Südwestfalen/Schmallenberg. Mit dem Programmheft zum Spirituellen Sommer 2018 präsentiert das Netzwerk „Wege zum Leben. In Südwestfalen.“ vom 07.06. bis 02.09.2018 bereits zum siebten Mal die große Vielfalt spiritueller Angebote und besonderer Wege und Orte in Südwestfalen und seinen Ferienregionen Sauerland und Siegerland-Wittgenstein. Mit Stolz sehen die Verantwortlichen auf die Angebotsvielfalt, die immer wieder neue Inspiration und Wahrnehmung ermöglicht, aber auch bestehende Veranstaltungsorte in neuem Licht erscheinen lässt.
In über 300 Veranstaltungen an mehr als 90 verschiedenen Orte erleben sie Besucherinnen und Besucher Zugänge zu spiritueller Erfahrung: In der Tradition der großen Weltreligionen, mit Musik und Kunst, in der Natur, aber auch in der Begegnung mit den Menschen der Region bietet der Spirituelle Sommer 2018 die Möglichkeit, ein wenig Tempo aus dem Alltag herauszunehmen, stiller zu werden, sich und anderen zu begegnen und sich vielleicht auch auf Neues einzulassen. Denn viele neue Angebote sind auch in diesem Sommer wieder dabei.
Die Veranstaltungsreihe zieht Jahr für Jahr über 15.000 Besucherinnen und Besucher aus nah und fern an. Für Hubertus Schmidt, der den Schmallenberger Sauerland Tourismus im „Netzwerk Wege zum Leben.“ vertritt, hat das Angebot auch einen hohen touristischen Wert: „Entschleunigung, Zu-sich-kommen und Orientierung finden, das sind auch für unsere Gäste hochaktuelle Themen.“
Zum dritten und letzten Mal wird in diesem Jahr das Leitthema Licht sein, was sich auch in vielen Angeboten widerspiegelt. In Kunstprojekten, Konzerten, Wander- und Pilgerangeboten, Meditation und Gebet, Tanz, Führungen, Vorträgen, Gesprächen und vielem mehr nähern sich die Akteure diesem Thema auf ganz unterschiedliche Weise. Vor allem die Natur gibt dazu wichtige Impulse: Wandern, Bewegen, Still-werden – am Tag, bei Nacht, bei Sonnenaufgang und -untergang.
Unter der künstlerischen Leitung von Dr. Andrea Brockmann vom Kulturbüro Schmallenberg ist in diesem Jahr auch wieder ein ambitioniertes Kunstprogramm entstanden: Das Lenneatelier in Schmallenberg zeigt in Kooperation mit dem Emil Schumacher Museum in Hagen eine Ausstellung mit einer Grafik-Serie des Künstlers zur „Genesis“. „Gedruckt mit Wüstensand aus der judäischen Wüste ist diese Ausstellung besonders beeindruckend“, versichert Michael Kloppenburg.
In Eslohe wird es eine Lichtskulptur an zwei inspirierenden Orten geben. Ein Teil der fünf Meter hohen Skulptur „Zwei Quellen“ wird an der St.-Rochus-Kapelle errichtet, der andere identische Teil wird am Esloher Museum aufgestellt. So ensteht eine spirituelle und imaginäre Verbindung beider Orte und zudem werden diese neu ins Bewusstsein der Besucher gerufen. Altbekannte Orte in neuem Licht.
Und in der Christuskirche in Neheim verkündet eine Lichtskulptur der Düsseldorfer Künstlerin Kristina Stoyanova über 8 Wochen lang den Satz „God is a Woman and She knows how to dance“. Inspiriert davon wird der Tänzer und Choreograf Andreas Simon in der Christuskirche in Neheim am 6. Und 7. Juli einen Workshop gestalten.
In Wormbach wird für ein weiteres Jahr die Lichtskulptur „Sternenhaus“ des Beckumer Künstlers Ulrich Möckel zu sehen sein. Sie ist auch Impulsgeber für eine kleine Veranstaltungsreihe mit der Frage danach, was die Menschen verbindet und was das Thema Nachhaltigkeit damit zu tun hat. „Es kommen immer mehr Fragen auf, daher möchten wir mit den Menschen ins Gespräch kommen“, erklärt Elisabeth Grube. Gemeinsam mit Pastor Klaus Danne und Michael Kloppenburg wird sie diese Veranstaltungsreihe durchführen.
Weitere Höhepunkte sind zwei musikalische Einladungen zum interkulturellen Dialog: Mit Improvisationen von Klezmer- und Sufiklängen und einem Derwischtänzer wird der Spirituelle Sommer am 07. Juni in Schmallenberg-Wormbach eröffnet. Am 07. August folgt eine „Klezmer-Rhapsodie“ in der Abtei Königsmünster in Meschede.
Ein starkes Netzwerk
Das „Netzwerk Wege zum Leben. In Südwestfalen.“ stellte der Region damit wieder ein offenes, mal anspruchsvolles, mal niederschwelliges, innovatives Angebot zum Thema Spiritualität zur Verfügung. Es überwindet dabei ganz bewusst Kultur-, Orts- und Religionsgrenzen. Vertreter/innen des Tourismus, der Kirchen und der anderen großen Weltreligionen, der nicht religiös gebundenen Spiritualität, der Kultur- und Heimatarbeit und des Bereichs Gesundheitsprävention sitzen dabei an einem Tisch und wagen es, die Angebote des jeweils anderen neben die eigenen zu stellen. „Eine in dieser Art wohl einzigartige Zusammenarbeit“ freuen sich Elisabeth Grube vom Ev. Kirchenkreis Wittgenstein und Michel Kloppenburg vom Dekanat Hochsauerland-Mitte, das Lenkungsteam des Spirituellen Sommers. „Viele Angebote entstehen aus ehrenamtlicher Inspiration, ohne die es gar nicht ginge“, betont Michael Kloppenburg und freut sich auch über die Kooperation ganz unterschiedlicher Gruppen.
Sponsoren und die „Regionale Kulturpolitik“ des Landes NRW fördern die Veranstaltungsreihe. Und weitere Unterstützer sind willkommen: „Mit 25 Euro pro Jahr können Interessierte mithelfen, das Netzwerk weiter zu stärken“, so Projektleiterin Susanne Falk.
Programmheft südwestfalenweit erhältlich
Das reichbebilderte 111 Seiten starke Programmheft stellt alle Veranstaltungen vor. Sortiert nach Themen, Orten und zeitlicher Reihenfolge ist es übersichtlich gestaltet und im redaktionellen Teil gibt es passende Hintergrundinformationen zu Akteuren und Orten. Es ist kostenlos südwestfalenweit in den örtlichen Tourist-Informationen, den Bürgerbüros der Kommunen, den Filialen der Sparkassen und Volksbanken, vielen Kirchen und bei der Gästeinformation Schmallenberger Sauerland in Schmallenberg, Poststr. 7, info@wege-zum-leben.com erhältlich.