Über Worte, Orte, Land und Leute – Wie eine Ausgabe des WOLL-Magazins entsteht

Fotos: Heidi Bücker

Immer wieder wird uns gesagt: „Gehen euch nicht bald die Themen aus?“ und „Woher bekommt ihr immer diese Ideen?“ – Die Themen werden uns ebenso wie die Ideen niemals ausgehen, dafür ist unsere Welt einfach zu interessant und bunt. Es gibt soviel, über das man berichten möchte, sollte, könnte, müsste. Und gerade scheinbar unscheinbare Dinge und Ereignisse sind es, die bei genauer Betrachtung, immer einen Bericht wert sind.

Eine weitaus größere Herausforderung, vor der das WOLL-Team jedes Mal steht, stellt die pünktliche Fertigstellung der Druckvorlagen für das WOLL-Magazin dar. Unsere Redakteure und Fotografen haben im Laufe von acht Wochen die Berichte und Fotos sowie sonstigen Unterlagen zusammengestellt, und routinemäßig wird ein Seitenplan entwickelt, welcher Bericht auf welche Seite kommt und wo die Anzeigen stehen. Anhand dieses Planes werden, rund 14 Tage vor dem Abgabetermin der Druckunterlagen an die Druckerei, alle Texte von einer unserer Lektorinnen oder einem Lektor sozusagen vorlektoriert. Inhaltliche Anpassungen und Verbesserungen stehen dabei ebenso auf der Aufgabenliste wie die Einhaltung der Grammatikregeln sowie der Zeichensetzung und all der anderen Anforderungen, die an druckfähige Texte gestellt werden.

Danach führen wir Texte und Bilder zusammen und schicken die Daten in einem Ordner sortiert mit entsprechender Seitenplanung an das Team Glade. Die haben jetzt im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun, um Seite für Seite typografisch umzusetzen. Etwa eine Woche vor Abgabetermin liegt ein erster grober Aufbau des neuen Magazins vor. Und jetzt beginnt die Feinarbeit. Alle abgesetzten Texte/Seiten werden nochmals von einer anderen Lektorin oder einem Lektor gelesen und Fehler angemerkt. Es erfolgt eine sofortige Verbesserung und damit verbunden eine grafische Überarbeitung oder Anpassung der Seite. Zwischenüberschriften müssen gefunden werden, fehlende Bilder besorgt werden, die Schriftgröße, Schriftfarbe und andere optische Merkmale eines Berichtes oder Interviews werden angepasst. So entsteht nach und nach ein immer besseres und schöneres Magazin. Seite für Seite.

Man könnte das auch alles nach einem fest, vorgefertigten Raster machen, wie das heute bei überregionalen Zeitungen und bunten Magazinen geschieht, aber dann würde doch an der einen oder anderen Stelle die uns wichtige, individuelle Handschrift fehlen. So können wir der Bedeutung und Wichtigkeit jedes Berichtes entsprechend bis zum Schluss an der Gestaltung arbeiten und einmal mehr unterstreichen, was wir unter WOLL – Worte, Orte, Land und Leute –, dem Magazin für die Sauerländer Lebensart, verstehen.

So haben wir zum Beispiel in dieser Ausgabe fast bis auf die letzte Sekunde gewartet, um ein zugesagtes Interview mit der Heimatministerin Ina Scharrenbach in Düsseldorf zu führen und das dann in diesem Magazin zu veröffentlichen.

Durch die Ereignisse im Hambacher Forst kamen für die Ministerin plötzlich neue Termine dazu, so dass es am Montag, dem 19. September im Stundentakt neue Terminbestätigungen und -absagen gab. Schließlich wurde uns ein Termin am Rande der Plenarsitzung im Landtag für Mittwoch, 16:00 Uhr, zugesagt.

In Absprache mit der Druckerei vereinbarten wir eine Ablieferung der Druckdaten für Donnerstag, 20. September, bis 12:00 Uhr. Wenn Sie das Interview nun in diesem Magazin finden, wissen Sie, es hat geklappt. Wenn Sie dagegen die alternativ vorgehaltene Herbstlandschaft sehen, wissen Sie auch Bescheid und können das geplante Interview zu einem späteren Zeitpunkt hier entdecken. (hh)

So sah unser enger Zeitplan für das Interview mit Ina Scharrenbach aus:
Interviewtermin Düsseldorf – Mittwoch, 19.9. – 16:00 Uhr
Fertigstellung Interview – bis Donnerstag, 20.9. – 08:00 Uhr
Satz des Interviews bei Glade – Donnerstag, 20.9. – 10:00 Uhr
Korrektur-PDF an Ministerium – Donnerstag, 20.9. – 10:00 Uhr
Korrekturen und Freigabe – Donnerstag, 20.9. – 12:00 Uhr
Ablieferung Druckdatei – Donnerstag, 20.9. – 12:00 Uhr

Anzeige