Ein Herz für Omas – Zwei Salwayer starteten beim Berlin-Marathon

Das Schönste an unserer Arbeit beim WOLL-Magazin ist, dass wir viele interessante Sauerländer kennenlernen. Zwei davon sind Annika Schulte und Ingo Weber. Sie starteten am 16. September beim Berlin-Marathon.

„Jede Oma zählt“, war auf ihren Laufshirts zu lesen. Der Slogan unterstützt eine Kampagne von HelpAge Deutschland e.V. Hier setzt man sich weltweit für ältere Menschen ein: „Denn die werden bei Spendenaufrufen schnell vergessen“, meint Annika.

In Berlin befanden sich unter den etwa 44.000 Startern aus 130 Ländern auch 170 „Oma-Läufer“. Der Erlös soll für Omas in Afrika zur Verfügung gestellt werden. Annika erklärt: „Afrikanische Großmütter laufen Tag für Tag viele Kilometer, um Wasser
oder Brennholz zu holen. Die Generation der Eltern ist aufgrund der HIV/AIDS-Problematik
teils weggebrochen, sodass die Omas für Enkel und weitere Familienmitglieder sorgen.“

Am Tag des Marathons trafen sich die „Oma-Läufer“ zunächst
für ein Gruppenfoto, bevor es an den Start ging. Annika und Ingo liefen ganz am Ende los, sodass sie über die Leinwände den Start der Profis miterleben konnten, darunter Eliud Kipchoge, der später den Weltrekord knackte.

Um 10:05 Uhr fiel dann auch für die beiden Salweyer der Startschuss. 42,195 anstrengende Kilometer lagen vor ihnen. Tausende Menschen, Musik und vor allem der Gedanke an die gute Sache, für die sie nach Berlin gekommen waren, motivierte trotz schwerer Beine zum Weiterlaufen. Bei Kilometer 31 wartete die Oma-Fanmeile und dann, nach vier Stunden und 28 Minuten, liefen Annika und Ingo erschöpft, aber glücklich durch das Brandenburger Tor ins Ziel. Und sie sind sich einig: Im nächsten Jahr sind sie wieder dabei – für die Omas. (ag)

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