„Barrierefrei im Sauerland“ informiert sich in Meschede und Bonn

Die Halle der „Römischen Gottheiten“ bot Gelegenheit zum Austausch zwischen den Projektteilnehmern von „Barrierefrei im Sauerland“ und Museumspädagogin Anne Segbers (r.). Neue Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit sollen bis 2020 im LWL-Landesmuseum-Bonn umgesetzt werden. Foto: Sozialwerk St. Georg LenneWerk gGmbH

Empfang durch Bürgermeister und Behindertenkoordinator des HSK

Schmallenberg, 21.01.2019 – Das Projektteam von „Barrierefrei im Sauerland“ (Betreiber: Sozialwerk St. Georg LenneWerk gGmbH) informierte sich vor Ort in Meschede und Bonn über barrierefreie und inklusive Angebote. Heinz Arenhövel, ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter des Hochsauerlandkreises, führte die Betroffenen und Experten in eigener Sache durch barrierefrei gestaltete Bereiche der Mescheder Innenstadt sowie den barrierefreien Bahnhofsbereich. Im Mescheder Rathaus wurden die Besucher anschließend durch Bürgermeister Christoph Weber empfangen. Barrierefreiheit werde inzwischen bei städtischen Baumaßnahmen besonders berücksichtigt und fließe in stadtplanerische Konzepte ein, erklärte er den Gästen. Mit dem barrierefrei umgestalteten Rathaus gehe man mit gutem Beispiel voran.

Das Team von „Barrierefrei im Sauerland“ im LWL-Landesmuseum-Bonn. Museumspädagogin Anne Segbers (2. v.r.) informierte über barrierefreie und inklusive Angebote. Organisiert wurde die Informationsfahrt von Johanna Nöh (4. v.r.) und Bernhard Pilgram (5. v.l., hinten). Foto: Sozialwerk St. Georg LenneWerk gGmbH

Im Kreishaus wurden die Teilnehmer vom Behindertenkoordinator des Hochsauerlandkreises, Christian Rademacher, in Empfang genommen. Am Beispiel des Kreishauses konnten Konzepte zur Barrierefreiheit gemeinsam diskutiert werden. Herr Rademacher stellte den Gästen den „Aktionsplan Inklusion des Hochsauerlandkreises“ dar und betonte die Wichtigkeit von inklusiven Prozessen. Gemeinsam mit Heinz Arenhövel stellte sich Christian Rademacher dann auch gerne den Fragen und Anregungen der Schmallenberger Gäste.

Das LVR-LandesMuseum Bonn wirbt mit „barrierefreien und inklusiven Angeboten“. Grund genug für das Projektteam von „Barrierefrei im Sauerland“, sich das Museum genauer anzusehen. Weshalb wurde was barrierefrei umgesetzt? Darüber klärte Museumspädagogin Anne Segbers die Besucher in ihrem Vortrag und beim anschließenden Museumsrundgang auf. Das Museum ist barrierefrei für Menschen mit Geheinschränkung und bietet Führungen und workshops für Menschen mit Seheinschränkung an. Es gibt eine Gebärdensprachdolmetscherin und Führungen in Leichter Sprache sowie Programme für Menschen mit demenziellen Veränderungen.

Gemeinsam mit Einrichtungen der Behindertenhilfe erarbeitet Anne Segbers zudem weitere barrierefreie Maßnahmen, die in den nächsten Jahren im LVR-LandesMuseum Bonn umgesetzt werden.

Bernhard Pilgram, Leiter der Koordinierungsstelle von „Barrierefrei im Sauerland“ resümiert: „Auf den beiden Informationsfahrten haben wir wichtige Eindrücke gesammelt und Anregungen erhalten, die in unsere weitere Arbeit einfließen. Die Projektteilnehmer konnten sich über bereits erfolgte Maßnahmen zur Barrierefreiheit informieren und auch als Betroffene und Experten in eigener Sache einbringen.“ Im Februar beende das Projektteam ein internes Qualifizierungsprogramm für Leichte Sprache und Barrierefreie Veranstaltungen. Die Ergebnisse sollen in anstehende Projekte zur Barrierefreiheit einfließen.