Vom Hobby zum Profi-Sport

Foto: Simon Föster
Foto: Simon Föster

Christian Voß ist ehemaliger Kartmeister und mittlerweile Leiter der CV performance Group und des HTP Kart Teams

von Simon Föster

Die Begeisterung fürs Kartfahren begann bei ihm bereits in der Kindheit. Sein Vater war beim MSC Schmallenberg aktiv. Als kleiner Junge saß er hier erstmals im Kart. Bereits nach kurzer Zeit verlor der Fußball an Bedeutung und der Fokus richtete sich auf das Kartfahren. Mit dem eigenen Kart ging es dann beim Kartslalom an die Startlinie.

Der einfache Slalom reichte aber schon bald nicht mehr aus. Die Rennen wurden umfassender und fanden nun weit über die Grenzen des Sauerlands hinaus statt. 2007 startete Christian Voß in der Formel-Ford-Meisterschaft, einer Einsteigerklasse des Formel-Rennsports. Nach dem Start in dieser Klasse führte ihn der Weg wieder zurück zum Kartsport. Einer seiner großen Erfolge war der Sieg beim „Monaco 4 Stroke Contest“, einer ARt inoffizieller Weltmeisterschaft, an der Profis aus aller Welt teilnehmen.

Mit der Zeit kamen viele Angebote auch von außerhalb des Kartsports. Christian Voß aber blieb seinen Wurzeln und dem Kart treu und fuhr für ein Team in Italien. Zeitgleich zur Rennfahrerkarriere gründete er ein eigenes Kartunternehmen in Schmallenberg und machte im Familienbetrieb eine Ausbildung zum Schreiner. Durch die Unterstützung der Familie blieb neben der Ausbildung genug Zeit für die eigene Firma. Schnell kamen Erfolge. Für die Arbeit als Schreiner war keine Zeit mehr. Doch nach einem schnellen Aufstieg kam ein größerer Rückschlag für sein Unternehmen. Dieser brachte Christian Voß aber nicht vom Kartsport ab.

Im Jahr 2016 wechselte er zum HTP Custom Werksteam. HTP-Motorsport deckt den Rennsport vom Kart bis zur GT3-Klasse im Sportwagenbereich ab. Hier übernahm er die Leitung für den Kartsport. Aus CV-Racing wurde das HTP Kart Team. Seit dem Wechsel besteht die Arbeit von Christian Voß in der Ausbildung der neuen Fahrer, der Organisation von Rennen, Marketing, Sponsoring und Eventplanung. Alle Bereiche sind seit 2018 unter dem Namen CV Performance Group zusammengefasst. Das übergreifende Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen den Weg in den Rennsport zu ermöglichen, ohne die Kosten ins Unermessliche steigen zu lassen. Für die jungen Fahrer im Team ist es schon mehr als ein Hobby, es ist der Schritt in den ernsthaften Rennsport, mit allem, was dazugehört.
Hier werden die Rennfahrer von morgen ausgebildet.

Die Erfolge sprechen für sich. Bei der Deutschen Meisterschaft und der Europameisterschaft war das Team bereits erfolgreich und mit dem Olper Jan Philipp Springob hat man auzch auf internationaler Bühne ein heißes Eisen im Feuer. Auch 2018 konnten schon zahlreiche Siege eingefahren werden. Bei so viel Verantwortung und Organisationsarbeit bleibt Christian Voß keine Zeit mehr, sich selber hinters Steuer zu begeben. Dies soll sich gegen Ende des Jahres aber wieder ändern, dann geht’s auch für ihn zurück auf die Rennstrecke.