Top motiviert starteten die heimischen Renner vergangenen Sonntag zum Bundesligaauftakt beim deutschen Klassiker „Rund um Düren“. Nicht weniger als 150 Kilometer und 2000 Höhenmeter waren in der Eifel zu absolvieren. 23 Teams mit 180 Startern kämpften um Sieg und Platzierungen.

Die guten Ergebnisse der Vorwochen sorgten für zusätzlichen Rückenwind in Sachen Erwartung. Dementsprechend oft sah man die orangenen Helme der Jungs an der Spitze. Voll im Plan sah man sich, als im letzten Renndrittel nur noch rund 35 Fahrer an der Spitze übrig waren und das Team Sauerland NRW mit Christoph Schweizer, Felix Intra, Louis Leinau und Christian Mager gleich vier Mann vorn dabei hatte. Zwischenzeitlich meldete Radio Tour sogar die Info, dass das Team Sauerland und Lotto Kern Haus die dominierenden Teams seien. Auf der tendenziell abfallenden Zielanfahrt nach Düren kam es kurz vor Schluss überraschend zum Zusammenschluss mit einer 40 Mann starken Verfolgergruppe. „Dummerweise kam die große Verfolgergruppe von hinten angerollt. Wären unsere Jungs in der kleineren Gruppe um den Sieg gesprintet, wäre eine Top drei Platzierung in der Mannschaftswertung realistisch gewesen. Kaum ein anderes Team hatte drei Fahrer vorn dabei“, ärgerte sich NRW Coach Wolfgang Oschwald über die verpasste Chance. In der Bundesliga wird die Mannschaftswertung aus den jeweils bestplatzierten drei Fahrern jedes Teams errechnet. Sieger von Rund um Düren wurde Leon Rhode vom Team Sunweb. Im Durcheinander des Massensprints schaffte Routinier Christoph Schweizer die beste Platzierung mit dem 12. Platz. Dicht dahinter und zeitgleich folgten Felix Intra (47.), Louis Leinau (59.) und Christian Mager (70.). Der eigentlich für den Sprint vorgesehen Aaron Grosser zeigte Formschwäche in den Bergen und erreichte das Zeil in einer späteren Gruppe. „Kein Drama für Aaron. Er bereitet sich gerade auf sein Fachabi vor und ist vielleicht mit dem Kopf nicht ganz auf der Rennstrecke gewesen. Schade, da er sicher einer der schnellsten im Sprint ist und mit Platz fünf im Vorjahr schon etwas Hoffnung auf eine Top Platzierung hatte“, so Team Manager Jörg Scherf. Da mit dem Zusammenschluss der Gruppen wieder viele Teams mehr wie drei Fahrer dabei hatten, steht das Team Sauerland nach dem ersten Rennen auf Platz zehn. Das nächste Liga Rennen findet Mitte Mai im Erzgebirge statt.

In der kommenden Woche stehen für die Fahrer und Betreuer die Tour de Azerbaijan, Rund um den Finanzplatz Frankfurt Eschborn und PWZ Zuidenveldtour in Holland auf dem Plan. Neuland betreten die Hüstener Leinau Zwillinge beim Mega Sports in Hagen. Sie nehmen Sonntag am Borbet Bike-Biathlon teil.

Besonderheit in Frankfurt: Das Rennen der Profis gehört 2017 zur World Tour und das Team Sauerland NRW p/b Henley & Partners startet „nur“ im zeitgleich laufenden U23 Weltcup. Die Regeln verhindern kleineren Teams den Start in der World Tour. Startberechtigt sind nur die größten Teams der Welt und Nationalmannschaften. Trotzdem steht mit Christian Mager ein Teamfahrer im Trikot der Nationalmannschaft am Start. Wegen seiner starken Form der letzten Wochen nominierte ihn der Bund Deutscher Radfahrer kurzfristig für den World Tour Einsatz.