Sauerländer Tagesmütter lernen Babyzeichensprache

Die Babyzeichensprache wurde in den 1980er Jahren in den USA als vereinfachte Form der Gebärdensprache entwickelt. Wissenschaftler hatten festgestellt, dass hörende Kinder von hörgeschädigten Eltern weitaus früher in der Lage waren zu kommunizieren als Kinder ohne hörgeschädigten Elternteil. In den USA und auch in England und Skandinavien hat sich die Babyzeichensprache bereits etabliert. In Deutschland ist das Thema noch neu.

16 Tagesmütter aus Meschede, Hallenberg, Schmallenberg, Brilon und Eslohe nahmen nun beim Tagesmütterverein in Meschede an einem Fachseminar über Babyzeichensprache teil.
Hierbei geht es darum, den Kindern beizubringen, Handzeichen nachzuahmen. Viele Zeichen machen Eltern und Betreuer ohnehin schon, etwa das Winken beim „winke-winke“ oder den Finger vor den Mund legen, wenn sie „leise“ sagen, auf etwas mit dem Finger zeigen oder jemanden heranwinken. Alles Gesten, die das Kind in der Regel schon deutlich früher beherrscht als die entsprechenden Worte dazu, da sich die Motorik der Hände schneller entwickelt. Bei allen neuen Zeichen ist aber wichtig, dass sie die Sprache nicht ersetzen, sondern parallel zur Sprache genutzt werden. Meist lernen die Kinder das Sprechen so schneller. Mit der Sprache verliert sich das Handzeichen dann meist von alleine.

Gerade Tagesmüttern können Babyzeichen den Alltag erleichtern. Deswegen lernten die Teilnehmerinnen schon im ersten Teil des Seminars 50 Zeichen, die sie in den darauffolgenden zwei Wochen im Alltag ausprobieren sollten. Und dort zeichneten sich schnell erste Erfolge ab. Ein weiteres Babyzeichenspracheseminar ist für das Frühjahr in Planung.

Auch interessierte Eltern haben die Möglichkeit, die Babyzeichensprache in einem dreistündigen Workshop zu erlernen, genauso wie bei Eltern-Kind-Kursen. Nähere Informationen gibt es unter www.babyzeichensprache.com oder bei Mareike Dorda: 02934 688.