Mescheder Stadtgespräche: Eigene Ideen einbringen

Bei den „Mescheder Stadtgesprächen“ können sich alle Bürgerinnen und Bürger mit einbringen, Ideen anstoßen und an der Umsetzung mitwirken. Foto: Stadt Meschede
Bei den „Mescheder Stadtgesprächen“ können sich alle Bürgerinnen und Bürger mit einbringen, Ideen anstoßen und an der Umsetzung mitwirken. Foto: Stadt Meschede

Meschede. Die Nachbarn näher kennenlernen, sich ganz unkompliziert zusammensetzen – das ist das Ziel des „Tages der Nachbarschaften“ in Meschede. Entstanden ist er aus einer Idee bei den „Mescheder Stadtgesprächen“. Und er zieht immer größere Kreise. Am Samstag, 16. September, ab 15 Uhr sind in Meschede mit allen Ortsteilen die Nachbarschaften wieder eingeladen, ins Gespräch zu kommen.

Es ist nicht das einzige erfolgreiche Projekt der „Mescheder Stadtgespräche“. Die Geschenkaktion für Kinder zu Weihnachten begann vor einigen Jahren mit 40 Präsenten, inzwischen werden 240 Kinder beschenkt. Auch der Bürgertreff Campus ist als Projekt der „Stadtgespräche“ umgesetzt worden. Viele weitere Projekte sind angestoßen, an Ideen wird gefeilt. Für alle Bürgerinnen und Bürger sind die „Stadtgespräche“ eine direkte Möglichkeit, sich einzubringen, das Leben in der Kernstadt und den Ortsteilen mitzugestalten, Vorschläge zu machen, Mitstreiter zu suchen.

Themen bunt und vielfältig

Wie bunt und vielfältig die Themen sind, zeigt ein Blick ins Protokoll der jüngsten „Mescheder Stadtgespräche“ im Bürgertreff Campus. Dort standen neben dem „Tag der Nachbarschaften“ viele weitere Projekte im Fokus: So findet am Samstag, 9. September, erstmals eine „Weinprobe“ im Bürgertreff-Campus statt. Über einen sehr guten Start des „Single-Treffs“ in Kooperation mit der kfd jeden ersten Samstag im Monat wurde berichtet. Mit dem Projekt „Heimspiel“ möchte der Bürgertreff heimischen Kreativen ein Forum bieten. Auch das wird sehr gut angenommen.

Der „Tag der Nachbarschaften“ ist aus den Mescheder Stadtgesprächen entstanden und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Foto: Christine Sondermann
Der „Tag der Nachbarschaften“ ist aus den Mescheder Stadtgesprächen entstanden und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Foto: Christine Sondermann

Die Gruppe Gleichstellung möchte das Thema „Resilienz“ im Rahmen eines Vortrags aufgreifen. Dabei geht es um die Fähigkeit, Krisen im Leben zu meistern. In der Gruppe Flüchtlinge stellten sich zwei neue Teilnehmer vor: Corinna Dederichs von der Fachhochschule Südwestfalen, zuständig für die Koordination fluchtbezogener Aktivitäten, berichtete, welche Projekte für Flüchtlinge an der FH laufen. Frederic Kaufung, Bildungskoordinator am Kommunalen Integrationszentrum HSK, stellte seine Arbeit vor. Den Runden Tisch im Rathaus würde die Gruppe gern weiterführen. Eine neue Idee zielt auf eine gemeinsame Veranstaltung mit einer Einladung an die Flüchtlinge und alle beteiligten Organisationen ab – ähnlich wie beim Neubürgerempfang im Mai. Gedacht ist an Workshops sowie einen Markt der Möglichkeiten.

Auf touristische Radwege will die Gruppe Radfahren ihren Schwerpunkt legen. Es wird nach Alternativen gesucht, um den Ruhrtalradweg im Stadtgebiet und die Henneseeschleife sicherer und attraktiver zu machen. Die Arbeitsgruppe Hochschulstadt plant, bei der Berufsinfobörse eine Führung der Fachhochschule Südwestfalen anzubieten. Erwünscht sind weitere Themenvorschläge von Stadt, Touristik oder Stadtmarketing für Haus- und Bachelorarbeiten. Ein Student hatte sich zuletzt mit einer möglichen Nutzung des Skiliftes in Grevenstein in den Sommermonaten befasst.

Farbig soll es in der Gruppe „Aus Grau wird Bunt“ werden: Die Idee ist, die grauen Außengehäuse der Strom- und Verteilerkästen der Deutschen Telekom AG künstlerisch zu gestalten. Das soll mehr Farbe ins Stadtbild bringen, aber auch wilde Plakatierung mindern.

Engagiert in Meschede 50plus

Eine Aktion stellte Gisela Bartsch, Leiterin des Fachbereichs Generationen, Bildung, Freizeit bei der Stadt Meschede, vor: Der „Tag der Möglichkeiten – engagiert in Meschede 50plus“ findet am Samstag, 30. September, von 13 bis 17 Uhr im Gemeinsamen Kirchenzentrum statt. In Meschede bieten eine Vielzahl von Vereinen und Initiativen eine breite Palette an Aktivitäten an, insbesondere für die Generation 50plus. Mit dem „Tag der Möglichkeiten – engagiert in Meschede 50plus“ möchten die Stadt Meschede und der Bürgertreff Vereinen, Organisationen und Initiativen die Chance geben, ihr Angebot bekannter zu machen und Ehrenamtliche für die Mitarbeit zu gewinnen. Es soll ein Begleitprogramm mit Vorträgen und Kulturdarbietungen geben.

Kontakt zum Mitmachen

Wer mitmachen möchte bei den „Mescheder Stadtgesprächen“, wer Ideen hat oder bei Projekten mitarbeiten möchte, kann sich bei Gisela Bartsch im Mescheder Rathaus unter Tel. 0291/205166 melden – oder zum nächsten Gesprächstermin am Dienstag, 12. September, um 18 Uhr im Gemeinsamen Kirchenzentrum in Meschede, Kastanienweg 6, kommen.