Über Stock und Stein am Rothaarsteig

15. FALKE Rothaarsteig-Marathon

von Sonja Nürnberger

Am 20. Oktober fällt für die etwa 1.200 Läuferinnen und Läufer der Startschuss für den diesjährigen Rothaarsteig-Marathon. Der Lauf ist mit seiner abwechslungsreichen Strecke auch für geübtere Läufer eine echte Herausforderung. Dabei lädt er nicht nur Marathonläufer ein, sondern auch solche, die den Halbmarathon bevorzugen oder als Nordic Walker unterwegs sind. Die Marathon-Strecke ist nicht nur anspruchsvoll, sondern bietet auf 42,195 Kilometern und 838 Höhenmetern auch landschaftlich reizvolle Ausblicke
und führt durch einige idyllische Orte des Sauerlandes.

Bevor es losgeht, werden in der Fleckenberger Schützenhalle die Startnummern und Startertaschen verteilt. Und dann geht es direkt weiter zum Kuchenund Tortenbuffet. Fast 150 verschiedene Kuchen stehen bereit, von denen sich die Läufer schon im Vorfeld etwas reservieren lassen können, um nach dem Lauf ihre Energiespeicher wieder aufzutanken. Nach dem Umziehen können alle nicht benötigten Dinge zur sicheren Verwahrung abgegeben werden.

Startpunkt ist der Sportplatz am Fuße des Rothaargebirges. Dort beginnt der Marathon mit einer etwa 3,5 Kilometer langen Einlaufstrecke. Viele Zuschauer stehen am Wegesrand und beklatschen die Läufer. Schon kurz darauf werden die Zuschauer weniger und die Strecke schwieriger. Denn ab dem kleinen Ort Lenne geht es nun bergauf über den Zubringer zum Rothaarsteig durch die Lenner Felder, die schon auf 500 Höhenmetern liegen. Die erste Verpflegungsstation findet sich nach dem ersten 5-Kilometer-Schild. Hier reichen zahlreiche Helfer Getränke, Obst und Müsliriegel zur Stärkung. In regelmäßigen Abständen folgen von nun an acht weitere Verpflegungsstationen, die letzte davon im Ziel, aber das ist noch weit entfernt. Bald schon geht es weiter in ein dicht bewaldetes Gebiet zur Böhre hinauf. Stellmecke befindet sich bereits auf 650 Höhenmetern, der Heidkopf bei Kilometer 11 liegt sogar noch deutlich höher.

Bei Jagdhaus verläuft die Strecke auf dem Rothaarsteig weiter. Hier laufen nun auch die Halbmarathonläufer für ein kurzes Stück mit. Bei Trudes Sonnenbank führt sie über den Grenzweg wieder nach Jagdhaus und von dort zurück auf den Rothaarsteig, wo jetzt die Walker die Marathonläufer eine Weile begleiten. Weiter bergauf, an der Millionenbank vorbei, geht es zum Großen Kopf. Dieser liegt auf einer Höhe von 742 Metern und damit nur etwa 100 Meter tiefer als der Langenberg, der höchste Punkt des Rothaarsteigs und ganz NRWs. Ab hier sind es noch knapp 20 Kilometer bis zum Ziel. Über die Hälfte der Strecke ist also geschafft. Nun geht es vorbei an der Hängebrücke und den beeindruckenden Waldskulpturen wie dem Krummstab, dem Hexenplatz oder dem Falken. Nachdem der höchste Punkt der Marathonstrecke passiert wurde, kommen die Läufer durch den kleinen Ort Schanze. Die letzten 11 Kilometer führt die Strecke nun bergab, teilweise mit einem Gefälle von bis zu 10 Prozent, über einen Wanderweg nach Latrop, am gleichnamigen Bach entlang und zurück nach Fleckenberg zum Sportplatz, wo die Läufer herzlich begrüßt werden.