Schmallenberg. Am Samstag, 17. September kommt es zu einem satirischen Gipfeltreffen in Schmallenberg. Mit Erwin Grosche, Wiglaf Droste und Hans Zippert gestalten drei bekannte Kabarettisten den besonderen Kleinkunstabend „Westfalian Aliens“. Dabei wird das Westfälische parodiert, hinterfragt und humoristisch gedeutet.

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Wigalf Droste

Mit Wiglaf Droste kommt Deutschlands schärfster Satiriker nach Schmallenberg. Er ist ein Meister der kleinen Form, die er als Sprachglosse, als Alltagsbeobachtung, als Miniessay pflegt. Ihn quält das Gestammel der Fußballkommentatoren, die Phrasen eines Dummbeutel-Journalismus und die Scheinheiligkeit der Politik. Mit Schwung, Grazie und Eleganz seziert er die sprachlichen Entgleisungen der Deutschen. Seit über 30 Jahren tritt Erwin Grosche mit eigenen Kleinkunst- und Theaterproduktionen auf deutschsprachigen Bühnen auf. Als Schauspieler wirkt er in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen mit. Er hat etwa 50 Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Erwin Grosche wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Prix Pantheon, dem Deutschen Kleinkunstpreis und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Hans Zippert, Autor des Buches „Warum Regenwürmer nicht zuhören und Eichhörnchen schlecht einparken“ beobachtet mit scharfem Blick und spitzer Feder die Welt. Seit 1999 verfasst er für die Zeitung die WELT täglich die satirische Kolumne „Zippert zappt“, für die er 2007 und 2011 den Henri-Nannen-Preis erhielt. 2016 ist er der Preisträger des Peter-Hille-Literaturpreises. Die drei scharfzüngigen Autoren gestalten einen ungewöhnlichen „Heimatabend“ im Lenneatelier am kunsthaus alte mühle. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt für diese Veranstaltung beträgt 15 Euro. Kartenreservierungen sind im Kulturbüro der Stadt Schmallenberg, Tel. 02972/980-232, kulturbuero@schmallenberg.de, möglich.

Erwin Grosche
Erwin Grosche

Zuvor findet am Freitagabend ab 19 Uhr im Lenneatelier ein Abend zum Thema „60 Jahre Schmallenberger Dichterstreit“ statt. Es stehen sowohl Lesungen mit jungen Autorinnen und Autoren, die einen Ausschnitt der Gegenwartsliteratur in Westfalen repräsentieren, auf dem Programm als auch Kurzvorträge und Kommentare zum historischen Ereignis vor 60 Jahren. So werden Leseerlebnis und Informationen locker verbunden. Der Abend versteht sich als offener literarischer Salon mit Gelegenheiten für Austausch, Diskussion und anregende Begegnungen. Der Eintritt ist frei.

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