Stefan Schneider von Radsport Team Sauerland.

Obwohl die Feiertage für viele eine Zeit der Ruhe sind, befinden sich die heimischen Rennfahrer schon voll in der Vorbereitung auf die kommende Saison.

Während der Großteil des Teams seine Kilometer auf heimischen Straßen zwischen Sorpe und Winterberg sammelt, zieht es einige der Jungs in die südliche Sonne. Bereits im warmen Teneriffa befindet sich Jonas Härtig. Der zuletzt in Japan überzeugende Allrounder – er wurde in der schweren Tour of Okinawa über 210 Kilometer guter 21.- bleibt auch über die Feiertage auf der Kanareninsel. Kapitän und alter Hase Christoph Schweizer macht es „klassisch“, entgeht dem heimischen Winterwetter und fliegt auf die Radfahrerinsel Mallorca. Das besondere hier: Er kehrt bei seinem langjährigen Freund Jan Eric Schwarzer ein. Der Westfale betreibt in Sineu die Herberge „MA 13“ für Radler. Selbst Andre Greipel oder Tour de France Gewinner Chris Froome sind dort regelmässig Gast.

Die beiden Sprinter Aaron Grosser und Stefan Schneider reisen nach Zypern. Während Grosser dort noch Ausdauerkilometer sammelt, muss Stefan Schneider schon etwas intensiver ran. Schneider hat sein erstes Weihnachtsgeschenk bereits bekommen und darf beim Bremer Sechstage Rennen in der Profiklasse ran. Der Kölner hat in den letzen Wochen hart auf der Winterbahn trainiert und auf sich Aufmerksam gemacht. „Wir liebäugeln schon lange mit der Idee ein oder zwei von unseren Jungs bei einem Profisechstagerennen zu sehen. In Deutschland gibt es immer noch die Topveranstaltungen in Bremen und Berlin. International entsteht gerade eine neue Serie mit Rennen in London und weiteren Metropolen. Das mit Stefan jetzt ein erster Fahrer seinen Fuß in diese Tür bekommt ist toll!“, so Team Manager Jörg Scherf.

Stefan Schneider stand zuletzt bei der Omnium DM in Frankfurt Oder am Start. Zusammen mit Julius Domnick und Neuzugang Felix Happke musste er sich dort gegen die komplette Nationalmannschaft messen. Omnium bedeutet nichts anderes wie Mehrkampf und die Bahncracks haben sich dort in vielen verschiedenen Disziplinen gemessen. Da ein Großteil der Olympia/ Rio Teilnehmer und fast die gesamte deutsche Nationalmannschaft am Start stand, war bei dieser Meisterschaft das sportliche Niveau extrem hoch. Während Schneider den Wettkampf nach Sturz im Endlauf aufgeben musste und Domnick im Vorlauf ausschied setzte sich der bis 31.12. noch für den RSV Unna startende Felix Happke als Junior im prominenten Männerfeld frech durch und belegte Platz 11.