Besteckmuseum Fleckenberg

Foto: Klaus-Peter Kappest

„Hier muss man mal gewesen sein!“ – Insidertipp vom Rothaarsteigfotografen Klaus-Peter Kappest

Das Schmallenberger Sauerland ist nicht nur eine schöne Natur- und Wanderregion,
sondern auch ein Industriestandort. Entlang der Bäche und Flüsse reihten sich seit Jahrhunderten kleine und mittlere Betriebe, die die Kraft des Wasser nutzten, um ihre Maschinen anzutreiben. Ungewöhnlich ist, dass ein solcher Betrieb nach seiner endgültigen Stilllegung im Jahre 1982 komplett erhalten blieb: die Besteckfarbrik Hesse in Fleckenberg. Zu verdanken ist dies dem umfangreichen, ehrenamtlichen Einsatz einiger Fleckenberger, die extra zum Erhalt der Besteckfabrik 1993 einen Heimatverein gegründet haben, allen voran das Ehepaar Luise und Reinhard Adams. Der Heimatverein sorgt bis heute für den Erhalt des inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Industriegebäudes und betreibt auch das Besteckmuseum, das zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Raum Schmallenberg geworden ist.

Außergewöhnlich ist an diesem Museum, dass es keinen musealen Charakter hat. Der Besucher bekommt den Eindruck, in einer produzierenden Fabrik zu sein, in der gerade Frühstückspause gemacht wird. Und das ist auch nicht ganz verkehrt: Die Maschinen sind größtenteils einsatzbereit und während der Vorführungen entsteht unter den Augen der Besucher das eine oder andere Besteckteil, das natürlich als Souvenir erworben werden kann.

Das Besteckmuseum ist ganzjährig samstags von 15 bis 17 Uhr geöffnet sowie vom 1. April bis 31. Oktober auch montags von 15 bis 17 Uhr. Der Parkplatz des Museums ist direkt an der B236 am Ortsausgang von Fleckenberg in Richtung Schmallenberg.