Neue Wege einschlagen

Projekt #G.A.S.T. geht mit Elan in das neue Jahr

Elke Spaller, verantwortliche Koordinatorin des Projektes #G.A.S.T., äußert sich zu den bisherigen Schritten und Maßnahmen sowie den Aussichten für das Projekt im Jahr 2019.

WOLL: Mit dem Projekt #G.A.S.T., was für „Gerne arbeiten im Schmallenberger Tourismus“ steht, wurden neue Wege bei der Gewinnung von Fachkräften für die Berufe im Tourismus und in der Gastronomie eingeschlagen. Was wurde in den ersten acht Monaten (das Projekt startete im Mai 2018) schon erreicht?
Elke Spaller: Das Projekt ist im Juli mit einer sehr medienwirksamen Auftaktveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Von den zahlreichen Maßnahmen und Schritten, die seitdem eingeleitet wurden, sei hier beispielhaft die Durchführung der Bedarfsanalyse in Zusammen arbeit mit der FH Meschede genannt, durch die wir wertvolle Hinweise und Informationen für den weiteren Projektverlauf erhalten haben. Anfang Dezember werden die ausführlichen Ergebnisberichte vorliegen, die dann im neuen Jahr in Form eines Booklets an die Betriebe und Mitarbeiter verteilt werden. Ein wichtiger Schritt zur Nachwuchsgewinnung war die erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung „Gastro macht Schule“ in der Christine-Koch-Hauptschule. Für 2019 erarbeiten wir ein Konzept für eine kleine Veranstaltungsreihe, um weitere Betriebe und Schulen miteinbinden zu können. Ebenfalls wichtig für unsere Betriebe ist die eingegangene Kooperation mit der Karriereplattform karriere-suedwestfalen.de. Diese ermöglicht ihnen für 2019 die Präsentation des Unternehmens und das Schalten von Stellenanzeigen auf der Plattform, ohne eigene Vertragsverpflichtungen und Kostenbeteiligung. Hier möchten wir ganz konkret im Bereich der Personalsuche Hilfestellung leisten.

WOLL: Welche Aktivitäten sind für das kommende Jahr geplant?
Elke Spaller: Im kommenden Jahr haben derzeit drei Maßnahmen oberste Priorität. Das ist zum einen die Umsetzung und Einführung der GastroCard, ein Vorteils- und Rabattsystem für Mitarbeiter in der Gastronomie-Branche. Das Thema Weiterbildung und Qualifikation ist ebenfalls ein wichtiger Themenschwerpunkt im Jahr 2019. Derzeit planen und gestalten wir eine umfangreiche Workshopreihe für Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit verschiedenen Themenschwerpunkten. Und dazu werden wir sicherlich weitere Anstrengungen zur Nachwuchsgewinnung mittels der Veranstaltung „Gastro macht Schule“ in Schulen in Schmallenberg und Eslohe durchführen. Weitere Schritte und Maßnahmen sind vorgesehen, die im Laufe des Projektzeitraums noch priorisiert werden.

WOLL: Was könnten die Betriebe in der Gastronomie und im Tourismus tun, um die Ausbildungsberufe in dieser Branche noch interessanter zu machen?
Elke Spaller: Hier gibt es viele Ideen und Möglichkeiten. Diese reichen von freier Kost und Logis für die Auszubildenden, einem Azubi-Austausch unter den Betrieben, um auch „über den Tellerrand zu schauen“, bis zu Fort- und Weiterbildungsangeboten, die über die reinen Ausbildungsinhalte hinausgehen. Alle beteiligten Betriebe stimmen darin überein, dass den jungen Menschen heute ein Mehrwert, ein besonderer Anreiz geboten werden muss. Herausragende Leistungen während der Ausbildung sollten außerdem honoriert werden. Auch hier gehen die Ideen und Vorschläge in alle Richtungen. Dazu zählen zum Beispiel die kostenlose Nutzung der hauseigenen Angebote wie Wellness oder Fitness oder auch so etwas wie die zeitweilige Bereitstellung eines Firmenwagens. Diese Anreize sind für junge Menschen durchaus von Bedeutung, wenn sie sich für eine Branche oder einen Ausbildungsbetrieb entscheiden.

Das Projekt #G.A.S.T. gehört zu den TOP 5 Nominierungen für den diesjährigen Sparkassen-Tourismuspreis Westfalen-Lippe. Am 14. Dezember 2018 werden Sieger und Platzierte in Dortmund bekannt gegeben. In diesem Zusammenhang wird gerade ein Imagefilm für das Projekt gedreht, der im Rahmen der Preisverleihung vorgestellt wird.