„Hier muss man mal gewesen sein!“ – Rochuskapelle Eslohe

Foto: Klaus-Peter Kappest

Der Insidertipp von Kaus-Peter Kappest

Im Schmallenberger Sauerland gibt es besondere, kraftvolle Orte. Einige davon haben schon unsere Vorfahren als solche erkannt und markiert. Die bekanntesten sind der Wilzenberg und die Kirche in Wormbach mit ihrem Friedhof. Daneben gibt es noch viele weitere Orte, die schon bei Generationen von Menschen etwas ausgelöst haben irgendeine Form von Resonanz, besondere Orte eben. Dazu gehört die Rochuskapelle oberhalb von Eslohe.

Der kleine, steinerne Saalbau entstand 1637 auf einem Sattel zwischen Eslohe und
Sieperting. Ein Besuch lohnt heute gleich aus mehreren Gründen. Im Inneren sind Reste alter Wandbilder aus dem 17. Jahrhundert zu sehen. Im Außenbereich steht zur Zeit noch eine Lichtskulptur von Katerina Kuznetcowa und Alexander Edisherov. Ein zweiter Teil des Werkes mit dem Titel „ZweiQuellen“ steht vor dem DampfLandLeute Museum. Eigentlich hätten beide Teile mit dem Ende des Spirituellen Sommers 2018 wieder demontiert werden sollen. Den Eslohern gefällt das leuchtende Werk aber so gut, dass aufgrund der vielen entsprechenden Bitten jetzt eine Lösung dafür gesucht wird, die Skulpturen längerfristig stehen zu lassen.

Da die Skulpturen vor allem durch ihre Beleuchtung wirken, ist es am besten, die Rochuskapelle in der Abenddämmerung zu besuchen. Man parkt in der Nähe des Friedhofs in Eslohe und folgt dann dem Wanderweg E2 hangaufwärts. Dort, wo der Wanderweg scharf nach rechts abknickt, gibt es übrigens einen der schönsten Ausblicke auf Eslohe. Auch auf dem weiteren Weg zur Rochuskapelle hat man ständig einen schönen Blick auf den rechts im Tal liegenden Ort.