Von Simone Rein

Der goldene Oktober zeigte sich dieses Jahr von seiner schönsten und farbenfrohen Seite. Aber warum wird der Oktober als golden bezeichnet? Die in den Herbstmonaten einsetzende Blätterfärbung der Laubwälder und die gelb-rötliche Sonneneinstrahlung, insbesondere bei Sonnenauf- und -untergang, zeigen ein goldenes Naturschauspiel. Diese Schönwetterperiode tritt meistens im zweiten Oktoberdrittel ein. In Deutschland hat der goldene Oktober eine jahrhundertlange Tradition.

Zu Beginn des Oktobers sah es noch nicht golden aus. Kälte, Regen und Wind zogen über das Land. Doch zu Mitte des Monats deutete sich ein Hoch an. Die Tage wurden langsam wieder wärmer. Es erinnerte mehr an einen Spätsommer als an Frühherbst.

Für dieses Jahr war eigentlich eine andere Fototour geplant, aber das schlechte Wetter im Sommer durchkreuzte meine Pläne. So hoffte ich zumindest auf einen sonnigen und goldenen Oktober, der dann auch kam. Und auch dieses Mal sind alle 15 Städte und Gemeinden des Märkischen Sauerlandes Ziel meiner diesjährigen Fototour gewesen.

Am ersten Tag entschied ich mich in Halver zu beginnen. Auf dem Plan stand eine wundervolle Allee, die an das Märkische Werk grenzt. Wie weit die Bäume in den Himmel ragen. Laub bedeckte die Straße. Nebenan ein kleiner See. Die Herbstbäume spiegelten sich im Wasser. Einzelne Blätter sanken zu Boden. Der goldene Herbst nahm seinen Anfang.

Halver – Allee

In Meinerzhagen-Lengelscheid gibt es eine weitere Allee. Diese Bäume jedoch fielen bereits dem Sturm einige Tage zuvor zum Opfer. Die Baumkronen verloren zum Teil schon ihr Blätterkleid, das verstreut auf der Wiese zu sehen war.

Am zweiten Tag machte ich mich auf den Weg nach Balve. Im Balver Ortsteil Mellen erblickte ich die Aussichtsplattform am Burgbergweg. Ein leichter Wind blies durch die Bäume. Eine wundervolle Stille und ein atemberaubender Blick auf das Land. Im Balver Zentrum war es die Kirche St. Blasius, die von Fachwerkhäusern umgeben ist und sich dort alles in fantastischen warmen Farben zeigte. Die Luisenhütte in Balve-Wocklum liegt nicht weit entfernt. Der eine oder andere Interessierte nutzte die letzten schönen Herbsttage für einen Besuch des im Jahr 1748 gegründeten und seit 1950 der Öffentlichkeit zugänglichen technischen Kulturdenkmals.

Balve – Ortsteil Mellen

Der Quitmannsturm in Neuenrade lockt mich jedes Mal, wenn ich in der Nähe bin. Auf dem 14 Meter hohen Aussichtsturm angekommen sah ich auf das weite und herbstlich bunte Land. Die wunderbare Aussicht vom Lennetal bis hin zu Wildewiese lohnt den Aufstieg. Ein Blick ins „Land der 1000 Berge“.

Neuenrade – Quitmannsturm