Sicher im Netz surfen

Lebensmittel kaufen, Überweisungen tätigen, E-Mails checken und Urlaubsfotos entwickeln lassen – mittlerweile kann man sämtliche Besorgungen online erledigen. Dabei lauern aber auch einige Gefahren im World Wide Web. Ob gefälschte E-Mails, gehackte Online-Accounts oder eigenes Unwissen beim Betrieb einer Website – Risiken gibt es überall. Deshalb ist es wichtig, einige Kniffe zu kennen, die dem Nutzer ein sicheres Surfen im Netz gewährleisten.

Accounts richtig schützen

Fast tagtäglich geben wir sensible Daten wie Kontonummern oder Adressen im World Wide Web ein, aber nur selten sind diese auch ausreichend geschützt. Das beginnt bereits bei der Wahl des Passworts für die verschiedenen Accounts. Viele Internetnutzer sind bequem und entscheiden sich für ein Kennwort, welches sie dann für alle weiteren Accounts verwenden. Besser ist es, sich für jeden Account einen neuen Code auszudenken. Weiterhin sollte man möglichst sichere Passwörter verwenden, um Datenmissbrauch zu vermeiden. Allerdings zeigt die jährliche Analyse der IT-Sicherheitsfirma Splashdata, das noch immer viele schlecht gewählte Sicherheitswörter im Umlauf sind – und das seit Jahren. Schlechte Passwörter sind die, die am häufigsten verwendet werden und daher auch am leichtesten zu knacken sind. Im Jahr 2015 erreichten „password“, „123456“ und „12345678“ die Top 3 der schlechtesten Passwörter. Daher sollte man beim Erstellen einige Dinge beachten. Auf chip.de erklärt Markus Jakobsson, leitender Wissenschaftler für Nutzersicherheit bei PayPal, wie man ein sicheres Passwort kreiert.
Sicherheitsrisiken lauern auch im E-Mail-Postfach, oft in Form von Spam-Mails. Die meisten davon bergen kein Risiko, sondern enthalten nur lästige Werbung. Andere wiederum, sogenannte Phishing-Mails, gefährden die Sicherheit sensibler Daten. Denn diese Spam-Mails sehen meist täuschend echt aus, auch der Absender scheint vertrauenswürdig. Doch sobald man in einer E-Mail aufgefordert wird, Anmeldedaten und Passwort einzugeben, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Phishing-Mail. Im Digital Guide von 1&1 kann man nachlesen, wie man die E-Mail-Adresse vor Spam-Attacken schützt, um ungewollten Nachrichten den Riegel vorzuschieben und sich somit dem Sicherheitsrisiko gar nicht erst auszusetzen.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Diejenigen, die eine eigene, nicht ausschließlich für private Zwecke dienende Website betreiben oder sehr aktiv in den sozialen Netzwerken vertreten sind, sollten sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen im Internet gut auskennen, um keine Abmahnungen und strafrechtlichen Konsequenzen zu riskieren. Dazu gehört unter anderem laut § 5 des Telemediengesetzes (TMG) und § 55 des Rundfunkstaatsvertrages die Pflicht, ein Impressum mit ladungsfähiger Anschrift des Inhabers auf der Website aufzuführen. Weiterhin muss das Impressum laut Gesetz „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar“ sein. Daher wird empfohlen, einen eigenen Menüpunkt, der mit „Impressum“ gekennzeichnet ist, in die Navigation einzubinden. Mehr Informationen zur korrekten Einbindung des Impressums gibt es zum Beispiel auf der Website des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz.


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