Heute Eröffungsfeier der Rennrodel WM in Winterberg

Deutsche Rennrodler wollen mit Druck bei der Heim-WM richtig umgehen und streben Medaillenplätze an

Spektakuläre Eröffnungsfeier heute ab 18:00 Uhr mitten in der Winterberger City

Die 48. FIL-Rennrodel-WM wird heute auf dem Marktplatz, mitten in der Winterberg City, eröffnet. Beginn ist um 18 Uhr, der Eintritt ist kostenlos. Es soll eine spektauläre Erföffnung werden, gleichzeitig niveau- und stilvoll, dem herausragenden Ereignis angemesssen. Neben virtuellen Fahrten im Eiskanal erwarten die Besucher eine Show aus Sport, Tanz und Musik, offizielle Grußworte sowie eine Präsentation der Sponsoren, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. Höhepunkte der Eröffnungsfeier sind der „Einlauf“ der 23 teilnehmenden Nationen mit rund 120 Sportlern, die Flaggenparade aller Länder, die Medaillenpräsentation und natürlich die offizielle Eröffnung. Rolf-Rainer Gecks (NDR) wird durch die WM-Eröffnungsfeier moderieren.

Gelassen mit Druck umgehen

Winterberg. (Bü) Norbert Loch blieb gelassen. „Die deutsche Mannschaft steht immer unter Druck, bei einer Heim-WM natürlich besonders. Aber wir können damit umgehen“, erklärte der Bundestrainer auf der Pressekonferenz zwei Tage vor Beginn der 48. FIL-Rennrodel- Weltmeisterschaften in Winterberg.

Wie der Erfolgscoach das meinte, verdeutlichten seine Schützlinge unmittelbar danach im Rahmen der Eröffnungs-Pressekonferenz in der VELTINS-EisArena Lounge. Die viermalige Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach) prophezeite eine coole WM: „Man wird Fehler machen, darf das jedoch nicht dramatisieren. Motiviert bin ich sowieso.“ Teamkollegin Tatjana Hüfner (Blankenburg), die vor dem Ende einer großen Karriere steht und ihre letzte Saison bestreitet, wollte sich von teilweise fehlerhaften Läufen in den Weltcups dieser Saison nicht beeindrucken lassen: „Jetzt werden die Karten neu gemischt.“

Auch Johannes Ludwig (Oberhof), Führender in der Weltcup- Gesamtwertung, mochte sich nicht verstecken: „Mein Ziel ist es, auf das Podium zu fahren.“ Ebenfalls auf Edelmetall spekulierte das heimische Doppel Robin Geueke und David Gamm vom BSC Winterberg, selbst wenn der Winter bisher nicht wunschgemäß verlaufen ist. „Die Bahn hier hat wieder einen anderen Charakter. Es ist immer alles drin“, befand Vordermann Geueke, während Hintermann Gamm andeutete: „Wir haben auf den Höhepunkt hingearbeitet.“

Natürlich schläft die Konkurrenz nicht. Unter ihrem deutschen Trainer René Friedl, der einst eine neue Perspektive suchte, haben sich die Österreicher immer weiter der Weltspitze angenähert. Sein Top-Mann Wolfgang Kindl tritt sogar als Titelverteidiger an und ließ im Nachbarland besonderen Ehrgeiz durchblicken: „Es ist um einiges schwieriger, auf einer deutschen Bahn eine Medaille zu holen.“

Die Verteilung der Plaketten in den sieben Entscheidungen von Freitag bis Sonntag werden die Sportlerinnen und Sportler unter sich ausmachen – Stephan Pieper geht auf jeden Fall von einer erfolgreichen WM aus. Der Geschäftsführer des Sportzentrums Winterberg nannte die Junioren- Weltmeisterschaften der Schlittensportarten in den nächsten beiden

Wintern als weitere „Leuchtturm-Veranstaltungen“. Hans-Jürgen Köhne, Vereinsvorsitzender des BRC Hallenberg und somit Piepers Kollege an der Spitze des Organisationskomitees, zeigte sich „einfach stolz“ auf die vielen Helfer, davon allein 120 aus Hallenberg. Lobende Worte für die Ausrichtergemeinschaft fand schon einmal Marie-Luise Rainer, Sportdirektorin des Internationalen Rennrodelverbandes (FIL): „Hier sind ganz große Anstrengungen unternommen worden. Exakt in der Organisation, das darf man erwarten.“