Landrat Dr. Karl Schneider verlieh Herbert Somplatzki in einer Feierstunde im Museum Holthausen das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Eine besondere Auszeichnung konnte heute im Westfälischen Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen verliehen werden.
„Für seine überragende kulturpolitische und literarische Arbeit, sein ehrenamtliches Engagement bei der Initiierung und Durchführung von kulturellen und sozialen Projekten sowie bei der Völkerverständigung in Europa“ bekam Herbert Somplatzki jetzt das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

 

Herbert Somplatzki (links) mit Landrat Dr. Schneider und Ehefrau

Geboren in den Masuren kam er im Alter von zwölf Jahren nach Westdeutschland, arbeitete zuerst einige Jahre unter Tage bevor er auf dem zweiten Bildungsweg Sport und anschließend musische Bildung und Medienerziehung studierte. Er war stets weltoffen und kulturinteressiert. Das Kulturgut Buch lag ihm besonders am Herzen, aber auch für die deutsch-polnische Beziehung hat er sich immer in hohem Maße eingesetzt. Sein vielseitiges Engagement und seine künstlerischen und litararischen Fähigkeiten haben ihm zahlreiche Auszeichnungen eingebracht. Zwischen den Regionen Masuren und Sauerland hat er immer wieder Literaturaustausche organisiert, auch eigene Ausstellungen hat er organisiert. Sein Einsatz um die Aussöhnung Polens und Deutschlands brachten ihm nicht nur in Deutschland, sondern auch in Polen eine hohe Anerkennung.
Seit 1998 lebt Herbert Somplatzki mit seiner Ehefrau in Schmallenberg und sein großes ehrenamtliche Engagement in einigen literarischen Gesellschaften ist ein wichtiger Beitrag zu einem funktionierenden, kulturellen Leben. Bürgermeister Bernhard Halbe betonte: „Sie sind ein Bürger, wie man ihn sich wünscht“.
Als Zeitzeuge, Schriftsteller und Vermittler deutsch-polnischer Beziehungen hat sich Herbert Somplatzki verdient gemacht und viel in Bewegung gesetzt. In der Ordensbegründung von Landrat Dr. Karl Schneider und der Laudatio von Prof. Dr. Wolfgang Schlott, vorgetragen von Gabriele Wartberg-Friedrichs von der Christine-Koch-Gesellschaft, wurde dies einmal mehr deutlich.