HIGH-TECH VERSCHMILZT MIT TRADITION

HIGH-TECH VERSCHMILZT MIT TRADITION Nutzfahrzeugzulieferer M. Busch setzt auf den Standort Südwestfalen

Geschäftsführer Güll, Nutzfahrzeugzulieferer M. Busch setzt auf den Standort Südwestfalen

Nutzfahrzeugzulieferer M. Busch setzt auf den Standort Südwestfalen

 

Keine fünf Kilometer liegen zwischen den beiden Sauerländer Betrieben der M. Busch GmbH & Co. KG in Bestwig und Meschede-Wehrstapel. Das Unternehmen ist mit seinen momentan fast 600 Mitarbeitern also ein prägender Faktor für die Region. Aus einer für das Ruhrtal klassischen Sensenschmiede, die Schmiedemeister Michael Busch im Jahr 1830 vom Freiherrn Max von Fürstenberg-Eggeringhausen übernahm, entwickelte sich ein Groß-betrieb, der immer noch auf Expansionskurs liegt. Die Firma ist ein wahrer Leuchtturm der Gießerei-Branche, die im Gesamten zuletzt nicht auf Rosen gebettet war. Wie ein Leucht-turm weithin sichtbar ist auch das neugestaltete Firmenlogo auf dem Dach des Verwal-tungsgebäudes, das in der Dunkelheit eindrucksvoll illuminiert wird.

Mit seinen Mitarbeitern und Produkten ist M. Busch ein wichtiger Zulieferer für die inter-nationale Nutzfahrzeugbranche. Neben Bremsscheiben, Bremstrommeln und Schwung-scheiben werden auch noch Getriebegehäuse für große Bau- und Landmaschinen herge-stellt. „Wir haben die Anlagen für die Erstellung dieser Gehäuse, warum sollten wir diese also nicht nutzen“, sagt M. Busch-Geschäftsführer Andreas Güll. Großkunden sind zum Beispiel die BPW Bergische Achsen KG und ZF, ein weltweit führender Technologiekonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik, sowie Volvo und Daimler Trucks. Zur Kundschaft zählen aber auch Knorr Bremse, der Baumaschinenhersteller Liebherr, der Motorenbauer Deutz und zahlreiche weitere Automobilkonzerne.

Mit der 2017 gestarteten und auf fünf Jahre ausgelegten Offensive MB 2022 stellt sich das Unternehmen optimal für die Zukunft auf. Die selbsbewusste Vision „Excellence in finished castings“ beweist Vertrauen in die eigenen Produkte und die internationale Ausrichtung. Der Slogan heißt übersetzt in etwa Exzellenz in der Herstellung von fertig bearbeiteten Gussteilen. Die Firma M. Busch aber einfach nur als Eisengießerei zu bezeichnen, würde ihr nicht gerecht werden und passt auch nicht mehr ins Bild, da der Anteil der Fertigbear-beitung und Montage bei  mittlerweile 63 % liegt, Tendenz weiter steigend.

Bei einer Gießerei haben viele vor allem einen Schmelzofen vor Augen. Das ist aber nur ein Teil unserer Produktion. Die meisten Arbeitsabläufe sind bereits bis in die Bearbeitung automatisiert“, erklärt Güll. Er ergänzt: Durch den Ausbau der Automatisierung wachsen wir und sichern dadurch Arbeitsplätze.“

Alleine von Mitte 2017 bis Sommer 2018 wuchs die Zahl von 530 auf 572 Mitarbeiter, von denen 30 Auszubildende sind. Der Umsatz wurde in diesem Zeitraum von 102 Millionen Euro auf 130 Millionen Euro gesteigert. M. Busch setzt dabei bewusst auf das Sauerland und baut an seinen beiden Standorten vor Ort aus

Zukunft stützt sich auf die Säulen

Kultur und Strategie

Um die wachsende Belegschaft bei der rasanten Entwicklung mitzunehmen, wurde das Konzept MB 2022 entwickelt. Das Modell, das für eine sichere Zukunft von M. Busch sorgt, stützt sich auf die zwei Säulen Kultur und Strategie. Der Punkt Kultur soll beispielsweise helfen, dass Mitarbeiter und Unternehmensführung gemeinsame Werte vertreten. Weitere Punkte, wie ein reibungsloser Generationswechsel, sollen in dem Betrieb, dessen Durchschnittsalter bei Anfang 40 liegt, für eine optimale Zusammenarbeit sorgen. Der Zusammenhalt wird auch durch die Beschäftigtenzeitung „Buschtrommel“ und Institutionen wie die Rentnergemeinschaft gefördert. Die Säule der Strategie wird vor allem durch wirtschaftliche Bausteine gebildet. Wachstum und Produktivität stehen hier ebenso wie die Berücksichtigung von Umweltkriterien wie dem Energieverbrauch auf der Agenda. Die vom Gesetzgeber geförderte Elektromobilität, die bei vielen Betrieben in der Automobilbranche für Beunruhigung sorgt, ist für M.Busch keine große Herausforderung.

E-Mobilität ist relativ ungefährlich für uns,

die Bremsen fallen ja nicht weg,

sagt Güll,  der in den nächsten Jahren

einige große Investitionen plant.

Zahlreiche Bearbeitungslinien und -zentren stehen bereits für 2019 und 2020 auf dem Investitionsplan. freut sich daher auf zahlreiche neue Mitarbeiter und Auszubildende: „Azubis werden in der Regel übernommen. Gerne geben wir auch jungen Frauen in den technischen Berufen eine Chance.“ Weitere Informationen zu freien Stellen und Ausbildungsmöglichkeiten gibt es auf der Website von M. Busch.

Text: Philip Stallmeistr
Fotos: Anneser Fotografie

Sauerländer Betrieben, der M. Busch GmbH & Co. KG in Bestwig und Meschede-Wehrstapel
Mitarbeiter, Sauerländer Betrieben, der M. Busch GmbH & Co. KG in Bestwig und Meschede-Wehrstapel
Roboter der Firma M. Busch
Sauerländer Betrieben, der M. Busch GmbH & Co. KG in Bestwig und Meschede-Wehrstapel
Sauerländer Betrieben, der M. Busch GmbH & Co. KG in Bestwig und Meschede-Wehrstapel
Sauerländer Betrieben, der M. Busch GmbH & Co. KG in Bestwig und Meschede-Wehrstapel

 

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