Vorweihnachtliche Stimmung im „Röttgers Backes“ in Sögtrop

Foto: Ralf Litera
Foto: Ralf Litera

Das alte Backhaus in Sögtrop, auch „Röttgers Backes“ genannt, wurde bereits im Jahr 1905 erbaut und ist bis heute im Privatbesitz von Josef Körneke und seiner Familie.

Auf dem Hof Röttger, wie er auch heute noch genannt wird, wurde bis 1927/28 regelmäßig im Wechsel mit dem Hof Hoppe gebacken. Anschließend diente das alte Backhaus lange als Unterstand und Garage für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge und Gerätschaften.

Foto: Ralf Litera
Foto: Ralf Litera

„Eigentlich viel zu schade“, dachte sich Josef Körneke und restaurierte es im Jahr 2005 – genau 100 Jahre nach dem Bau. Seitdem wird hier nicht nur wieder gelegentlich gebacken, der Backes ist auch zum Treffpunkt der Sögtroper Dorfgemeinschaft geworden.

Regelmäßig am 1. Mai und alle vier Jahre beim Kutschenturnier werden hier Brot und Kuchen gebacken, und auch sonst ist das Haus mit Leben gefüllt: Ob für Dorfversammlungen, private Familienfeiern oder gemeinsame Treffen, im urigen „Backes“ kommen alle Generationen zusammen. Zum Adventskaffee, immer am letzten Adventssonntag, treffen sich die Dorfbewohner mit der Bumbacher Blaskapelle, und das jährlich stattfindende Doppelkopfturnier im Januar ist vor allem für die Männer im Dorf ein Highlight.

Foto: Ralf Litera
Foto: Ralf Litera

Richtig viel Spaß hatten jetzt die Sögtroper Kinder beim Plätzchenbacken in historischer Umgebung. Schon mittags hatte Josef Körneke den Ofen in Schwung gebracht, so dass am Nachmittag die richtige Temperatur erreicht war. Gemeinsam mit Bäckermeisterin Anna Lumme wurde geknetet, geformt und gebacken, und schon bald duftete das ganze Backhaus nach Weihnachten. Spekulatius und Spritzgebäck waren ein Genuss, so frisch aus dem Ofen. Die ersten Plätzchen schmecken eben immer am besten.

Text: Heike Schulte-Belke