Abteibier Pater Linus: Die Geschichte dahinter

Pater Werner beim Zapfen eines
Pater Werner beim Zapfen eines "Pater Linus Abtei Königsmünster". Foto: Dirk Bannenberg

Wenn am kommenden Samstag das Mescheder Innenstadtdinner stattfindet, wird es auch eine neue Bier-Spezialität im Ausschank geben: das „Pater Linus Abtei Königsmünster“. Dieses neue Abteibier der Benediktinermönche vom Mescheder Klosterberg wurde über eineinhalb Jahre lang entwickelt. „Klöster und Bier brauen ist eine alte Verknüpfung“, erklärt uns Pater Werner, einer der Bier-Entwickler von der Abtei. „Aber eigentlich war es ganz früher die Aufgabe der Frauen, Lebensmittel herzustellen. Nicht nur Brot, sondern auch Bier“, so der Mönch weiter.

Die Rezeptur zu „Pater Linus“ wurde zwar von den Mönchen in Meschede mit entwickelt, gebraut wird dieses Bier allerdings in Belgien, genauer gesagt in der Brauerei „Van Steenberge“ in der Nähe von Gent. In Frankreich und Belgien haben Abteibiere eine lange Tradition. Nicht umsonst ist die belgische Bierkultur UNESCO Weltkulturerbe – und nicht die deutsche. Gebraut wird das Bier mit den traditionellen Zutaten: Wasser, Getreide (Malz) und Hopfen. Die Besonderheit: Es gibt nach einem ersten Gär-Vorgang noch einen zweiten. Dieser wird mit Zucker und Hefe in Gang gesetzt. Und eben die Zugabe des Zuckers ist es, dass aktuell nicht nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut werden kann, denn Zucker kommt darin nicht vor. „Viele verbinden belgisches Bier mit Kirscharomen oder so etwas, aber das kommt bei Pater Linus nicht in Frage. Nur die Zutaten aus dem Reinheitsgebot plus die Zugabe von etwas Zucker für den zweiten Gär-Vorgang sind in unserem Bier enthalten“, so Pater Werner weiter.

Kooperation mit der Warsteiner Brauerei

Entstanden ist das Abteibier in gemeinsamen Gesprächen mit der Warsteiner Brauerei. „Wir hatten schon immer einen guten Kontakt zur Warsteiner Brauerei.“, gibt Pater Werner zu. Logisch: Immerhin hat Firmenchefin Catharina Cramer am Gymnasium der Benediktiner ihr Abitur gemacht. „Für die Warsteiner ist das Abteibier im Ausland sicher ein gutes Produkt im Portfolio. Außerdem kennen sich die Experten der Warsteiner sehr gut mit den ganzen Markenrechten und den Besonderheiten im Biervertrieb aus“, so der Mönch weiter. „In Deutschland wird Pater Linus allerdings nicht über die Warsteiner Brauerei vertrieben. Das Reinheitsgebot spielt dabei eine große Rolle. Daher wird es das Bier in Deutschland vorerst nur bei uns in der Abteigaststätte geben.“

Ein Pater Linus im ikonischen Kelch nach dem ersten Schluck. Lecker! Foto: Dirk Bannenberg
Ein Pater Linus im ikonischen Kelch nach dem ersten Schluck. Lecker! Foto: Dirk Bannenberg

Der Geschmack

Beim „Pater Linus Abtei Königsmünster Biérre D´Abbaye Blonde“, wie es vollständig heißt, fällt beim ersten Riechen sofort der Duft von Aprikose und Banane auf. Und auch die goldgelbe Färbung verspricht einen vollmundigen Geschmack. Der erste Schluck überzeugt dann auch: süffig, rund, lecker. „Es ist schön zu sehen, wenn unsere Gäste zunächst ein kleines Bier bestellen und danach die größere Version“, freut sich Pater Werner. „Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass es schmeckt“. Klar wird beim trinken, dass das Abteibier kein Schützenfestbier, sondern eine Spezialität ist, die man in Ruhe genießen sollte. „Als Aperetif ist es zum Beispiel sehr gut geeignet, auch wenn es zum Essen später einen Wein gibt“.

Überzeugen kann man sich selber, und zwar in der Abteigaststätte auf dem Klosterberg zu den normalen Öffnungszeiten (https://www.koenigsmuenster.de/gaeste-angebote/abteigaststaette). Zum Wohl! (db)

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