Insbesondere in den Abendstunden ein einziges Lichtermeer zwischen Kirchentürmen und Hightech-Karussells

Soest. Europas größte Altstadtkirmes und d i e Kultveranstaltung für Kirmesfans wirft nun bereits spürbar ihre Schatten voraus. Für die Ankunft der rund 400 Schausteller, die die einmalige historische Grünsandstein- und Fachwerk-Kulisse der Soester Altstadt auf 50.000 qm Veranstaltungsfläche in einen riesigen Freizeitpark verwandeln, beginnen jetzt bereits die Vorbereitungen, aber auch die Sperrmaßnahmen der großen Innenstadtplätze.

Die Vorbereitungen für die „fünfte Jahreszeit“ in Soest sind umfänglich – zeitlich wie auch räumlich. Denn die rund 400 Schausteller auf Nordrhein-Westfalens Kultkirmes, der Allerheiligenkirmes, brauchen natürlich allein schon ein Vielfaches an Strom für die Veranstaltungstage und damit für die beliebten, attraktiven und teils sehr spektakulären Hightech-Fahrgeschäfte, die hier ihre Runden drehen.
Gleich acht Neuheiten erwarten die Besucher in diesem Jahr. Hier wird beispielsweise vor allem das höchste transportable Loopingkarussell der Welt, „Infinity“, die Blicke auf sich ziehen.  Beeindruckend ist hierbei nicht allein die Höhe von 65 Metern, in der die drei um 360 Grad schwingenden Gondeln bei einer Spitzengeschwindigkeit von 120 km/h  ihre Loopings vollziehen. Die Beschleunigungskräfte von bis zu 5 G, die während der Fahrt auf die Fahrgäste einwirken, sind ähnlich wie beim Eintritt einer Raumkapsel in die Erdatmosphäre.
Die Dimensionen verschwimmen begeisterten Karussellfahrer möglicherweise auch während das Highspeed-Karussell „Freak“ mit einer Spitzengeschwindigkeit von 110 km/h in 42 Metern Höhe seine Runden dreht.
Das ist aber nur eine Antwort auf die Frage, was die Soester Allerheiligenkirmes so einmalig und letztlich zur Kultveranstaltung macht. Es ist eben nicht nur die Größe,  die die 679. Soester Allerheiligenkirmes von der Masse des sonstigen Rummel-Angebotes abhebt und auch nicht die beachtenswerte Historie (mit eben schon mindestens 679 Jahren) – denn auch andernorts werden Superlative herangezogen. Blieben noch die Anzahl und Auswahl der Attraktionen und die Besucherzahlen. Die lassen sich natürlich auch sehen. Und dennoch gibt es einen bedeutenden Unterschied zu all den anderen Kirmes-Veranstaltungen: das ist ein riesiges Netz von Straßen, Gassen und Plätzen, das für Kirmes und Gäste reichlich Raum und Atmosphäre bietet, ohne diese vor die Tore der Stadt auf einen Rummelplatz verweisen zu müssen. Vor allem aber eine mittelalterliche Kulisse, die ihresgleichen sucht. Hier säumen nicht moderne Beton- und Glasfassaden oder flache Wiesen das spektakuläre Treiben, sondern Fachwerkzeilen und Grünsandsteinkirchen. Und allein dieser Anblick ist schon eine Reise wert.
Diesen reizvollen Gegensatz von historischem Rahmen und modernen High-Tech-Fahrgeschäften, die mit ihren grellbunten Beleuchtungen das weltweit einzigartige Grünsandstein-Ensemble „Altstadt Soest“ in ein unbeschreibliches Farben- und Lichtermeer tauchen, werden sich Hunderttausende von Besuchern auch in diesem Jahr wieder nicht entgehen lassen.
Und wem die vielen Karussells und Belustigungsgeschäfte immer noch nicht reichen, der kann sich am späten Abend bis in die frühen Morgenstunden hinein auf einer der zahllosen Partys in den beliebten Soester Kneipenvierteln vergnügen. Denn die gibt’s hier reichlich und in sehr originellen wie historischen Varianten. Originell und irgendwie historisch ist auch das „Bullenauge“, das Nationalgetränk der Soester Allerheiligenkirmes und ein must have für den perfekten Kirmesbummel.
Weitere Programmpunkte in den fünf Veranstaltungstagen: Eröffnungsveranstaltung (Mittwoch, 2.11. um 14.00 Uhr in der Bayernfesthalle  – Pferdemarkt (Donnerstag, 3.11. von 8.00 bis 14.00 Uhr vom Osthofen- bis zum Thomätor und dem dazugehörigen Gräftenabschnitt), Feuerwerk (Freitag, 4.11., 20 Uhr).
Mit Chauffeur in die Altstadt: Von Freitagabend (4.11.) bis Sonntag (6.11.) wird für Besucher ein Park & Ride-Pendelverkehr angeboten, der eine bequeme Anreise zur Veranstaltung garantiert.