Mutter Vojtěcha Hasmandoá, geb. am 25.03.1914, entschied sich schon früh für ihre religiöse Laufbahn. Im 13. Lebensjahr trat sie mit der Zustimmung und dem Segen ihres Vaters der Kongregation der barmherzigen Schwestern des hl. Karl Borromäus in Prag bei.
Wegen „Hochverrats“ wurde sie im Jahr 1952 vom kommunistischen Regime verhaftet und als „Spionin im Dienste des Vatikans“ zu 8 Jahren im kommunistischem Gefängnis verurteilt, die sie in den Jahren 1952 – 1960 verbüßte. Grund für die Inhaftierung war, dass sie im Kloster einen jungen Franziskanerpater versteckte, der 1950 der Liquidierung seines Klosters entgangen war.
Während ihrer Inhaftierung manifestierte Mutter Vojtěcha wiederholt ihre Meinungsverschiedenheit mit dem kommunistischen Regime und protestierte gegen die ungerechte Gefangenschaft.
Von 1970 bis zu ihrem Tod im Jahr 1988 übernahm Mutter Vojtěcha die Aufgabe der Generaloberin der Prager Kongregation der Borromäerinnen und führte die Gemeinschaft durch die Zeit nach dem 2. Vatikanischen Konzil.
Ihre unermüdliche Erneuerung war die beste Antwort auf die repressiven Taten der Staatsgewalt, die sie im Gefängnis erlebt hatte. Heimlich nahm sie, trotz des staatlichen Verbots, 50 neue Mitglieder in die Schwesterngemeinschaft auf.
Vor dreißig Jahren, am 21. Januar 1988, stirbt Mutter Vojtěcha mit folgenden Worten: „Ja, Herr!“ Sie starb im Alter von 74 Jahren in einem Kreis von Schwestern in Znojmo-Hradiste.

Im Jahr 1996 eröffnete der Bischof von Brünn, Vojtěch Cikrle, der sie persönlich kannte, den Heiligsprechungsprozess von Mutter Vojtěcha. Am 6. 12. 2014, mit der Bestätigung des Dekrets über die Heroizität ihrer Tugenden, gipfelte der Heiligsprechungsprozess. Der Heilige Vater Franziskus erteilte ihr den Titel der ehrwürdigen Dienerin Gottes. Wir beten für die Bestätigung des Himmels mit einem Wunder, damit wir zur Seligsprechung fortschreiten können.

Die Ausstellung möchte den heutigen Menschen die Heiligkeit des Alltags, aber auch des heroischen Lebens von Mutter Vojtěcha und den Heiligsprechungsprozess in Rom vorstellen.
Die Größe von Mutter Vojtecha liegt in ihrem Vertrauen auf Gottes Vorsehung und in ihrer Verzeihung denen, die ihr Leid antaten. Sie ist erfüllt mit dem Heiligen Geist und daher lebensbejahend.
Wanderausstellung „Mutter Vojtěcha – Dienerin Gottes – Tapfere Glaubenszeugin“ in der
Zeit vom 10.4.2018 bis 04.05.2018 in der Pfarrkirche St. Alexander in Schmallenberg

Ausstellungseröffnung am 09.04.2018 um 15.00 Uhr im Mariensaal des Klosters Grafschaft