Die Vertreter der Volksbank Reiste-Eslohe stimmten am gestrigen Donnerstagabend ohne Gegenstimme und Enthalung für eine gemeinsame Zukunft der drei kleinen Genossenschaftsbanken im Hochsauerland. Damit ist der Weg frei für das genossenschaftliche Verbundmodell der Volksbank Reiste-Eslohe, der Volksbank Marsberg und der Spar- und Darlehenskasse Oeventrop. Gemeinsam firmieren sie in Zukunft unter dem Namen VOLKSBANK IM HOCHSAUERLAND.

Der Zusammenschluss erfolgt rückwirkend zum 1. Januar 2019. Die technische Zusammenführung ist für Mitte September terminiert. Die neue VOLKSBANK IM HOCHSAUERLAND agiert dann in drei Teilmärkten des Hochsauerlandkreises mit einer Bilanzsumme von rund 570 Millionenen Euro und wird von über 18.000 Mitgliedern getragen. Die Banken werden ihren bisherigen Namen im Zusatz als Zweigniederlassung führen. „Wir haben den großen Vorteil, dass wir uns über die bestehende Kooperation seit über fünf Jahren bereits sehr gut abstimmen konnten. So haben wir zum Beispiel Arbeitsabläufe und Schulungen gemeinsam gestaltet. Dieser Zusammenschluss ist auch eine logische Konsequenz daraus“, betonte Vorstandsmitglied Dirk Schulte. Nach Aussagen des Vorstandsmitgliedes Dr. Stefan Eckhardt wird sich der Bankenmarkt weiter stark verändern: „Stillstand schadet – wir müssen Entscheidungen für unsere Bank treffen und die deutlichen Kostensynergien aus der Fusion dazu nutzen, unsere Bank weiter zukunftsfähig aufzustellen.“

Nach 42 Jahren wieder eine Fusion

Es war die 42. Vertreterversammlung der Volksbank Reiste-Eslohe, die nun stattfand. Denn genau vor 42 Jahren hatten sich die Volksbank Reiste und die Spar- und Darlehenskasse Eslohe zur damals neuen Volksbank Reiste-Eslohe zusammengeschlossen. Zufall oder nicht, stolz berichtete Vorstand Dirk Schulte, dass auch in diesem Jahr wieder Spendengelder aus dem Gewinnsparen in der Höhe von 42.000 Euro verteilt werden konnten.

Bevor es dann anschließend zur Beschlussfassung über die Fusion kam, berichtete der Vorstand noch ausführlich über das abgelaufene Geschäftsjahr 2018. Die ernüchternde Ertragslage bereitet nicht nur den Genossenschaftsbanken große Sorge. „Die Ertragslage nimmt weiter ab, wir wir im originären Zinsgeschäft unter diesen widrigen Bedingungen weiter Abstriche machen mussten. Und die Hoffnung auf eine baldige Änderung am Zinsmarkt haben wir leider nicht“, so Dirk Schulte. Die anderen Ergebniszahlen lagen im Rahmen der Planungen und so kann auch wieder eine Dividende von 4 & an die Mitglieder der Bank ausgeschüttet werden.

Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat

Im Rahmen des Zusammenschlusses werden sich auch die Organe der Bank neu aufstellen. Vertriebsvorstände bei der neuen VOLKSBANK IM SAUERLAND bleiben Dirk Schulte für die Marktbereiche Reiste-Eslohe und Oeventrop sowie Dirk Lüddecke für Marsberg. Dr. Stefan Eckhardt verantwortet die Steuerungsbank und Jochen Zöllner aus Marsberg die Produktionsbank. Mario Tiemann aus Oeventrop wird Generalbevollmächtigter. Sein Kollege Manfred Hüttemann geht zum Jahresende in den Ruhestand. Der Aufsichtsrat wird mit 16 bestehenden Mitgliedern starten und sich bis 2021 auf 12 Mitglieder reduzieren. Für den Bereich Reiste-Eslohe wurden der stellvertretende Vorsitzende Theo Bremke aus Eslohe sowie Christian Pieper aus Sögtrop für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

Das neue Führungsgremium der VOLKSBANK IM HOCHSAUERLAND blickt erwartungsvoll in die Zukunft. Einigkeit macht stark.

Zum Ende des Jahres wird zudem eine neue Vertreterschaft gewählt. In der neuen Bank werden dann insgesamt 143 Vertreter einmal im Jahr ihr Votum abgeben. Die 92 Vertreter am gestrigen Abend waren bei allen ihren Abstimmungen zu 100 % einer Meinung, was die Vertreter aus Oeventrop und Marsberg ein wenig überraschte und die sich auf die Zusammenarbeit in der neuen Vertreterversammlung mit Sauerländern aus drei Regionen freuten. Somit wird die Zusammenschluss der drei Banken im Hochsauerlandkreis auch zu neuen Begegnungen und Sichtweisen über Ortsgrenzen hinaus führen. Jedenfalls war eine gewisse Freude und hoffnungsvolle Erwartung für die zukünftige Zusammenarbeit zu spüren. Die große Einstimmigkeit an diesem Abend kann somit ein gutes Zeichen für die neue VOLKSBANK IM HOCHSAUERLAND sein. (hh)

 

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