Bodendenkmalpflege im Kreis Olpe, ein Teilgebiet der Fachtagung am 11. Oktober 2018

Prof. Dr. Michael Baales schaut zusammen mit seiner Mitarbeiterin, der Archäologin Melanie Röring, auf die dicht bestückte Karte mit der Markierung von archäologischen Fundplätzen im Kreis Olpe. Foto Andrea Arens

Die kostenlos angebotene 1. Tagung zur Denkmalpflege im Kreis Olpe wird Einblicke in die Arbeit und die Aufgabenfelder der Denkmalpflege im Kreis Olpe geben und die Referenten aus der Politik, der Denkmalpflege, Denkmaleigentümer und Architekten stehen zu Gesprächen bereit.

Ein Teilbereich der vom Kreisheimatbund Olpe am 11. Oktober 2018 organisierten ersten Tagung zur Denkmalpflege im Kreis Olpe ist die Bodendenkmalpflege. Hier wird Prof. Dr. Michael Baales, Leiter der LWL-Archäologie für Westfalen Außenstelle Olpe, die Archäologische Denkmalpflege in Südwestfalen mit einem besonderen Blick auf den Kreis Olpe vorstellen.

Seit 2013/14 hat das veränderte Denkmalschutzgesetz einige neue Möglichkeiten für die Arbeit der Archäologischen Denkmalpflege geschaffen. Die Sicherung und Erforschung historischer Quellen im Boden gelingt aber vor allem dann, wenn kommunale Behörden, Investoren und LWL-Archäologie zusammenarbeiten. In Attendorn konnten so z.B. wichtige Erkenntnisse zur Geschichte der Stadt gewonnen werden, da die Arbeit der von den Investoren beauftragten Fachfirmen von den Archäologen begleitet wurde. Auch mit der zerstörungsfreien Erkundung und Erfassung von Wallburgen wie der Kahle bei Meggen, konnten die Wissenschaftler der Außenstelle Olpe, teilweise zusammen mit ehrenamtlichen Mitarbeitern, eine ganz neue Sicht auf die Entwicklung und Nutzung der ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. im Kreis Olpe errichteten Befestigungsanlagen erlangen. Die bereits 2011 erfolgte Zusammenarbeit in Elspe ermöglichte vor dem Bau eines Discountermarktes die Erforschung der an dieser Stelle befindlichen Gebäudereste und eines Brunnenschachtes des Elsper Königshofes. Die gefundenen hochwertigen Keramikreste, um 1000 aus dem Rheinland importiert, sowie zahlreiche weitere Befunde zur Bebauung sind heute gut dokumentiert und geben Einblick in die Lebenswelt der Bewohner in hochmittelalterlicher Zeit.

Weitere Vortragsthemen der Tagung sind dem Programm zu entnehmen www.kreisheimatbund-olpe.de. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und mit Unterstützung des Kreises Olpe im Großen Sitzungssaal des Kreishauses in Olpe ausgerichtet. Sie bietet die Möglichkeit sich umfassend über Wege und Chancen der Denkmalbewahrung und -sanierung zu informieren und gibt Raum für Diskussionen und Gespräche.

Der Kreisheimatbund Olpe e.V. freut sich auf eine rege Teilnahme aller interessierter Bürgerinnen und Bürger und bittet um eine Anmeldung bis zum 4. Oktober 2018.

Kontakt: Andrea Arens M.A., Kettelerweg 6, 57462 Olpe

E-Mail andrea.arens@live.de – Tel: 02761-83 98 70 / Mobil: 0160-855 11 46