Führend in Deutschland und bestens ausgestattet für die Akut- und Nahversorgung

Foto: Heidi Bücker
Foto: Heidi Bücker

Fachkranknehaus Kloster Grafschaft: Mehr als eine Klinik für Lungenerkrankungen

von Hermann-J. Hoffe

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ – Mit diesem Zitat von Aristoteles stellt sich das Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft auf seiner Website und in Broschüren und Prospekten vor. Der Chefarzt und ärztliche Direktor Dr. Peter Haidl sowie der Geschäftsführer Stefan Schumann erklären im Gespräch mit WOLL, was damit gemeint ist.

WOLL: Unter der Überschrift „Führend in Deutschland“ stellt sich das Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft auf seiner Website vor. Können Sie das einmal erläutern?
Haidl: Das Fachkrankenhaus hat im Bereich der Lungen- und Bronchialheilkunde, bekannt unter dem Begriff „Pneumologie“, sowie in der Entwöhnung von Beatmungsgeräten, dem „Weaning“, eine hohe Expertise. Hier sind wir führend in Deutschland. Aber auch wenn ein Patient aufgrund einer Herzerkrankung, einer Allergie oder wegen Schlafstörungen eine Klinik mit erfahrenem und hochqualifiziertem Fachpersonal sowie einer Vielfalt moderner Diagnostikmethoden und Therapieverfahren sucht, ist er bei uns im Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft genau richtig.

Schumann: Im Fachkrankenhaus Grafschaft behandeln wir darüber hinaus sämtliche internistischen Krankheitsbilder, insbesondere Erkrankungen mit akuten Schmerzen im Brustkorb. Hinter diesen Schmerzen können sich zahlreiche Erkrankungen verbergen – vom Herzinfarkt bis hin zu einem Einriss der Hauptschlagader. Außerdem haben wir in den vergangenen Jahren den Bereich der Altersmedizin ausgebaut.

WOLL: Welche Leistungen werden für die Menschen hier im Schmallenberger Sauerland und in der Umgebung angeboten?

Haidl: Der Name und die über die Grenzen des Sauerlandes hinaus vorhandene Bekanntheit des Fachkrankenhauses ist geprägt durch die Bergleute, die hier seit den 50er
Jahren in großer Anzahl Heilung gesucht und gefunden haben. Das ist in den Köpfen drin. Bedauerlicherweise ist die Botschaft, dass wir nicht mehr alleine eine Rehabilitationsklinik
für Bergleute, sondern eine moderne Lungenklinik sind und im Bereich Innere Medizin alles abdecken, was dort heute verlangt wird, noch nicht in allen Tälern und auf allen Höhen des Sauerlandes angekommen.

Schumann: Wir sind heute, im Jahr 2018, auf der einen Seite ein spezialisiertes Fachkrankenhaus mit einer langen Tradition. Aber, und das ist uns wichtig: Wir sind auf der anderen Seite auch ein Akutkrankenhaus für die Patienten hier in der Region. Wir behandeln also auch Magen-Darm-, Herz- Kreislauf-, Krebs- oder Nierenerkrankungen, neurologische Erkrankungen sowie Störungen des Hormonhaushalts oder des Stoffwechsels. Und zwar rund um die Uhr. Menschen mit Krankheitsbildern, die wir hier nicht behandeln können, werden umgehend in kooperierende Kliniken gebracht. Seit einigen Monaten sind wir mit einem Hubschrauberlandeplatz direkt am Fachkrankenhaus vorzüglich ausgestattet, um Patienten, wenn es erforderlich ist, schnellstens in die jeweilige Fachklinik zu transportieren. Die Erstversorgung kann aber auf höchstem Niveau bei uns im Haus sichergestellt werden. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Marburger Philipps-Universität tragen wir mit wissenschaftlichen Beiträgen und Veröffentlichungen sowie der Ausbildung zukünftiger Ärzte außerdem zum wissenschaftlichen Leben bei.

Haidl: In der Behandlung von akuten und chronischen Krankheitsbildern der gesamten Inneren Medizin spielt unter anderem die gute Zusammenarbeit von Lungenheilkunde und Kardiologie eine wichtige Rolle. Und allen gesetzlich und privat versicherten Patienten steht das Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft zudem mit seinem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in den Fachdisziplinen Innere Medizin, Kardiologie, Gastroenterologie, Pneumologie und Allergologie auch in der ambulanten Versorgung zur Verfügung. Viele, die hier wohnen, wissen gar nicht, was im Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft alles behandelt werden kann!

Schumann: Wir versuchen das aber gerade zu ändern. So haben wir zum Beispiel 2015 mit dem Grafschafter Herztag gezeigt, dass Herzerkrankungen hier bestens behandelt werden können. Alle technischen Möglichkeiten zur Abklärung internistischer Erkrankungen einschließlich Computertomographie und Nuklearmedizin sind dazu vorhanden..

