🖊️ 📷 Walter Eilhard

Romantisch von Nebel umhüllt, darf Schloss­Mülheim seit Kurzem von einer besseren Zukunft träumen, während das Schicksal der mächtigen Außenmauern – noch im Eigentum der alten Besitzergruppe – weiterhin ungewiss ist. Von diesen Eigentümern war auch nicht die geringste Hilfe zu erwarten, als das weiße Bruchstein­Mauerwerk an der Südseite gefährliche Risse zeigte und einzustürzen drohte.

Um die Gefahr für Menschen, aber auch für die Mauer selbst – die anders wohl nie wieder in alter Schönheit neu erstanden wäre – abzuwenden, musste die Stadt Warstein einspringen: Statt aufwendiger Stützkonstruktionen lehnte sie zwei hochgefüllte große Container gegen die am schwersten gefährdete Mauerstelle. Zur Rettung kam es dann auf der Innenseite, wo in einem tief ausgeschachteten Graben eine parallele Betonmauer hochwuchs. Diese hält nun mit 21 außen auffällig heraustretenden Mauerankern den besonders gefährdeten Bereich, was hoffentlich der ganzen Mauer Stabilität verleiht. In diesem Jahr stehen übrigens die Zwangsversteigerungen der Grundstücke und des Erbbaurechts für die Rentei an.