Das neue Sauerland-Museum

Museumspädagogik für Kinder, Fotos: Wolkenlos Gestaltung & Fotografie

Museums- und Kulturforum Südwestfalen

Am 16. September 2018 wird die neue Dauerausstellung im Sauerland-Museum des Hochsauerlandkreises in Arnsberg eröffnet. Sie ist untergebracht im historischen Landsberger Hof, der 1605 durch den Kölner Kurfürsten Ernst von Bayern errichtet worden ist. Mit dieser Eröffnung findet der erste Teil einer intensiven und viele Jahre dauernden Planungs- und Bauphase seinen Abschluss.

Museumspädagogik für Kinder, Fotos: Wolkenlos Gestaltung & Fotografie

Der Landsberger Hof ist innen komplett renoviert und durch den Einbau eines Fahrstuhls barrierefrei geworden. Auf drei Ebenen wird hier die neu gestaltete Dauerausstellung präsentiert. Thematisch beinhaltet sie die Geschichte des ehemaligen Herzogtums Westfalen von den Anfängen bis in die Gegenwart. Dieser geschichtsträchtige Raum wird im Volksmund auch als „kurkölnisches Sauerland“ bezeichnet.

Die Ausstellung ist nach modernsten Gesichtspunkten neu konzipiert und gestaltet. Sie wurde in mehrjähriger Arbeit durch die Museumsleitung in Zusammenarbeit mit dem Büro des Museums- und Ausstellungsplaners Dr. Ulrich Hermanns aus Münster erarbeitet und ist mit dem LWL-Museumsamt in Münster abgestimmt worden.

Einrichten der Dauerausstellung, Foto: Wolkenlos Gestaltung & Fotografie

Der Zugang zur Geschichte und Kultur des kurkölnischen Sauerlandes wird erleichtert durch eine klare inhaltliche und räumliche Gliederung der einzelnen Themenbereiche, kombiniert mit einem erlebnisorientierten und interaktiven Wissenserwerb. Die Ausstellung beinhaltet drei Hauptbereiche jeweils mit besonderen Präsentationsformen und neuen Perspektiven:

– Ein Erlebnisbereich im Gewölbekeller zum Thema „Altsteinzeit/Eiszeit“ mit einer begehbaren Höhle sowie zum Thema „Ritter und Burgen“.

– Ein Rundgang zur Geschichte des kölnischen Herzogtums Westfalen von der Christianisierung bis zu seinem Ende um 1800 im Erdgeschoss.

– Die Geschichte des ehemaligen Herzogtums Westfalen von seiner Auflösung bis in die Gegenwart.

Das neue Sauerlandmuseum.

Im Obergeschoss liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Die Themen Erster Weltkrieg, der Untergang der Weimarer Republik und vor allem die Zeit des Nationalsozialismus bieten den weiterführenden Schulen künftig einen erstklassigen außerschulischen Lernort.

Für Kinder im Alter von 6-12 Jahren werden fünf verschiedene museumspädagogische Programme angeboten, die die Themen Steinzeit, Ritter, Klöster und mittelalterliche Stadt in anschaulicher Art und Weise vermitteln. Auch Kindergeburtstage können im Sauerland-Museum gefeiert werden.

Ein moderner Audioguide ermöglicht nicht nur Hörführungen in den Sprachen Deutsch, Englisch und Niederländisch, sondern auch barrierefreie Führungen für Blinde und Sehgeschädigte, in Deutscher Gebärdensprache und in Leichter Sprache.

In den Rundgang sind zahlreiche Mitmach- und Medienstationen wie Projektionen, Touchscreens und Hörstationen integriert. Sie bieten eine thematische Vertiefung und unterstreichen den wissenschaftlichen Anspruch.

Die Eröffnung des Neubaus soll im September 2019 erfolgen. Er erfüllt künftig den Bedarf der Region an geeigneten Räumlichkeiten für große Wechselausstellungen. Die neuen Räume bieten die Voraussetzungen für die Leihgabe wertvoller Exponate mit technisch hochwertiger Ausstattung hinsichtlich Klimatisierung und erforderlichen Lichtverhältnissen. Der Auftakt erfolgt im September 2019 über den in Meschede geborenen und international bekannten Künstler August Macke.

Planansicht vom Museumshof

Die Finanzierung eines solchen Projekts war nur mit maßgeblicher Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Landschaftsverbandes Westfalen/Lippe denkbar. Dementsprechend etablierte der Hochsauerlandkreis das Projekt frühzeitig in die „Regionale Südwestfalen 2013“, einem Strukturförderprogramm des Landes.

Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung wird die Kulturarbeit in der Region bereits nachdrücklich beleben. Die Inbetriebnahme des Neubaus wird darüber hinaus nicht nur zu einer architektonischen Aufwertung des Arnsberger Stadtbilds beitragen, sondern dauerhaft das kulturelle Angebot in ganz Westfalen bereichern.

 

Dr. Jürgen Schulte-Hobein

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