Warstein, 29. August 2017. Bürgermeister Dr. Thomas Schöne ist dank seines Engagements in Sachen Elektromobilität für den europaweit ausgeschriebenen „Innovation in Politics Award“ nominiert. Anlass dazu ist die Auszeichnung der Stadt Warstein als „Energie-Kommune“. „Wenn die Elektromobilität erfolgreich sein soll, dann müssen auch im ländlichen Raum die Möglichkeiten dafür geschaffen werden. Dafür setze ich mich ein“, erläutert Schöne. Eine Jury, bestehend aus 1.000 Menschen aus ganz Europa, wird im September und Oktober über das Engagement entscheiden.

Die Initiative „Innovation in Politics“ besteht aus privaten europäischen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für ein respektvolles und wertschätzendes Zusammenleben einsetzen. Ziel ist es, die Politik in Europa zu verbessern und Politikern Teilhabe zu ermöglichen, unabhängig von Parteizugehörigkeit oder regionaler Lage. Das Hauptbüro befindet sich in Wien, es gibt weitere Büros in sieben Ländern, darunter auch eines in Berlin.

Die europäischen „Innovation in Politics Awards“ werden in neun Kategorien vergeben: Lebensqualität, Freiheit, Wohlstand, Arbeitsplätze, Umweltschutz, Zivilisation, Demokratie, Menschenrechte und Gemeinwesen. Die Awards sollen der Grundstein eines partei-unabhängigen Netzwerks sein, mit dem die Initiative einen Raum für politische Innovation schafft, zur Inspiration für jene Politikerinnen und Politiker, die die europäischen Werte mittragen.

Mit dem Preis sollen innovative politische Projekte ausgezeichnet werden, die in ihrem eigenen Umfeld bahnbrechend sind, auch unabhängig davon, ob sie in einem anderen Teil der Welt als gewöhnlich angesehen werden könnten. Sylvia Lettmann, Leiterin des Stadtmarketings, und Manfred Ahlers, Fachmann im technischen Rathaus für Fragen der Elektromobilität, sind begeistert: „Die Nominierung allein ist schon eine riesige Auszeichnung. Warstein wird mehr und mehr, sogar über die Landesgrenzen hinaus, positiv wahrgenommen.“

Bürgermeister Schöne erläutert den Projektvorschlag: „In der Stadt Warstein schlummern enorm viele Einzelpotenziale für eine ökologisch geprägte Zukunft, die gleichzeitig der erfolgreichen ökonomischen Weiterentwicklung dienen. Ziel ist es, die vielen einzelnen Player sowie die Bürgerschaft zusammen zu bringen und auf diese Weise einen Wissenstransfer zu ermöglichen, der wie ein Katalysator wirkt. Schon jetzt bewirken unsere Bemühungen eine erhöhte Aufmerksamkeit und verstärkte Investitionen in den Ausbau einer Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.“ Schöne verweist darauf, dass im Werk Warstein der Infineon Technologies AG Leistungshalbleitermodule produziert werden, die die Kerntechnologie für Elektro- und Hybridfahrzeuge darstellen. Die Stadt Warstein ist ein starker Wirtschaftsstandort in Südwestfalen, in dem mehr als 60 Prozent der Beschäftigten im produzierenden Sektor arbeiten. Sie ist gleichzeitig eine der waldreichsten Kommunen Deutschlands und absorbiert große Mengen CO2. Bereits jetzt werden mehr als 14 Prozent des Stroms mit erneuerbaren Energien (u.a. Windkraft, Wasserkraft, Solarenergie) erzeugt.

Schöne: „Die Stadtverwaltung wirkt als eine Art „Teilchenbeschleuniger“, indem sie private und gewerbliche Akteure mit Beratungsleistungen, Zurverfügungstellung öffentlicher Grundstücke und Öffentlichkeitsarbeit beim Errichten von Ladeinfrastruktur unterstützt. Beispielsweise sind wir Initiatorin und Mitveranstalterin des ersten „Südwestfälischen Elektromobilitätstages“ der Industrie- und Handelskammer Arnsberg/Hellweg-Sauerland, der Fragen bzw. Erfahrungen zur Elektromobilität im ländlichen Bereich für die örtliche, aber auch für die überregionale gewerbliche Verbreitung ausrollt.“ Hauptredner beim Südwestfälischen Elektromobilitätstag, der am 25. September im Infineon-Forum in Warstein-Belecke stattfindet, wird der neue NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Pinkwart sein.

2018 startet die „Innovation in Politics Conference“, eine Reihe von Zusammenkünften, die über das Jahr verteilt an verschiedenen Orten in Europa stattfinden. Die „Innovation in Politics Conference“ bietet eine Plattform zum Aufbau langfristiger Beziehungen, zur Diskussion von grenzüberschreitenden Kooperationen und zum Zusammentreffen mit potenziellen Partnerinnen und Partnern aus anderen politischen Bereichen, aus den Wissenschaften, der Wirtschaft und dem Finanzsektor, um den Weg für neue Projekte zu ebnen. „Unsere Bürgerinnen und Bürger fühlen sich seit Jahrzehnten als aktive Europäer, davon zeugen auch unsere vier Partnerstädte. Jetzt haben wir die Möglichkeit, auf vielen weiteren Ebenen Brücken zu bauen und an einem besseren Europa mitzuarbeiten“, betont Schöne.