Berghausen. Zurzeit läuft die viel beachtete Ausstellung „Bildwelten – Weltbilder“ der LWL- Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur im Museum Holthausen, die sich mit herausragenden Beispielen romanischer Wandmalerei in westfälischen Kirchen beschäftigt. Dazu zählen auch die Kirchen in Wormbach und Berghausen. Wandmalereien gehören zum ältesten Kulturgut, wie bereits rund 33.000 Jahre alte Höhlenmalereien beweisen. Im europäischen Mittelalter erlebte diese Technik einen neuen Aufschwung. Die Malereien wurden direkt mit den Wänden verbunden und somit zu einem Teil der Architektur. Die Farben bestimmen neben den architektonischen Formen wesentlich das innere Erscheinungsbild einer Kirche. Mit den gemalten figürlichen Szenen eröffnen sich besonders in Altarnähe vielgestaltige religiöse Bildwelten, die als Bildpredigten die Glaubensvorstellungen und damit das Weltbild der damaligen Menschen entscheidend prägten.

Bei der Betrachtung der mittelalterlichen Malereien ergeben sich interessante Fragen. Was haben die Menschen geglaubt und wie führten sie ihr Leben? Wie haben die Wandmaler gearbeitet? Welche biblischen Geschichten haben sie dargestellt? Im Rahmen des Begleitprogramms der Ausstellung nähert sich am 21. Februar Elisabeth Grube, Pfarrerin i. R., mit diesen Fragen der Malerei in Berghausen unter dem Titel „Vom Aufgang des Lichts – Eine Begegnung mit der romanischen Apsismalerei in der Pfarrkirche St. Cyriakus“. Beginn der Führung ist um 15.00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Ausstellung „Bildwelten – Weltbilder“ im Museum Holthausen endet am 11. März und ist
Mittwoch, Freitag und Samstag von 14 bis 17 Uhr und Sonntag von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

Apsismalerei in Berghausen, Foto: LWL/Dülberg