„Hier fühlt man sich bestens betreut“

Gemütliches Ambiente und stillvolle Einrichtung in der Tagespflege St. Alexander.

Wie ein Tag in der Tagespflege St. Alexander aussieht

Von Carla Wengeler

Im März dieses Jahres habe ich als Volontärin beim WOLL-Magazin die neue Tagespflege St. Alexander in Schmallenberg besucht. Nach einigen Wochen interessierte es mich, einmal persönlich zu erleben, wie die Tagespflege in St. Alexander abläuft. Im Mai habe ich mich für einen Tag unter die Mitarbeiter und Tagesbesucher gemischt.

Der Tag beginnt mit einem leckeren Frühstück
Bei meinem Eintreffen um kurz vor acht sitzt bereits der erste Gast, Rudi Pinn aus der anliegenden Residenz Alexander, am Frühstückstisch. Er hat quasi Heimvorteil und nutzt hier gerne das Gesellschaftsangebot. „Bei dem Personal fühlt man sich bestens betreut“, verrät er mir sofort. Nach und nach, bis
halb zehn, treffen dann auch die anderen drei Tagesgäste ein. Momentan gibt es insgesamt zehn Senioren und Seniorinnen, die das Betreuungsangebot der Caritas Altenhilfe nutzen. Die Gäste können individuell bestimmen, wie oft und an welchen Tagen sie kommen möchten. Die insgesamt 18 Betreuungsplätze
pro Tag sind momentan noch nicht ausgelastet. Während des Frühstücks wird besprochen, was heute auf der Tagesordnung steht. Ein Friseurbesuch von Herrn Pinn zum Beispiel, oder Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür, um die sich die Damen kümmern. Schnell finden sich zwischen den Besuchern gemeinsame Gesprächsthemen: die besten Rollatoren, die Gesundheit oder auch die Angehörigen.

Gemeinsam statt einsam
Gerade hier im Sauerland ist die Welt schon mal sehr klein, und so kann es sein, dass die Nachbarin, ein Verwandter oder jemand aus dem Dorf zufällig am gleichen Tag die Tagespflege besucht. Waltraud Weiß und Auguste Mues haben fast zeitgleich in derselben Straße gebaut, Kinder großgezogen und
besuchen nun beide die Schmallenberger Tagespflege. Die beiden unterhalten sich über Gartengestaltung und besprechen Rezepte. Gemeinsame Erinnerungen an vergangene Ereignisse stärken die familiäre Atmosphäre. „Ich musste mich erst trauen“, gesteht Frau Mues, für die der Schritt von Einsam- auf Gemeinsamkeit ein größerer war. Bereut hat sie ihn auf keinen Fall und sie sagt sogar: „Ein bisschen mehr könnte hier ruhig noch los sein.“

Verlockender Erdbeerboden.

Abwechslungsreicher Tagesablauf
Da es bis zum Mittagessen noch etwas hin ist, haben wir Zeit, Dekoration für den Tag der offenen Tür zu basteln. Unter der Anleitung von Pflegefachkraft Melanie Zimmermann schneiden Auguste Mues, Waltraud Weiß und ich Muster aus buntem Pappkarton und kleben diese zu schönen Blumen zusammen. Mit freundlichen Gesichtern bemalt werden diese an die Türen in der Tagespflegeeinrichtung geklebt. Um zwölf Uhr finden wir uns alle am Mittagstisch ein, um gemeinsam zu essen. Heute gibt es Hackbraten mit Kartoffeln und Blumenkohl, der vom Seniorencentrum St. Raphael geliefert wird. Nach dem Mittagessen folgt die Mittagsruhe bis 14:30 Uhr, in der die Gäste lesen, Fernsehen gucken oder auch einfach einen kleinen Mittagsschlaf im Ruheraum halten können. Da von Anette Hennecke, einer weiteren Pflegefachkraft, liebevoll ein Erdbeerboden für den Nachmittagskaffee zu-
bereitet wurde, fällt die Mittagspause ein wenig kürzer aus. Rudi Pinn hat dafür extra einen Sessel im Aufenthaltsraum bezogen, damit ihm der Kuchen auf keinen Fall entgeht. In einer letzten gemeinsamen Runde nach der Kaffeezeit
wird der Aufenthalt in der Tagespflege mit Singen, einem Spiel oder Rätseln beendet. Hier überrascht mich Antonius Grothoff, ein sonst eher stiller Gast, der allein noch mal zu einem „Alle Vögel sind schon da“ ansetzt, während die
anderen Gäste abgeholt werden.

Wohlfühlatmosphäre

Beim Basteln.

Und wie sieht nach meinem Tag in der Tagespflege mein Fazit aus? Mir gefällt besonders die familiäre Atmosphäre, in der sich die Gäste auch gegenseitig animieren können. Sie kommen untereinander ins Gespräch und können sich
über das austauschen, was sie beschäftigt. Die Mitarbeiter der Tagespflege sorgen mit ihrem professionellen und herzlichen Umgang für eine Anlaufstelle, in der sich die Senioren wohlfühlen können. Sämtliche Vorzüge wie die Entlastung der Angehörigen oder die qualitative Betreuung sind es wert, die eigenen vier Wände tagsüber auch manchmal zu verlassen, um in Gemeinschaft zusammenzukommen. Die Senioren haben mit der Tagespflegeeinrichtung einen sozialen Treffpunkt, der ihnen auch Halt gibt.

Möchten Sie die Tagespflege St. Alexander persönlich kennenlernen?
Melden Sie sich bei Interesse gerne bei der Leitung der Tagespflege, Petra Henke, unter der Nummer 02972 9701140. Ab Pflegestufe zwei können Senioren dort Gemeinschaft erleben, die ihner Lebensqualität erhöht.