Aus Tradition die Zukunft formen:

Zukunfts-Ideen für Eversberg sind gefragt: Der Entwurf für ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept liegt aus.

Zukunfts-Ideen für Eversberg sind gefragt: Der Entwurf für ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept liegt aus.

Entwicklungskonzept ist Chance für Eversberg

Eversberg. Geschichte gibt es hier auf Schritt und Tritt – ein Spaziergang durch den historischen Ortskern in Eversberg kann schnell zu einer kleinen Zeitreise werden. Allerdings: Neben der Tradition braucht es ebenso Zukunft, damit die Bergstadt auch in kommenden Jahrzehnten noch ein attraktiver Ort für Wohnen, Freizeit und Arbeit ist. Um aus diesem Spannungsfeld Perspektiven aufzubauen, erarbeitet die Kreis- und Hochschulstadt Meschede aktuell ein so genanntes Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) für Eversberg.

Eversberg ist auf dem besten Weg, eine sympathische und gastfreundlicher Bergstadt im Grünen zu bleiben, die neben einer hohen Wohn- und Lebensqualität auch vor allem eins versprüht – Lebendigkeit“, sagt Christine Loth vom Büro Loth Planung + Stadtentwicklung aus Siegen. Sie hat gemeinsam mit dem Fachbereich Planung und Bauordnung der Stadt Meschede den Entwurf des INSEK erarbeitet. Auf 151 Seiten geht es hier nicht nur um eine Beschreibung des Ist-Zustandes, sondern vor allem um Ziele und Maßnahmen, um Tradition und Moderne in Eversberg bestmöglich zu verbinden.

Denn Wünsche und Erwartungen von jungen Familien an ihr Wohnumfeld seien heute – naturgemäß – anders als im 18. Jahrhundert, als der Eversberger Ortskern gewachsen ist, weiß Christine Loth: „Natürlich bedarf es auch einer Möglichkeit, den unter Denkmalschutz stehenden Gebäudebestand an die aktuellen und zukünftigen Nutzungen zeitgemäß anzupassen.“ Baukultur solle dabei als Prozess verstanden werden: „Es bedeutet nicht ausschließlich das Bestehende zu konservieren, sondern sinngemäß weiter zu entwickeln und weiter zu bauen.“

Bestandteil des INSEK soll deshalb auch ein Modellprojekt sein, um Möglichkeiten zum Ausbau der teils riesigen Dachgeschosse in historischen Häusern zu Wohnungen zu untersuchen. Auch „untergenutzte Gebäude“ könnten „revitalisiert“ werden. Eine Möglichkeit dazu: Neue Arbeitsformen wie etwa „co-working-spaces“. Dabei arbeiten mehrere Menschen in einem offen gestalteten Büro zeitlich flexibel zusammen. Auch mehr Barrierefreiheit im Ortskern sowie eine Neugestaltung des Dr.-August-Pieper-Platzes samt Umfeld sind Ideen, die sich im Entwurf des INSEK wiederfinden.

Eversberg sei aufgrund seiner Lage und auch seiner baukulturellen Besonderheit als Wohn- und Lebensstandort besonders schützenswert, meint Christine Loth. Und die Bergstadt habe das Potenzial, „auch in Zukunft für alle Generationen ein attraktiver Lebensmittelpunkt zu sein, wenn es gelingt, die grundlegenden Versorgungsmöglichkeiten aufrecht zu erhalten.“

Aktuell liegen der Entwurf des Stadtentwicklungskonzeptes, eine Planübersicht zu den Maßnahmen und Vordrucke für Rückmeldungen noch bis zum 25. Januar jeweils zu den üblichen Öffnungszeiten im Technischen Rathaus der Kreis- und Hochschulstadt Meschede, Sophienstraße 3, Fachbereich Planung und Bauordnung (Erdgeschoss) sowie in Eversberg im Lebensmittelgeschäft ”nah & gut Dröge”, Mittelstraße 7, aus. Auch auf der Homepage der Kreis- und Hochschulstadt Meschede unter www.meschede.de (Suchbegriff: INSEK) kann der Konzeptentwurf eingesehen werden. Zusätzlich findet am Mittwoch, 23. Januar, von 17 bis 18 Uhr im Alten Rathaus Eversberg zu dem Projekt eine Bürgersprechstunde mit Ortsvorsteher Willi Raulf und Wilhelm Bödefeld, zuständiger Mitarbeiter im Fachbereich Planung und Bauordnung der Stadt Meschede, statt.

Bis zum Ende des Auslegung können interessierte Bürgerinnen und Bürger die vorgeschlagenen Maßnahmen sichten, kommentieren und weitere Anregungen geben. Dies sei eine echte Chance für Eversberg, unterstreicht Christine Loth: „Die Rückmeldung aus der Bürgerschaft, ob die wesentlichen Ideen und Ziele im INSEK benannt sind, ist uns wichtig. Vielleicht gibt es auch noch Ideen, die wir ergänzen können.“ Ihre persönliche Vision für Eversberg sei eine junge aufgeschlossene Bevölkerung, der es gelinge, Tradition und Moderne zu vereinen, bekennt die Planerin: „Die Basis dazu ist bereits vorhanden – Kreativität, Kunst und Kultur.“

Foto:

 

Bildnachweis: Stadt Meschede

 

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