRennen,
Marathon Mittelstrecke im Sauerland, 24h-Rennen Duisburg, Trainingslager auf Mallorca mit den ganz Großen aus der Radsportszene und und und. Was möchtest du noch erreichen?
Ramona: Radfahren macht süchtig. Das gebe ich gerne zu. Als gebürtige Meschederin liebe ich das Sauerland. Ideale Voraussetzungen sind hier gegeben. Was beziehungsweise wen ich noch erreichen will? Mehr Sportler oder die, die es werden wollen, für mein Hobby begeistern. Außerdem bin ich ein absoluter Fan der Langstrecke. Deshalb stehen Touren in den Alpen, Vogesen und Dolomiten noch auf meinem Wunschzettel.

WOLL: Du bist beruflich stark eingebunden. Deine umfangreichen Aufgaben betreffen Events der Stadt Schmallenberg, den Tourismus und den Verkehrsverein der Stadt.
Ramona: Seit 2018 habe ich eine Art Sekretariatsstelle mit einem Büro im Schmallenberger Sauerland Tourismus in Schmallenberg. Hier bilde ich die Schnittstelle oder besser einen zentralen Anlaufplatz für alles, was anfällt. Zum Beispiel Schmallenberger Woche, Deutscher Wandertag, Stadtjubiläum – um nur einige aktuelle Arbeitsfelder zu nennen. Die Kommunikation mit den einzelnen Arbeitskreisen und jeweiligen Beteiligten sowie der projektbezogene Schriftverkehr werden unter anderem tagesaktuell abgewickelt. Aber das findet im Team statt, genau wie beim Radfahren. Selbstverständlich sehe ich bei meiner Arbeit eine Parallele zum Sport. Wenn jeder am Prozess Beteiligte alles gibt, kann das zu brillanten Ergebnissen führen. Und durch mein Hobby kann ich immer wieder Kraft schöpfen, um im Beruf ein zuverlässiger Teamplayer zu sein.

WOLL: Liebe Ramona, bei fünf Fragen auf der WOLL Bank drängt sich folgende letzte Frage auf: Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Ramona: Auf dem Rad, das steht fest – auf jeden Fall. In fünf Jahren ist mein Netzwerk gewachsen, hoffe ich, sodass ich beruflich einiges besser machen kann und vieles leichter von der Hand geht. Aller Anfang ist eben schwer. Aber ich muss auch ehrlicherweise sagen: Die Menschen, die ich durch mein berufliches Umfeld kennenlernen durfte, sind echt alle sehr hilfsbereit und kollegial. Das macht schon Laune, in und für Schmallenberg zu arbeiten. Ich liebe das Sauerland, die Leute und alles, was damit zu tun hat. Das wird sich auch in fünf Jahren nicht geändert haben.