Als ein ganz besonderer künstlerischer Akzent des diesjährigen Spirituellen Sommers 2017 steht das Sternenhaus des Künstlers Ulrich Möckel auf einer Wiese, in der unmittelbaren Nähe der altehrwürdigen St. Peter und Paul-Kirche zu Wormbach. Zehn Meter hoch ragt die glänzende, mit Tränenblech verkleidete Metallkonstruktion, der Spitze des Kirchturms gleich, in den Himmel.

Der Künstler Ulrich Möckel vor dem Sternenhaus auf der Wiese neben der Pfarrkirche St. Peter und Paul, Wormbach

Die Idee zum Sternenhaus hatte der aus Beckum stammende Künstler Ulrich Möckel während der Vorbereitung seiner Ausstellung „Der Himmel auf Erden – Bilder, Objekte und Plastiken“. Als schwarz lackierte Holzkonstruktion stand es erstmals 1983 – 1985 auf der Motte der Kolvenburg in Billerbeck/Kreis Coesfeld. Nach Stationen in Quakenbrück, Münster und Marl fand die Holzkonstruktion im Unwetter im Herbst 1998 ihr Ende. 2003 feierte das Sternenhaus im Auftrag des Diözesanmuseum in Paderborn seine Auferstehung als Eisenkonstruktion anlässlich der Ausstellung „Wunderwerk – Göttliche Ordnung und vermessene Welt“ und stand bis 2005 vor dem Eingang des Museums. Zuletzt markierte das Sternenhaus in Langenberg die Mitte einer Lichtung auf Galerie Gut Geissel. Und vielleicht findet das imposante Sternenhaus jetzt – über den diesjährigen Spirituellen Sommer hinaus – seinen längeren Standort auf historischem Acker in Wormbach.

Der Kunsthistoriker Uwe Rüth sagt über das Sternenhaus: „Mit dieser Arbeit hat Ulrich Möckel die Wirkung der klassischen Form der Pyramide gänzlich umgekehrt: Das Äußere des „Sternenhauses“ erscheint trotz der strengen Form alltäglich und menschlich und erst durch das Betreten wirkt plötzlich eine Atmosphäre auf den Betrachter ein, die ihn in eine andere Welt zu führen scheint: Hier bringt der Künstler nun wirklich den Himmel auf der die Erde!“ Und Ulrich Möckel selbst: „Im Sternenhaus“ ist der Nachthimmel greifbar nahe, Tag und Nacht dicht beieinander, nur einen Schritt voneinander getrennt.“

Der Blick im Inneren des Sternenhauses

Ein Besuch des Sternenhauses lohnt sich jederzeit, besonders aber in den Abendstunden, wenn die Sonne hinter der Kreuzbergkapelle und dem Turm der Wormbacher St. Peter und Paul Kirche langsam untergeht.

 

Weitere Infos unter: www.ulrichmoeckel.de und www.wege-zum-leben.com