Das Weihnachtsgeheimnis hinter den 24 Türen

Das Weihnachtsgeheimnis hinter den 24 Türen - Der Adventskalender

Lindt - Adventskalender

Der Zeitmesser im Advent

 

Der Weihnachtskalender oder aber auch Adventskalender gehört seit dem 19. Jahrhundert zum christlichen Brauchtum, und zwar in der Zeit vor dem großen Weihnachtsfest. 24 Weihnachtsgeheimnisse verbergen sich hinter den 24 Türen des Adventskalenders, den es in verschiedenen Variationen gibt und zeigt uns täglich den Zeitmesser im Advent, wie viel Tage es noch bis zum Heiligen Abend sind.

Das Warten auf das Weihnachtsfest ist für viele Menschen und insbesondere natürlich für Kinder mit Vorfreude und Erwartungen verbunden: Tannenduft und Kerzenschein, Lieder und Geschichten, Plätzchen und Weihnachtsgans sowie viele kleine und größere Geschenke.

Um die Ankunft vom Christkind oder auch des Weihnachtsmanns sichtbar zu machen, gibt es schon seit sehr langer Zeit in der evangelischen und katholischen Kirche verschiedene Bräuche, u.a. Kerben in Gebetshölzchen, 24 Markierungen auf Adventskerzen oder aber auch Kreidestriche als Himmelsleiter.

Den Adventskalender haben wir eigentlich einer Mutter namens Selma Lang zu verdanken. Ihr ungeduldiger Bub Gerhard Lang (1881-1974) konnte kaum noch erwarten, bis es endlich Weihnachten war. 1885 hatte seine Mutter den Einfall 24 kleine Gebäckstücke (Wibele) auf einen Karton zu nähen. Jeden Tag durfte der Bub ein Gebäckstück essen und der Zeitmesser des Advents, war auf den 24. Dezember ausgerichtet. Somit versüßte die Mutter ihrem Sohn die Vorweihnachtszeit.

Als 23-Jähriger erinnerte sich Gerhard Lang an diese schönen Kindheitserlebnisse zur Weihnachtszeit und kam auf eine Idee: In dieser Zeit entwickelte sich die Drucktechnik, sodass Lang seinen ersten bedruckten Kalender „Im Lande des Christkinds“ herausbringen konnte. Bei diesen ersten Adventskalendern gab es noch keine Türchen zu öffnen. Die Mädchen und Jungen konnten stattdessen die farbenprächtigen Zeichnungen, täglich ein Bildchen, ausschneiden und auf einen Pappkarton kleben. Diesen Adventskalender kann man auch heute noch kaufen.

 

Adventskalender
Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Ute Franz-Scarciglia Gerhard Lang/Richard Ernst Kepler: Weihnachtskalender „Im Lande des Christkinds“, Reichhold & Lang, München, um 1920

Eine Ausstellung zu Adventskalendern in Europa gibt es vom 01.11.2015 bis 17.01.2016 im Museum Europäischer Kulturen in Berlin.

Vom einfachen Papierkalender zum edlen Geschenkkalender

Viele verschiedene Druckversionen des Adventskalenders entwickelten sich im Laufe der Jahrzehnte. Der Weihnachtskalender mit Türchen zum Öffnen, religiöse Kalender statt Bilder mit Versen. Ein jähes Ende fand der Kalender im 2. Weltkrieg, als die Knappheit von Papier erfolgte und ein Verbot auf Bildkalender galt. Nach der Kriegszeit konnten sich dann wieder sehr viele Kinder und Erwachsene an den verschiedensten Adventskalendern erfreuen.

Die Entwicklung von verschiedenen Varianten war grenzenlos und der Schokoladen gefüllte Kalender wurde 1958 in den Handel gebracht, löste hier durch einen Teil sogar die Bildkalender ab. Von einfacher bis hochwertiger Schokolade reichen die Angebote.

Schokoladen – Adventskalender



In der heutigen Zeit gibt es natürlich nicht nur für Kinder ein schönes Versüßen im Zeitmesser des Advents, sondern auch für Erwachsene.
Zudem gibt es im Handel Kalender mit weihnachtlichen Motiven bedruckt, kleinen Türchen, in allen erdenklichen Versionen zu kaufen: Kleine Überraschungen in Form von Figuren, Teesorten, Wellnessprodukten, Parfüm usw. Selbstgebastelte Kalender, Täschchen zum Bestücken. Die Vielfalt der Angebote erscheint grenzenlos!

 

Lindt – Adventskalender


Ein weiteres Beispiel dafür , wie wandelbar und wie sich die Kreativität des Adventskalenders verändert hat, können wir an ganzen Fassaden an Häusern, an bestimmten Gebäuden, in vielen Dörfern und Städten, die zu einem großen weihnachtlichen Kalender umfunktioniert werden, sehen.

 

Adventskalender Türchen an der Fassade eines Fachwerkhauses

 

Für all diejenigen, die gerne ein Buch in der Hand nehmen oder auch für die ganz Kleinen, gibt es den Adventskalender zudem als Buchformat, als Hörbuch, als Rätselbuch oder aber auch als Vorlesebuch mit 24 weihnachtlichen Geschichten. Wer die Vorfreuden im Advent in ganz kleiner Form genießen möchte, gibt es den Hosentaschenadventskalender. Ein fröhlicher Begleiter durch die schönste Zeit des Jahres: Jeden Tag ein Stückchen Vorfreude für die Hosentasche.

Adventskalender
Adventskalender
Adventskalender

WOLL bedankt sich für die freundliche Leihgabe der Adventskalender bei Edeka Boxberger und Käpt´Book.

Und nun nähern wir uns Tag um Tag der schönsten Zeit für viele Menschen in unserem Land im Jahr: dem Heiligen Abend. Gemütlich im Kreise der Familie gemeinsam speisen und die Lichter am Weihnachtsbaum mit Ruhe und Zufriedenheit genießen.

Text: Silvia Padberg, Fotos: Peter Padberg



 

 

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