Englische Wochen für das Team Sauerland NRW p/b SKS GERMANY

Aaron Grosser (2. von rechts) Foto: Darek Krzywanski
Aaron Grosser (2. von rechts) Foto: Darek Krzywanski
In den vergangenen Tagen hat das „Team Sauerland NRW p/b SKS GERMANY“ nicht nur Kilometer auf dem Rad gesammelt. Mit den Rennen Anfang Mai in Düren, Frankfurt, der NRW Meisterschaft in Werne, Rhone Alpes Tour Frankreich, der Berg DM und Erzgebirgsrundfahrt bei Chemnitz mussten Fahrer und Betreuer einige Stunden im Auto verbringen. Abschluss der „Englischen Wochen“ bildete die Baltyk Karkonoscze Tour in Polen.

Rhone Alpes Tour Frankreich- Grosser zeigt sich bergfest

Allen voran schaffte es wieder Aaron Grosser in die vorderste Reihe. Knapp an der Sensation vorbei, konnte er sich bei einigen Massensprints in den Top Ten platzieren. Nachdem er sich im internationalen Feld auch auf den Bergetappen vorn zeigte, glänzte er zum Abschluss mit dem 6. Platz hinter dem französischen Tagessieger Yannis Yssaad. Bester Sauerländer in der Gesamtwertung wurde der Hüstener Louis Leinau auf Platz 33. Die Rhone Alpes Tour ist eines von mehreren internationalen Etappenrennen in Frankreich und war für das „Team Sauerland NRW p/b SKS GERMANY“ das erste dieser Art. Am Start waren 120 Fahrer aus ganz Europa, Russland und den USA.

Bundesliga Erzgebirge – Hodapp weiter bester Nachwuchsfahrer in Deutschland

Ohne die Bergfahrer Jonas Härtig und Felix Intra ging es für das „Team Sauerland NRW p/b SKS GERMANY“ zur Radbundesliga ins Erzgebirge. Auf dem Plan standen die Berg DM und die traditionelle Erzgebirgsrundfahrt. Waren diese Rennen zu Anfang der Saison noch fest zum Punkte sammeln eingeplant, musste die Marschroute mit Abwesenheit der beiden „Bergflöhe“ geändert werden. Intra und Härtig fuhren schon in Frankreich ihrer Form hinterher und fingen sich im Nachbarland eine schwere Erkältung ein. Ohne die Leistungsträger schafften es die Fahrer um die Hüstener Louis und Joann Leinau in der Gesamtwertung auf Platz fünf vorzufahren. Mit weiterhin guter Leistung konnte Youngster Johannes Hodapp sein Führungstrikot in der Nachwuchswertung der Bundesliga behalten und seinen Vorsprung ausbauen.

Baltyk Karkonoscze Tour Polen

Mit einiger Erwartung reiste das Team direkt vom Erzgebirge an die polnische Ostsee. Dort startete die Rundfahrt vor herrlicher Ostseeidylle. Von dort ging es in fünf Etappen bis zur Tschechischen Grenze. Wie schon in Frankreich war das Rennen international besetzt. Wieder näherte sich Aaron Grosser seinem Ziel, endlich ein internationales Rennen zu gewinnen. Wie gemacht für ihn waren zwei Etappen, bei denen ein Massensprint zu erwarten war. Direkt zu Beginn der Rundfahrt standen die Zeichen auf Grün. Unglücklicherweise rettete sich eine kleine Ausreißergruppe von vier Fahrern mit wenigen Sekunden Vorsprung ins Ziel. Im Feld versuchte man der polnischen CCC Mannschaft die Nachführarbeit zu überlassen. Diese fügte sich ihrer Rolle, übersah aber die kleine Spitzengruppe und sprintete nur um Platz fünf. Kurioses am Rande: der knapp vor Grosser platzierte Pole Frankcak wähnte sich als Erster und jubelte wie der Sieger. Auf den restlichen Etappen zeigte sich ein ähnliches Bild. Wieder konnte Grosser einen starken 6. Platz einfahren, zeigte sich aber unzufrieden. Der junge Sprinter und das Team rechnen fest damit, dass in den kommenden Rennen der Knoten platzt. Gegen Ende der Rundfahrt machte ein Defekt im Finale einen weiteren Strich durch die Rechnung und somit ruhen die Hoffnungen auf der U23 DM in Unna und Rund um Köln im Juni. Bester Team Sauerland p/b SKS GERMANY Fahrer in der Gesamtwertung wurde Joann Leinau auf Platz 20. Wie sein Bruder zuvor in Frankreich lag er nur knapp hinter den Top Ten.

Johannes Hodapp NRW Meister im Zeitfahren

Im Rahmen der Cologne Classic wurden am letzten Wochenende die NRW Meisterschaften im Zeitfahren ausgefahren. In Abwesenheit der in Polen gestarteten Fahrer konnte Johannes Hodapp ein weiteres Mal sein Talent aufblitzen lassen und holte den „Zeitfahrtitel“ ins Sauerland. Hodapp setzte gegen Heiko Hombrighausen/Aachen und Janek Heming/Köln durch. Platz fünf fuhr mit einigen Sekunden Rückstand Bahnweltmeister Lucas Liss aus Unna ein.