Neuer Arbeitsbereich für Menschen mit schwerstmehrfachen Behinderungen

Foto: Heidi Bücker

von Heike Schulte-Belke

Sie sind hell und freundlich gestaltet, übersichtlich eingerichtet und mit allem ausgestattet, was für diesen Arbeitsbereich erforderlich ist: Die neuen Räume des Sozialwerks St. Georg im Hauptgebäude der Lenne-Werkstatt in Schmallenberg wurden kürzlich feierlich eingeweiht. Der Erweiterungsumbau für Menschen mit schwerstmehrfachen Behinderungen (SMB-Bereich) konnte nach gut einem halben Jahr Umbauphase fertiggestellt werden und ermöglicht nun eine Zusammenlegung beider Gruppen. Zuvor waren die Räume auf zwei Etagen verteilt. Der Umbau stellt für alle eine große Erleichterung dar.

Foto: Heidi Bücker

Schon im Jahr 1998 hatte man über einen Um- oder Anbau nachgedacht, denn die Zahl der Klienten in diesem Bereich stieg immer weiter an. „19 Menschen sind es heute, die hier beschäftigt werden, und weitere werden hinzukommen“, erklärt Fachbereichsleiterin Sylvia Brummel. Die neuen Räume sind für 24 Menschen ausgelegt.

Neben der Erledigung von Produktionsaufträgen und Montagearbeiten fertigt man hier die beliebten Sauerlandbrenner in Handarbeit. Die Arbeitsplätze sind übersichtlich und großzügig angeordnet, um auch für Hilfsmittel – wie etwa einen Rollstuhl – genügend Platz zu bieten. Außerdem gibt es Küchenzeilen, Ruhezonen, Pflege- und Duschbereiche sowie einen Snoezelen-Raum, der eine besonders entspannende Wirkung hat. Jeder Klient hat seinen Arbeitsbereich, der nach individuellen Möglichkeiten und nach eigenen Wünschen gestaltet wird. Je nach Bedarf kann sich dieser immer mal wieder ändern. 580.000 Euro hat der Umbau gekostet, doch der Aufwand und das Meistern aller Herausforderungen haben sich gelohnt. „Auf 500 Quadratmetern Fläche ist ein attraktiver Arbeitsbereich geschaffen worden, der ein weiteres Bekenntnis zum Werkstattstandort des Sozialwerks St. Georg ist“, hieß es bei der Einweihungsfeier.

Da der Pflegeaufwand im SMB-Bereich hoch ist, werden die beiden Gruppen jeweils von drei Betreuern und einem Bundesfreiwilligendienstler begleitet. Im Vordergrund steht dabei die Begleitung jedes einzelnen Klienten, nicht die Arbeit. Durch die Betreuung ist eine geregelte Tagesstruktur sichergestellt und es wird eine insgesamt verbesserte Lebensqualität erreicht.