Wie der Name schon sagt

Heinz Rudolf Kunze kommt im Juni nach Brilon. (Foto: Martin Huch)

Heinz Rudolf Kunze am 12. Juni in Brilon

Nicht nur das Publikum steht schon in den Startlöchern, auch Heinz Rudolf Kunze hegt schon große Vorfreude auf seinen Auftritt am 12. Juni um 20 Uhr im Bürgerzentrum Kolpinghaus in Brilon. Er feierte seinen größten Single-Erfolg im Jahr 1985 mit „Dein ist mein ganzes Herz“. Darüber hinaus veröffentlichte er weit über 1700 literarische Texte. WOLL hat vorab mit dem Künstler über sein aktuelles Soloprogramm gesprochen.

WOLL: Wie groß ist die Vorfreude auf Ihren Auftritt in Brilon?
Heinz Rudolf Kunze: Groß! Das erste Mal an einem neuen Ort aufzutreten ist immer spannend. Neue Leute kommen dann zu den Konzerten, die man erobern kann, da sie noch keine genauen Erwartungen an mich und an das Programm haben.

WOLL: Wie lief die Auswahl des Solo-Programms ab?
Heinz Rudolf Kunze: Ich würde es als einen organischen Wandel beziehungsweise als den Häutungsprozess einer Schlange beschreiben. Mit 38 Alben, vom Anfang bis zum Ende, ist alles möglich. Gerade als Solokünstler kann man hervorragend auf spontane Situationen reagieren. Auch wenn das Programm fest steht, habe ich immer ein paar offene Optionen was einzelne Stücke angeht.

WOLL: War es eine bewusste Entscheidung, Solo in den kleinen Städten aufzutreten?
Heinz Rudolf Kunze: Nein, keine direkte Entscheidung. Es ist solo halt ökonomisch machbarer, in kleineren Locations aufzutreten. Mit der Band war ich zuvor auf großer Deutschlandtournee.

WOLL: Was inspiriert Sie dazu, Musik zu machen oder zu schreiben?
Heinz Rudolf Kunze: Das kommt einfach. Meine Antennen fangen auf, was da draußen herumspukt. Meistens beginnt es mit einem Satz, um den herum sich alle Puzzlestücke zusammensetzen. Inspiriert werde ich dabei von allem Möglichen. Wenn ich draußen bin, oder auch durch Medien wie Bücher. Ich kann auch überall schreiben, da ich viel unterwegs bin. Da wird mal die Zeit auf dem Beifahrersitz oder während des Wartens genutzt, um zu schreiben.

Das Solo-Programm trägt den Titel „Wie der Name schon sagt“. (Foto: Martin Huch)

WOLL: Wie würden Sie Ihr Programm selbst beschreiben?
Heinz Rudolf Kunze: Ich selbst sehe es als eine Mischung zwischen Bruce Springsteen live on Broadway und der Harald Schmidt Show. Es ist eine One-Man-Show mit Musik und fiktiven literarischen Texten.

WOLL dankt Heinz Rudolf Kunze für das Interview und freut sich auf das Konzert am 12. Juni. Tickets gibt es noch online unter Eventim und Reservix, aber auch bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Heinz Rudolf Kunze – Wie der Name schon sagt
12.06.2019 um 20 Uhr
im Bürgerzentrum Kolpinghaus in Brilon