Die Kardinal-von-Galen Schule in Eslohe ist eine Förderschule für geistige Entwicklung und neben den üblichen Lehrbereichen ist Bewegung und Natur schon lange ein bedeutendes Thema an der Schule. Dazu zählen auch die jährlich stattfindenden Waldjugendspiele.

Anlass genug, einen behindertengerechten Walderlebnisparcours zu entwickeln und gemeinsam mit dem Regionalforstamt Oberes Sauerland wurde die Idee bald geboren.

Da die Schule unter der Leitung von Michael Schäfer-Pieper auf dem Weg zur zertifizierten Naturparkschule ist – bundesweit die erste Förderschule – ist ein Waldjugendspielparcours ein wichtiger Beitrag dazu.

 

 

Hartmut Piontek als zuständiger Förster für Eslohe, Ortrud Ortmann als Waldpädagogin des Forstamts und ein Lehrerteam gingen mit Begeisterung an die Planungen. Auch der ehemalige Forstamtleiter Hans von der Goltz fand das Projekt toll und schlug spontan dem Rotaryclub Meschede-Warstein vor, die Aktion mit ihrem Projekt „jeder Rotarier pflanzt einen Baum gegen den Klimawandel“ zu verbinden. Das Interesse war groß und der Präsident des RC Christof Mues stellte sofort 500 Euro für diese besondere Maßnahme bereit – jetzt fiel der Startschuss für das Projekt.

Oberhalb der Schule war schnell ein geeigneter Rundweg gefunden, auf dem die Waldstationen errichtet werden sollen. Das Ehepaar Jacobi aus Eslohe stellte dafür ihr kleines Eichenwäldchen am Bottenberg zur Verfügung und dort wurden jetzt in einer großen Pflanzaktion 60 kleine Esskastanien zwischen die kleinen Eichen gepflanzt. Die Esskastanie ist der Baum des Jahres 2018. Die Schülerinnen und Schüler pflanzten gemeinsam mit ihren Lehrern, Mitarbeitern des Regionalforstamts, dem Esloher Bürgermeister und dem Präsident des Rotaryclubs und alle waren mit Freude dabei. „Wir haben bereits viele positive Projekte mit der Schule durchgeführt und sind gerne bereit, im Sinne der Nachhaltigkeit dieses Projekt weiter zu begleiten“, sagte Bürgermeister Stephan Kersting. Und auch der neue Leiter des Regionalforstamts Oberes Sauerland Frank Rosenkranz bemerkte: „Mit den Esskastanien, die wir heute gepflanzt haben, haben wir etwas ganz Tolles zusammen geschaffen. Das merken wir, wenn wir alle älter sind“.

Eine kleine Stärkung in Form von gebackenen „Esskastanien“ gab es natürlich auch.
Nach und nach sollen hier weitere Baumarten gepflanzt werden, sodass ein wunderschöner kleiner Mischwald entsteht. Nicht nur als Zeichen der Dringlichkeit einer Veränderung sondern auch als Hinweis auf die unterschiedliche Bevölkerung und Toleranz. Ein Ziel dabei ist es auch, dass die Schüler Verantwortung für ihr kleines Wäldchen übernehmen, es hegen und pflegen und dann auch mit Stolz sehen, wie ihre kleinen Bäumchen wachsen und gedeihen. Ein kleines eigens aufgestelltes Hinweisschild weist auf den Schülerwald hin und erinnert nicht nur an das tolle Erlebnis der Pflanzaktion, sondern macht auch die Nachhaltigkeit und das Umweltbewusstsein deutlich.
Die Zertifizierung zur Naturparkschule findet am 15. Mai 2018 um 11 Uhr in der Kardinal-von-Galen Schule statt.