Mescheder Denkmale öffnen ihre Pforten am 10. September

Burgruine in Eversberg. Foto: S. Droste
Burgruine in Eversberg. Foto: S. Droste

Meschede. Sie sind lebendige Zeugen vergangener Zeiten: Denkmale machen Geschichte vor Ort erlebbar. Der „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 10. September, steht in diesem Jahr unter dem Motto „Macht und Pracht“. Bundesweit werden für alle Interessierten mehr als 7.700 historische Bauten in mehr als 2.600 Städten und Gemeinden ihre Pforten öffnen. Auch zahlreiche Denkmäler in der Stadt Meschede sind zu sehen. In der Zeit von 11 bis 17 Uhr sind folgende Objekte geöffnet:

  1. Heimatmuseum Eversberg, Mittelstraße 12

Ein schlichtes anderthalbgeschossiges giebelständiges Fachwerkhaus mit Mitteldeele und schmuckverschieferter Straßenfront; Datierungen 1756 und 1762.

  1. Rathaus Eversberg, Mittelstraße 1

Der prachtvolle eingeschossige Fachwerkbau über hohem durchfensterten Untergeschoss besitzt ein malerisches Mansardwalmdach, Schwellhölzer und Eckständer, die beschnitzt und farbig gefasst sind.

  1. Pfarrkirche St. Johannes Eversberg

Eine dreistöckige Hallenkirche mit wuchtigem Westturm und frühgotischem Chor von einem Joch mit fünfseitigem Schluss. Aus der reichen Barockausstattung hebt sich der 1720 errichtete Hochaltar hervor.

  1. Kapelle St. Lucia, Eversberg, Marktstraße 2

Die Kapelle stammt aus dem Jahr 1739, kleiner gewölbter Saal mit 3/8-Schluss und Dachreiter. Einfacher Altar aus der Erbauungszeit. Satteldach mit verschiefertem Giebel und Dachreiter.

  1. Burgruine Eversberg

Bei dem Bau- und Bodendenkmal handelt es sich um die heute nicht mehr sichtbaren Reste der Burg. In dem restlichen Burgplatz neben der aufgehenden Turmruine stecken weitere Bebauungsspuren (Fundamente) und die Ringmauer. Burg (und Stadt) Eversberg wurden im Jahr 1242 vom Grafen Gottfried III. von Arnsberg gegründet. Das Amt Eversberg und damit Burg und Stadt entwickelten sich in den folgenden Jahrhunderten zu einem wichtigen Verwaltungszentrum.

  1. Markes Haus Eversberg

„Markes Haus“ ist ein verschiefertes, zweigeschossiges Fachwerkgiebelhaus mit Krüppelwalmdach, mit einer klassizistischen Haustür aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Gebäude wird seit 2013 als Kulturzentrum genutzt.

  1. Kath. Pfarrkirche St. Severinus Calle, Severinusplatz 2

Im Jahr 1042 wurde die Kirche dem Stift Meschede geschenkt, der jetzige Bau ist eine dreischiffige Hallenkirche, 1853 – 1858 anstelle eines Vorgängerbaus errichtet, Hochaltar von 1636, romanische Madonna auf dem Rosenkranzaltar von 1250. Um 14 Uhr findet eine Kirchenführung statt.

  1. Kapelle auf der Schlade, Calle, an L 840 ca. 600 Meter östlich von Calle

Achteckige Kapelle aus Naturstein mit geschweiftem Schieferdach und geschlossenem Tambour mit Glockendachabschluss von 1727, Barockaltar aus der Entstehungszeit.

  1. Kapelle zur schmerzhaften Muttergottes auf dem Halloh

Die Wallfahrtskapelle von 1686 ist Endpunkt einer Reihe von Prozessionswegen. Kleiner Rechtecksaal, der 1936 nach Westen erweitert wurde. Im alten Teil eine für solche Kapellen ungewöhnliche Holzdecke vom Ende des 17. Jahrhunderts.

  1. Kath. Pfarrkirche St. Walburga Meschede

Ehemals Kirche des Damen- und späteren Kollegiatsstiftes, Weihe unter dem Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg (1168-91). Der Bau ist eine langgestreckte dreischiffige Hallenkirche von sechs Jochen mit halbrunder Apsis, Ostkrypta und vorspringendem Westturm, 1663/64 auf den Fundamenten und unter Verwendung von Bauteilen einer um 900 entstandenen kreuzförmigen Basilika errichtet.

  1. Kapelle zu den 14 Nothelfern, Remblinghausen, Sägemühle

Das Gebäude ist ein kleiner Achteckbau mit geschweifter Haube und Laterne aus dem 18 Jahrhundert.

  1. Sägemühle Schulte, Remblinghausen, Sägemühle 13

Die Ursprünge gehen ins 13./14. Jahrhundert zurück, weitgehend erhalten ist der Neubau von 1809.