Es ist nicht immer der Spitzensport, der im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen sollte. Der bundesweite Wettbewerb „Sterne des Sports“ nimmt deswegen Leistungen außerhalb dieses Bereichs in den Fokus: Die Volksbanken Raiffeisenbanken ehren in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund Vereine, die sich über den normalen Breitensport hinaus mit besonderen Angeboten engagieren. Anfang November wurde der Sauerländer Sportverein Grün-Weiß Braunshausen für seine Maßnahme „SPORTplus – ein Zukunftskonzept für die Lebenswelt ländlicher Räume“ im Rahmen des Wettbewerbs auf regionaler Ebene des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen geehrt.

SPORTplus – mehr als Sport

„SPORTplus – Ein Zukunftsprojekt für die Lebenswelt ländlicher Raum“ – so heißt das Konzept des Vereins. Es geht aber eben nicht nur um Sport. Das Gemeinschaftsprojekt mit der Bürgerschaft ist ein Projekt, das über sportliche Grenzen hinausgeht und die „besondere soziale- und gesellschaftliche Lebenssituation im ländlichen Raum einbezieht, stärkt, stabilisiert und unterstützt“.

SPORTplus setzt sich aus zwei Projekten zusammen, die sich gegenseitig ergänzen und die der Öffentlichkeit jederzeit zur Verfügung stehen. Zum einen ist das der Open-Air-Fitnessplatz, der Geräte zum umfassenden Körpertraining zur Verfügung stellt: Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht und Koordination können dort trainiert werden. Direkt angeschlossen ist der Themengarten am Wehlenbach, ein Entspannungsbereich und gleichzeitig ein sozialer und gesellschaftlicher Treffpunkt für alle Generationen.

Aber nicht nur unterschiedliche Altersgruppen zusammenzubringen ist ein Ziel des Projektes. Auch Inklusion ist hier ein wichtiges Thema: Kurse unter Einbeziehung von Menschen mit körperlichen Einschränkungen und Behinderungen werden angeboten und der Platz ist so ausgelegt, dass er barrierefrei auch für Rollstuhlfahrer nutzbar ist. Unsere Heimat lebens- und liebenswert zu halten, aufeinander zu achten, das Gemeinsame zu stärken und dabei viel für die Gesundheit und Fitness tun – das ist das Ziel.

Bewerbung über Volksbank Bigge-Lenne

Beworben hatte sich der Verein mit genau diesem Konzept über die Volksbank Bigge-Lenne und sicherte sich damit den kleinen Stern des Sports in Silber und ein Preisgeld über 1.500 Euro. Darüber hinaus gab es außerdem den Publikumspreis und damit die Chance, Ende Januar in Berlin noch einmal bundesweit ausgezeichnet zu werden. „Mit ein wenig Glück schafft das der stark engagierte Verein auch noch und löst das Ticket nach Berlin ein“, so Marketingleiter Frank Segref, der gemeinsam mit Vertretern des Vereins, Hallenbergs Bürgermeister Michael Kronauge sowie Repräsentanten der Volksbank Bigge-Lenne der Preisverleihung in Düsseldorf beiwohnte.

„Wenn es diesen Wettbewerb nicht gäbe, müsste man ihn erfinden“, so der Präsident des Landessportbundes NRW Walter Schneeloch, der sich bei den Volksbanken Raiffeisenbanken bedankte, die einen solchen Breitensportpreis möglich machen.