Vom Sauerland nach Amsterdam: Ein Städtetrip zu den Nachbarn

Lange Wochenenden und Feiertage nutzen viele für einen Kurztrip zum Entspannen und Energietanken. Was eignet sich dafür besser als ein Besuch bei den holländischen Nachbarn in Amsterdam? Als Urlauber aus dem Sauerland ist man nicht lange unterwegs und bekommt Abwechslung im Alltag.

Erster Eindruck: Stadt der Brücken, Grachten und Fahrräder

Die vielen für Amsterdam typischen Grachten (Kanäle) versprühen ein beinahe venezianisches Flair im Norden Europas. Über 200 Kanäle, Schleusen und Wassergräben werden hier überspannt von 1.400 Brücken, sie lassen den Besucher erahnen, dass die alte Hafenstadt hauptsächlich auf Moor und Sumpfland erbaut wurde, was sie allerdings überhaupt nicht daran gehindert hat, dank ihrer günstigen Lage zu einer der bedeutendsten Handels- und Kulturstädte der Welt aufzusteigen. Das goldene Zeitalter um das 17. Jahrhundert herum hinterließ viele historische Spuren. Die alten Patrizierhäuser entlang der Kanäle bestechen immer noch mit der nobel-schlichten Schönheit ihrer Architektur. Fast jedes dieser schiefen und schmalen Häuser mit ihren unterschiedlichen, wunderschönen Giebelvariationen wirkt wie ein Museumsexponat. Interessant ist, dass die Häuser wegen der damals so hohen Steuerabgaben so schmal gebaut wurden. Jeder Meter am Wasser wurde extra besteuert, weshalb man möglichst schmale, aber dafür hohe Häuser baute.

Nicht nur Flaneure kommen hier auf ihre Kosten. Amsterdam ist als Fahrradstadt bekannt, in der sich die Radwege auf einer Gesamtlänge von über 400 Kilometern erstrecken. Im Gegensatz zu Autofahrern kommen Fahrradfahrer viel einfacher durch die vielen schmalen Gassen und über die Brücken. Auch Amsterdam-Besucher sind mit dem Rad flexibel und bequem unterwegs. Suchen Sie dafür einen der vielen Fahrradverleihe der Stadt auf.

Anreise und Unterkunft

Die Reise geht vom Sauerland aus über das Rheinland in die niederländische Hauptstadt am besten mit Auto, Zug oder Bus. Mit dem Flixbus kommen Reisende z. B. von Meschede nach Amsterdam in etwa fünfeinhalb Stunden schon ab 19 Euro. Wer lange im Voraus plant, bekommt für 19,90 Euro ein Sparticket für die Zugfahrt von Menden aus, die eine halbe Stunde kürzer ausfällt als mit dem Bus. Natürlich kommt man auch mit dem Flugzeug z. B. von Dortmund aus ans Ziel.

Zur Haupturlaubszeit sind die Hotels schnell ausgebucht. Es gibt einige Jugendherbergen, die, wie der Name schon sagt, besonders bei den vielen sehr jungen Stadtbesuchern beliebt sind. Auch sie sind schnell mal komplett ausgelastet. Wer nach Ferienwohnungen auf entsprechenden Vergleichsportalen schaut, findet aber mit großer Wahrscheinlichkeit immer ein Dach über dem Kopf in der beliebten Metropole.

Sehenswertes bei einem Wochenendausflug

Allein der Rundgang durch die Altstadt und all die vielen kleinen Gassen sind schon einen Besuch wert. Für manche Touristen sind das Rotlichtviertel und die vielen Coffee Shops die Markenzeichen und die Hauptattraktionen der Stadt. Doch Amsterdam bietet noch viel mehr, nämlich eine Menge Kunst und Kultur für seine Gäste.

Das Van Gogh Museum lockt mit den vielen Werken des berühmten Künstlers der Moderne – darunter Meisterwerke wie „Die Sonnenblumen“ und die „Mandelblüte“ – täglich Hunderte von Besuchern an. Auch das Anne Frank Haus, das die Geschichte und das Schicksal des jüdischen Mädchens dokumentiert, ist einen Besuch wert. Zu den Top-Ten-Attraktionen gehört zweifelsohne auch das Rijksmuseum, in dessen Ausstellungsräumen man eine Zeitreise durch die niederländische (Kunst-)Geschichte vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert unternehmen kann.

Nicht nur Amsterdam ist eine touristische Attraktion und eine Reise wert. Der Kölner Stadtanzeiger hat 30 sehenswerte Orte in den Niederlanden zusammengestellt, die als tolle Inspiration für einen Kurzurlaub dienen. Wie wäre es z. B. mit der Europäischen Kulturhauptstadt 2018, Leeuwarden im Norden des Landes, mit ihren zahlreichen Kunst- und Kulturprojekten?


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