„Update“ Soziales Kompetenztraining Kindergarten plus

Foto: Stadt Menden
Foto: Stadt Menden

Bildungs- und Präventionsprogramm bereits seit 10 Jahren ein Erfolg in Menden

Die Sinne schärfen, Körperbewusstsein entwickeln, andere mit ihren Eigenarten wahrnehmen, Gefühle ausdrücken und benennen und Konflikte gewaltfrei lösen. Das ist nicht immer leicht und vor allem Kinder müssen alles das von frühauf lernen. Und das am besten kindgerecht.
Genau darauf zielt das Bildungs- und Präventionsprogramm der „deutschen Liga für das Kind“ „Kindergarten plus“. Das Programm besteht aus neun Bausteinen und weiteren Elementen, die in einer extra dafür zusammengestellten Gruppe zur Stärkung der kindlichen Persönlichkeit durchgeführt werden. In den 9 Modulen geht es um die Themen Körper, Sinne, Gefühle, Beziehungen, Grenzen und Regeln.
Bereits seit zehn Jahren führen die städtischen Kitas in Menden „Kindergarten plus“ einmal jährlich mit allen 4 bis 5 jährigen Kindern ihrer Kita durch. Der Start im Jahr 2007 wurde in Menden zur nachhaltigen Umsetzung des Trainings durch den örtlichen Lions Club gefördert.
Im November trafen sich alle sieben Trainerinnenteams der Einrichtungen, um die Arbeit gemeinsam mit der Kindergarten plus-Koordinatorin Stella Valentien und der Fachberatung der Stadt Uschi Rosenthal grundlegend zu reflektieren und sich mit den neuen Modulen und Materialien des Programms vertraut zu machen. Immer mit dabei: Die Handpuppen Tim und Tula, die auch die Kinder durch das Programm begleiten. Darüber hinaus werden die Eltern in das Programm mit einbezogen, so dass die Themen auch zuhause aufgegriffen werden können.
Bei der diesjährigen Veranstaltung wurde deutlich, dass die Mendener Fachkräfte, das Training mit vielen kreativen Umsetzungs-Ideen für die Praxis weiter entwickelt haben. Sie bestätigten, dass die Kinder nicht nur viel Freude an der Teilnahme haben, sondern – wie in der Evaluationsstudie der Uni Lüneburg beschrieben – bei den Kindern Wirkung im Alltag zeigt: Kinder die an Kindergarten plus teilgenommen haben, können im Vergleich mit anderen Kindern besser mit ihren Gefühlen und anderen Menschen umgehen.