Mescheder Studierende erhalten Gründungsstipendien

In einem „Elevator Pitch“ stellten zehn Studierendenteams der Fachhochschule Südwestfalen am Montag ihre Geschäftsideen vor.

Drei studentische Teams erhielten am Montagabend Gründungsstipendien für ihre innovativen Geschäftsideen.

Meschede. Ein eigenes Start-up gründen, das ist der Traum vieler junger Menschen. Doch aller Anfang ist schwer, gerade zu Beginn fehlt es Jungunternehmern an finanziellen Mitteln und ausreichend Unterstützung. Die Volksbanken im Hochsauerlandkreis möchten Studierende am Campus Meschede der Fachhochschule Südwestfalen genau bei diesen ersten Schritten mit Gründungsstipendien unterstützen. In einem dreiminütigen „Elevator Pitch“ konnten am Montag zehn ideenreiche Gründer-Teams ihre Geschäftsideen vorstellen. Drei von ihnen konnten sich die monatlichen Stipendien von 500 Euro sichern.

Insgesamt zehn Gründer-Teams stellten am Montag ihre Geschäftsideen vor.

In drei Minuten überzeugen

Im Voraus konnten sich Studierende bei der Fachhochschule Südwestfalen mit einem originellen Geschäftskonzept bewerben. Von 15 eingereichten Ideen wurden die zehn besten schließlich zum „Elevator Pitch“ am Campus in Meschede eingeladen. Ohne technische Hilfsmittel wie Powerpoint oder Video hieß es am Montagabend dann, die Jury und das Publikum zu überzeugen. Erlaubt waren gedruckte Schilder, Fotos, Modelle und Prototypen, die von vielen der Studierenden kreativ eingesetzt wurden.

Das „Volksbank Campus Start-up-Gründerstipendium“ ermöglicht den potenziellen Gründer, über einen Zeitraum von sechs Monaten an ihrer Geschäftsidee zu arbeiten. Mit einer Förderung von jeweils 500 Euro pro Monat, greifen die Initiatoren des Wettbewerbs den Jungunternehmern in der schwierigen Anfangsphase unter die Arme. Bei positiver Zwischenbewertung kann die Förderung um drei Monate verlängert werden.

Initiatoren des Wettbewerbs waren die Fachhochschule Südwestfalen, das Starter Center NRW Hellweg-Hochsauerland sowie der Marketingkreis der Volksbanken und Spar- und Darlehenskassen im Hochsauerland. Für die Bewertung der Start-up-Ideen waren unter anderem Dr. Stefan Eckard, Vorstandsmitglied der Volksbank Reiste-Eslohe, und Prof. Dr. Ewald Mittelstädt, Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Südwestfalen, verantwortlich. Nach jedem Pitch stellte die Jury den Jungunternehmern kritische Fragen zu ihren Geschäftsideen. Auch das Publikum vor Ort durfte fleißig mit abstimmen. Nach einer kurzen Beratung und unter der Berücksichtung des Publikumsvotums kamen die Jurymitglieder zu der Entscheidung, drei Teams statt nur zwei, mit Gründungstipendien zu fördern.

Online-Künstler-Plattform und umweltfreundlicher Kaffeebecher

Neben Konzepten für einen Studenten-Nachtclub in Meschede, Interaktiven 360° Rundgängen und Smoothies für Fitnessstudios, überzeugten vor allem drei Gründer-Teams die Jury mit ihrer Geschäftsidee und Leidenschaft. „Wir mussten nicht viel diskutieren, auch das Publikum kam zu einem ähnlichen Ergebnis wie wir“, erzählt Jurymitglied Dr. Stefan Eckhardt.

Elfesya Canimana und Matthias Ly erhielten das Gründungsstipendium im Wert von 4.500 Euro.

Elfesya Canimana und Matthias Ly überzeugten die Jury mit ihrer Idee zu einer Online-Künstler-Plattform. Mit ihrer Innovation „tic app“ sollen sich Künstler und Künstlersuchende schneller finden können. Die Jury lobte vor allem die Authentizität der beiden Studierenden, da die beiden Künstler sich für ihren eigenen Bereich stark machen wollen.

Auch Yasmin Halvaei konnte die Jury mit ihrem Konzept für „EcoBack“ überzeugen.

Eine Idee, die der Umwelt zugutekommt hatte Yasmin Halvaei im Gepäck. Sie will mit dem „EcoBack“ einen nachhaltigen Kaffeebecher auf den Markt bringen, um die Anzahl an Coffee-to-go-Becher zu reduzieren. Nach einem ähnlichen Konzept wie „Payback“ will sie Kunden animieren, den Thermobecher mit integriertem Chip bei jedem Kaffeekauf zu benutzen. So sollen Kunden bei jedem Auffüllen des Bechers Treuepunkte per App sammeln, die in Prämien eingetauscht werden können.

Mit seinem „Intelligenten Schlüsselautomaten“ sicherte sich Kevin Jedynak den dritten Platz.

Zusätzlich entschied sich die Jury ein drittes Stipendium im Wert von 1.500 Euro an Kevin Jedynak zu vergeben. Der Student möchte mit einem „Intelligenten Schlüsselautomaten“ das Vermieten von Ferienwohnungen einfacher machen. Einen Prototyp hatte er zum „Elevator Pitch“ gleich mitgebracht.

Auch im kommenden Jahr sollen die Gründungsstipendien der Volksbanken im Hochsauerlandkreis wieder an ideenreiche Studierende verliehen werden.