Natur und Mystik in Wenholthausen – Unterwegs auf dem W7

Foto: Walter Beckmann

von Peter Kracht

Wenholthausen, heute Ortsteil von Eslohe, ist die heimliche „Wanderhauptstadt“ des Sauerlandes. Hier verläuft nicht nur der Sauerland-Höhenflug, sondern es gibt zahlreiche weitere Wandermöglichkeiten – und auch per Rad auf dem SauerlandRadring kann man die Landschaft erkunden. Drei renommierte Hotels mit erstklassiger Küche locken zum Erholen und Genießen. 1979, 1981 und 1983 wurde Wenholthausen Landessilberdorf und 1985 sogar Landesgolddorf.

Ein lohnender Rundweg führt vom Landhotel Sauerländer Hof über die Wenne, wo man auch bestens angeln kann. Das Wanderzeichen W7 wird nun unser Begleiter. Es geht zunächst links an der Wenne entlang, später macht der Weg einen Rechtsknick und führt auf einem naturbelassenen Weg bergan. Schon bald bietet sich ein grandioser Blick ins Wennetal. Nach etwa einer Stunde ist Beckmanns Kreuz erreicht. Unterwegs und hier kann man auf mehreren Bänken schöne Ausblicke genießen.

Der Weg führt uns weiter, unter anderem mit Blick auf die Honsel-Villa, das ehemalige Landhaus einer bekannten Industriellenfamilie. Ein Stück des Sauerland-Höhenfluges schließt sich nun an und der Wanderer gelangt zur mystisch-eindrucksvollen Erdenklangstraße des Künstlers und ehemaligen Musikproduzenten Ulrich Rützel, der in der einstigen Honsel-Villa lebt, die er sein Erdenklang-Haus nennt. Die Erdenklangstraße, nun schon 25 Jahre alt, gehört mittlerweile als fester Bestandteil zu den Angeboten des Spirituellen Sommers.

Meditation an der Erdenklangstraße

Mit jener 80 Meter langen Straße will der Künstler vorbeikommende Wanderer animieren, stehenzubleiben, zuzuhören, sich zu sammeln und nachzudenken über die Natur und das Leben. Die Erdenklangstraße – das ist eine Hainbuchenhecke, in der Ulrich Rützel Lautsprecher versteckte, die in einer Endlosschleife leise Meditationsmusik abspielen, Tag für Tag. Was an der Erdenklangstraße passiert, formuliert der Künstler so: „Der Wanderer in seiner Unruhe und mit völlig überreizten Sinnesorganen tritt in diesen Klangraum. Leise und unverhofft klingt Musik aus der Hecke, kaum lauter als die Vogelstimmen, der Wind, die Blätter, der nahe Bach. Der Wanderer hält inne, hört auf zu reden oder zu grübeln. Synergetisch verbinden sich jetzt die Sinne: Während wir mitten in der Natur
dieser Musik lauschen, machen wir unseren vielfach zugemüllten Hörsinn
wieder empfangsbereit für die feinen Nuancen der Klänge des Windes, der
Blätter, der Vögel.“

Beeinflusst von diesem Ort mit seiner mystisch-positiven Atmosphäre hat die Wenholthausener Künstlerin Bettina Hegener entlang der Erdenklangstraße vier eindrucksvolle, 1,50 Meter hohe Skulpturen mit dem Titel „Tanz mit den Elementen“ aus Beton und Holz geschaffen.

Der Weg führt uns nun weiter bergab zum Gut Habbecke. Von hier aus erreicht man den Sauerländer Hof in etwa 20 Minuten, wo der Wanderer bei einem frisch gezapften Sauerländer Bier und leckeren Spezialitäten aus der Küche wieder zu Kräften kommt.

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