WOLL: Wodurch unterscheidet sich das Fachkrankenhaus Grafschaft von anderen Kliniken und Krankenhäusern?

Schumann: Es ist ein ganz besonderer Geist, der das Fachkrankenhaus Grafschaft auszeichnet, geprägt durch die Kongregation der Borromäerinnen, die Träger des Hauses sind. Das unterscheidet uns ganz deutlich von anderen Krankenhäusern. Der Mensch ist uns wichtig – er steht im Mittelpunkt unseres täglichen Handelns und unseres ganzheitlichen Pflege- und Behandlungsverständnisses. Nächstenliebe und gegenseitige Wertschätzung sind hier nicht nur Schlagworte. Das versuchen wir in allen Bereichen zu leben, auch im Umgang der Mitarbeiter untereinander. Wir sind ein Team – der Teamgedanke zählt hier viel.

WOLL: Das Fachkrankenhaus ist ein bedeutender Arbeitgeber. Wie gelingt es, die große Anzahl an Ärzten, Pflegekräften und sonstigen Fachkräften hier nach Grafschaft zu bekommen?

Schumann: Der gute Ruf, weit über die Grenzen des Sauerlandes hinaus, führt Fachkräfte aus allen Bereichen zu uns. Ärzte kommen sogar aus München. Und auch die Möglichkeit, hier zu forschen, bringt junge Ärzte und Fachpersonal her. Man kann hier sogar promovieren – in Kooperation mit der Uni Marburg. Und das gute Betriebsklima, das in jeglicher Hinsicht gefördert wird, durch Betriebsfeste, Teamsport und vieles mehr, sorgt dafür, dass sich Mitarbeiter auch unabhängig von der fachlichen und finanziellen Seite hier wohl fühlen und gerne in Grafschaft arbeiten.

Haidl: Sehr viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege kommen aus der unmittelbaren Umgebung und identifizieren sich voll und ganz mit dem Kloster und dem Fachkrankenhaus, manche schon über mehrere Generationen. Sie sind teils über 20, 25 Jahre hier. Und das spüren die Patienten, von denen manche ja, weil sie chronische Erkrankungen haben, häufiger hier sind. Sie freuen sich und fühlen sich gut aufgehoben, wenn sie vertraute Pflegekräfte wiedersehen, die ihre Krankengeschichte kennen und darauf eingehen. Die Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Fachkrankenhaus Grafschaft ist enorm hoch. Das gibt es nicht überall.

WOLL: Wie sehen die Planungen für das Fachkrankenhaus für die kommenden Jahre aus?

Schumann: Aktuell wird an einem Ausbau der altersmedizinischen Abteilung gearbeitet. 22 Betten in Modulbauweise werden im September fertig und erweitern unser Angebot in diesem Bereich. Wir reagieren damit auf demographische Entwicklungen unserer Gesellschaft. Wir bieten in der Geriatrie eine multiprofessionelle, interdisziplinäre Ausrichtung mit einem individuellen Versorgungs- und Therapieansatz. Kurze Wege und eine gute Erreichbarkeit sind zudem wichtig, um regelmäßigen Kontakt älterer Patienten
zu ihren Familien und Freunden zu ermöglichen. Geplant sind außerdem Erweiterungen in der Früh-Rehabilitation nach Langzeitbeatmung. Die in 2005 als Modellprojekt begonnene Abteilung, unterstreicht deutlich unsere führende Rolle in diesem Bereich.

Haidl: Wichtig ist bei aller Entwicklung aber immer die Qualität der Patientenversorgung. Die muss auf dem hohen Niveau bleiben und weiter verbessert werden. Der zufriedene
Patient, der gerne darüber berichtet, dass er in Grafschaft gewesen ist, ist uns wichtig. Hierfür tun wir alles.

Schumann: Und damit werben wir auch auf allen möglichen und bekannten Kanälen. Aber das Wichtigste ist und bleibt die Mund-zu-Mund-Propaganda. Das Landschaftsbild des Sauerlandes und die gute Luft sorgen ebenfalls dafür, dass die Patienten zufrieden sind. Das Kloster mit seinen besonderen Räumlichkeiten und seiner christlichen Botschaft ist ein idealer Platz für ein Krankenhaus und die Weite zwischen den Sauerländer Bergen tut ihr Übriges dazu.

Schwerpunkte des Fachkrankenhauses Grafschaft
• Lungen- und Bronchialheilkunde (Pneumologie)
• Allergologie
• Intensivmedizin und Weaning
• Frührehabilitation nach Langzeitbeatmung
• Schlafmedizin und außerklinische Beatmung
• Innere Medizin und Kardiologie
• Altersmedizin (Geriatrie)

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